{"id":10450,"date":"2023-03-13T07:00:42","date_gmt":"2023-03-13T06:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.henle.de\/blog\/de\/?p=10450"},"modified":"2023-04-28T11:30:28","modified_gmt":"2023-04-28T09:30:28","slug":"happy-birthday-sergej","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2023\/03\/13\/happy-birthday-sergej\/","title":{"rendered":"Happy birthday, Sergej! Ein frischer Blick auf Rachmaninows Pr\u00e9ludes zu seinem 150. Geburtstag"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-7762 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/10\/Sergei_Rachmaninoff_cph.3a40575-236x300.jpg\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/10\/Sergei_Rachmaninoff_cph.3a40575-236x300.jpg 236w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/10\/Sergei_Rachmaninoff_cph.3a40575.jpg 472w\" sizes=\"(max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/><\/p>\n<p>Zum Thema Sergej Rachmaninow haben wir im Henle-Blog schon <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/tag\/rachmaninow\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">etliche Artikel<\/a> ver\u00f6ffentlicht, doch in diesem Jahr darf ein Beitrag zu ihm ganz sicher nicht fehlen. Schlie\u00dflich feiert der Komponist 2023 seinen 150. Geburtstag und steht daher bei uns ganz besonders im Zentrum der Aufmerksamkeit. Zum Jubil\u00e4umsjahr werden wir nicht nur mehrere brandneue Rachmaninow-Urtextausgaben herausbringen (freuen Sie sich z. B. auf die <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Rapsodie+sur+un+th%C3%A8me+de+Paganini+op.+43_1506\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Paganini-Rhapsodie<\/a> und das <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Klavierkonzert+Nr.+3+d-moll+op.+30_1452\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">3. Klavierkonzert<\/a>), sondern haben uns auch eine zus\u00e4tzliche \u00dcberraschung \u00fcberlegt\u2026<!--more--><\/p>\n<p>\u00dcbrigens feiert auch das Editionsprojekt \u201eRachmaninow bei Henle\u201c schon bald einen runden Geburtstag: Vor fast 10 Jahren, im Januar 2014, erschienen unsere ersten Rachmaninow-Urtextausgaben, die sofort gro\u00dfen Anklang bei Pianistinnen und Pianisten auf der ganzen Welt fanden. Insbesondere die vielgeliebten und vielgespielten <em>24 Pr\u00e9ludes<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=24+Pr%C3%A9ludes_1200\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HN 1200<\/a>) sowie die <em>\u00c9tudes-Tableaux<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=%C3%89tudes-Tableaux_1202\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HN 1202<\/a>) mussten wir aufgrund der gro\u00dfen Nachfrage inzwischen schon mehrfach nachdrucken. Das hat uns ermutigt, anl\u00e4sslich des Jubil\u00e4ums eine kleine \u00dcberraschung f\u00fcr alle Rachmaninow-Fans vorzubereiten: im Sommer erscheinen sowohl die <em>24 Pr\u00e9ludes <\/em>als auch die <em>\u00c9tudes-Tableaux<\/em> zus\u00e4tzlich in edlen leinengebundenen Varianten (<a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=24+Pr%C3%A9ludes_1520\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HN 1520<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=%C3%89tudes-Tableaux_1521\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HN 1521<\/a>).<\/p>\n<p>Was uns als Urtext-Verlag besonders freut, ist, dass viele Musiker und K\u00e4ufer unserer Ausgaben mit uns Lektoren in Kontakt treten, um uns auf fragliche Stellen hinzuweisen oder \u00fcber mehrdeutige Lesarten zu diskutieren. Ganz selten findet sich so auch mal ein echter Druckfehler, den wir nat\u00fcrlich bei der n\u00e4chsten Auflage sofort korrigieren. Gerade bei Rachmaninow aber ist die Frage nach \u201arichtig\u2018 oder \u201afalsch\u2018 oft kaum zu beantworten, da seine schillernde und komplexe Harmonik mehrere L\u00f6sungen zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte hier zwei Beispiele aus Rachmaninows <em>Pr\u00e9ludes<\/em> vorstellen, auf die mich Pianisten nach dem Erscheinen der 1. Auflage hingewiesen haben. In beiden F\u00e4llen habe ich mich als Herausgeber daf\u00fcr entschieden, nicht in den originalen Notentext einzugreifen, aber neue Fu\u00dfnoten zu erg\u00e4nzen, die jeweils auf die Problematik hinweisen und zu eigenem Nachdenken und Entscheiden ermutigen sollen.<\/p>\n<p>Im ersten Fall war es kein geringerer als <a href=\"https:\/\/borisgiltburg.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Boris Giltburg<\/a>, der uns ein m\u00f6glicherweise fehlendes Vorzeichen im es-moll-Pr\u00e9lude signalisierte. In Takt 23 ist der 1. Akkord folgenderma\u00dfen notiert (siehe gelbe Markierung):<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_EA.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-10456 size-large\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_EA-1024x261.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"163\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_EA-1024x261.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_EA-300x76.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_EA-768x195.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_EA-1536x391.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_EA-2048x521.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><br \/>\nRachmaninow, Pr\u00e9lude es-moll op. 23 Nr. 9, Erstausgabe A. Gutheil 1903\/04, T. 21\u201323<\/p>\n<p>Die untere Note hat kein Vorzeichen und ist somit laut Generalvorzeichnung ein <em>des<\/em><sup>2<\/sup>, was einen reinen b-moll-Akkord ergibt. Genauso steht es auch im Autograph, und daher auch in unserer Edition. Boris Giltburg vermutet hier aber ein Versehen des Komponisten (es kommt tats\u00e4chlich nicht selten vor, dass Rachmaninow Vorzeichen vergisst, weil er nicht mehr an die Tonartvorzeichnung denkt), und er pl\u00e4diert hier stark f\u00fcr <em>d<\/em><sup>2<\/sup> statt <em>des<\/em><sup>2<\/sup>, also f\u00fcr einen B-dur-Akkord anstelle der klanglich ungew\u00f6hnlichen modalen Aufl\u00f6sung nach b-moll. Weitere stichhaltige Gr\u00fcnde, die f\u00fcr <em>d<\/em><sup>2<\/sup> sprechen, sind die \u00e4hnlichen Stellen in T. 9\/19 (ebenfalls mit <em>d<\/em><sup>2<\/sup>), sowie in T. 23 das Warnvorzeichen vor der 5. Note der rechten Hand \u2013 wieso sollte Rachmaninow hier extra ein b-Vorzeichen notieren, wenn er nicht zuvor ein <em>d<\/em> im Sinn gehabt h\u00e4tte?<\/p>\n<p>Einige sp\u00e4tere Ausgaben haben daher tats\u00e4chlich stillschweigend ein Aufl\u00f6sezeichen vor der Note erg\u00e4nzt, wie etwa diese sowjetische Edition von Pawel Lamm:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Lamm.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-10458 size-large\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Lamm-1024x259.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"162\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Lamm-1024x259.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Lamm-300x76.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Lamm-768x194.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Lamm-1536x389.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Lamm.jpg 1805w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es gibt allerdings auch gute Argumente gegen eine \u00c4nderung. So steht ein b-Warnvorzeichen in T. 23 auch vor der 4. Note <em>ces<\/em><sup>2<\/sup>, ohne dass direkt vorher ein <em>c<\/em> gekommen w\u00e4re (in T. 22 steht zwar ein <em>c<\/em><sup>2<\/sup> auf Z\u00e4hlzeit 3, aber die linke Hand hat auf Z\u00e4hlzeit 4 bereits wieder <em>ces<\/em><sup>1<\/sup>). Vielleicht sind beide Warnvorzeichen nur durch die Aufl\u00f6sung der 2. Note T. 23 verursacht. Au\u00dferdem \u00e4hnelt Takt 9 nur ungef\u00e4hr dem Takt 23, ist aber keine wirkliche Parallelstelle; z. B. ist der H\u00f6hepunkt in T. 9 auf dem 1. Akkord, w\u00e4hrend in T. 23 die Phrase gewisserma\u00dfen \u201e\u00fcbers Ziel hinausschie\u00dft\u201c und erst auf Z\u00e4hlzeit 2 (dem <em>des<\/em><sup>3<\/sup>!) kulminiert \u2013 man beachte auch die unterschiedliche Dynamik und Fortsetzung der jeweiligen Passage.<\/p>\n<p>Daher habe ich die \u201esalomonische\u201c L\u00f6sung einer Fu\u00dfnote gew\u00e4hlt, die dem Spieler die Entscheidung einer \u00c4nderung selbst \u00fcberl\u00e4sst:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Henle.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-10457 size-large\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Henle-1024x311.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Henle-1024x311.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Henle-300x91.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Henle-768x233.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Henle-1536x466.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude23-9_Henle.jpg 1902w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><br \/>\nRachmaninow, Pr\u00e9lude es-moll op. 23 Nr. 9, Neuausgabe G. Henle 2014, T. 21\u201323<\/p>\n<p>Den zweiten Hinweis verdanke ich dem Pianisten Mark Sullivan aus Kalifornien. Er schrieb mir vor einiger Zeit zu einem m\u00f6glicherweise fehlenden Vorzeichen im Pr\u00e9lude gis-moll op. 32 Nr. 12. Bereits im Zuge meiner Editionsarbeit war mir 2013 beim Quellenvergleich aufgefallen, dass in T. 18 auf der letzten Z\u00e4hlzeit der linken Hand sicher ein <em>h<\/em> gemeint sein muss, auch wenn im Autograph und in der Erstausgabe das Aufl\u00f6sezeichen fehlt (siehe im Notenbeispiel die gr\u00fcne Markierung):<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_EA.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-10459 size-large\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_EA-1024x449.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_EA-1024x449.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_EA-300x131.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_EA-768x336.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_EA-1536x673.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_EA.jpg 1961w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><br \/>\nRachmaninow, Pr\u00e9lude gis-moll op. 32 Nr. 12, Erstausgabe A. Gutheil 1910\/11, T. 16\u201319<\/p>\n<p>Abgesehen davon, dass der hier notierte his-moll-Akkord im Kontext klanglich sehr zweifelhaft w\u00e4re, zeigt das direkt darauffolgende <em>H<\/em> in der Sechzehntelfigur, dass es sich sicher nur um ein Versehen handelt. Daher habe ich in T. 18 ein Aufl\u00f6sezeichen erg\u00e4nzt, das aber durch die Klammerung als Herausgeberzusatz gekennzeichnet ist:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_Henle.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-10460 size-large\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_Henle-1024x525.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_Henle-1024x525.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_Henle-300x154.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_Henle-768x394.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_Henle-1536x788.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/03\/prelude32-12_Henle.jpg 1913w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><br \/>\nRachmaninow, Pr\u00e9lude gis-moll op. 32 Nr. 12, Neuausgabe G. Henle 2014, T. 16\u201319<\/p>\n<p>Mark Sullivans plausible Vermutung ist nun, dass auch in T. 16 an der analogen Stelle ein Vorzeichen zu erg\u00e4nzen ist (siehe gelbe Markierung), n\u00e4mlich ein Kreuz vor dem <em>fis<\/em><sup>1<\/sup> (anstelle <em>fisis<\/em><sup>1<\/sup> wie zuvor). Diese Frage ist durch den musikalischen Kontext leider weniger eindeutig zu beantworten als im vorigen Fall. Das Zusammenprallen von (harmonischem) <em>fisis<\/em><sup>1<\/sup> in linker Hand und (melodisch-motivischem) <em>fis<\/em><sup>2<\/sup> \/<em>fis<\/em><sup>3<\/sup> in rechter Hand gibt in jedem Fall noch keinen Grund zum Misstrauen, denn dies passiert auch in T. 18. Die ausdr\u00fccklichen Warnvorzeichen vor dem letzten Akkord der rechten Hand in T. 16 (diese Kreuze sind ja eigentlich nicht n\u00f6tig) k\u00f6nnten sogar ein Hinweis auf genau diesen bewusst gewollten Querstand sein.<\/p>\n<p>Ein starkes Argument f\u00fcr Sullivans These gibt allerdings Rachmaninow selbst in seiner eigenen Einspielung des gis-moll-Pr\u00e9lude \u2013 ich h\u00f6re hier <em>fis<\/em><sup>1<\/sup>:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Rachmaninov plays Rachmaninov Prelude op.32 no.12\" width=\"640\" height=\"480\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/qNDz3-Uaf6o?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Allerdings stammt diese Schallplattenaufnahme von 1921, entstand also \u00fcber 10 Jahre nach Komposition des St\u00fccks. Es ist bekannt, dass sich Rachmaninow in sp\u00e4teren Jahren bei der Interpretation eigener Werke kleine Freiheiten erlaubte und neue Varianten einbaute, bis hin zu vollst\u00e4ndigen Revisionen (man denke an seine <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2018\/10\/29\/rachmaninow-revidiert-rachmaninow-zu-den-zwei-fassungen-der-2-klaviersonate-op-36\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2. Klaviersonate<\/a>\u2026). Es ist gut m\u00f6glich, dass er zum Zeitpunkt der Komposition und der Erstausgabe noch <em>fisis<\/em><sup>1<\/sup> meinte und spielte. Daher habe ich hier im Zweifel f\u00fcr die Notation der Quelle entschieden und lediglich mit einer Fu\u00dfnote auf das m\u00f6gliche <em>fis<\/em><sup>1<\/sup> hingewiesen.<\/p>\n<p>Welche Varianten w\u00fcrden Sie jeweils bevorzugen? Gibt es weitere Argumente pro oder contra Vorzeichen, oder was sagt Ihr musikalisches \u201eGef\u00fchl\u201c? Schreiben Sie uns einen Kommentar!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Thema Sergej Rachmaninow haben wir im Henle-Blog schon etliche &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2023\/03\/13\/happy-birthday-sergej\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[88,301,20,3,328,82],"tags":[19,161,80],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10450"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10450"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10450\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11312,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10450\/revisions\/11312"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}