{"id":10615,"date":"2023-08-14T08:00:52","date_gmt":"2023-08-14T06:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.henle.de\/blog\/de\/?p=10615"},"modified":"2024-08-27T12:36:44","modified_gmt":"2024-08-27T10:36:44","slug":"rachmaninows-paganini-rhapsodie-und-die-schaetze-in-der-library-of-congress","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2023\/08\/14\/rachmaninows-paganini-rhapsodie-und-die-schaetze-in-der-library-of-congress\/","title":{"rendered":"Rachmaninows Paganini-Rhapsodie und die Sch\u00e4tze in der Library of Congress"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_10626\" style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/kompri-scaled.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-10626\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-10626\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/kompri-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/kompri-scaled.jpg 2560w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/kompri-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/kompri-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/kompri-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/kompri-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/kompri-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10626\" class=\"wp-caption-text\">Quellenmappen im Verlagsarchiv<\/p><\/div>\n<p>Es geh\u00f6rt zu meinen gro\u00dfen Privilegien als Urtextherausgeber und -lektor, dass ich gelegentlich zu den Quellen reisen darf, und f\u00fcr mich z\u00e4hlten schon immer die Aufenthalte im Performing Arts-Lesesaal der <a href=\"https:\/\/www.loc.gov\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Library of Congress<\/a> zu den H\u00f6hepunkten des Arbeitslebens. Unter den kaum \u00fcberschaubaren Sch\u00e4tzen in Washington D.C. findet sich auch das Autograf von Rachmaninows Paganini-Rhapsodie.<!--more-->Unsere Arbeit als Herausgeber und Lektoren im G. Henle Verlag w\u00e4re ohne Einsicht in die Quellen der Werke, die wir edieren wollen, nicht m\u00f6glich. Seit der Gr\u00fcndung des Verlags vor 75 Jahren haben sich in unserem Quellenarchiv \u00fcber 40.000 Reproduktionen eingefunden, aus \u00f6ffentlichen Bibliotheken und Archiven geordert, von Privatsammlern, Antiquariaten oder Auktionsh\u00e4usern zur Verf\u00fcgung gestellt. (Einen Einblick in diesen Beschaffungsprozess k\u00f6nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/reel\/CpKxliZIBi8\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> auf unserem Instagram-Kanal erhalten.) \u00dcber die Jahre und Jahrzehnte halfen uns viele gute Seelen mit teils zeitaufw\u00e4ndigen Recherchen, ob und wo sich vielleicht die ein oder andere \u201everlorene\u201c und noch nicht katalogisierte Quelle befinden k\u00f6nnte. Eine Arbeit, die nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, und f\u00fcr die wir unendlich dankbar sind.<\/p>\n<p>Doch es gibt Situationen, in denen nicht die Quellen zu uns kommen, sondern wir zu den Quellen reisen m\u00fcssen. Denn desto weiter wir uns im Erschlie\u00dfen der gro\u00dfen Musik des 20. Jahrhunderts voran bewegen \u2013 <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/suche\/?Komponisten=S&amp;Komponist=Strauss%2C+Richard\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Richard Strauss<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/suche\/?Komponisten=S&amp;Komponist=Sch%C3%B6nberg%2C+Arnold\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arnold Sch\u00f6nberg<\/a> und bald auch Sergej Prokofjew finden sich inzwischen in unserem Urtextkatalog \u2013, desto h\u00e4ufiger behindern noch bestehende Urheberrechte unsere Editionsarbeit. Bekanntlich sch\u00fctzen Urheberrechte (d.h. das Copyright) Komponistinnen und Komponisten und deren h\u00e4ufig exklusiv Verwertende \u2013 z.B. Verlage oder Klassiklabels \u2013 davor, dass f\u00fcr eine gewisse Zeit nach dem Tod der Urheber andere mit Ver\u00f6ffentlichungen aktiv werden k\u00f6nnen. In vielen L\u00e4ndern der Welt betr\u00e4gt diese Schutzfrist 70 Jahre, so auch in Deutschland. Diese Frist m\u00fcssen wir im G. Henle Verlag abwarten, bis wir die Werke als Urtextausgabe ver\u00f6ffentlichen d\u00fcrfen. Doch gibt es in einigen f\u00fcr uns wichtigen M\u00e4rkten l\u00e4ngere Fristen, die den Verkauf dieser Ausgaben verhindern. So betr\u00e4gt zum Beispiel die Frist in den USA 95 Jahre nach Erscheinen der Erstausgabe eines Werkes (unabh\u00e4ngig vom Todesjahr der Komponisten). Diese Fristen sind nicht nur f\u00fcr den Verkauf einer Ausgabe entscheidend, sie finden auch bei der Frage Ber\u00fccksichtigung, ob eine Bibliothek oder ein Archiv uns Reproduktionen zur Verf\u00fcgung stellen darf. Ist die Frist nicht abgelaufen, wird uns die Lieferung normalerweise zurecht verweigert.<\/p>\n<p>Und damit sind wir beim Grund meiner Reisen zur Library of Congress angekommen: F\u00fcr einige Werke, die ich in den letzten 20 Jahren herausgegeben habe und die in Deutschland und vielen anderen L\u00e4ndern nach der 70-Jahres-Frist urheberrechtsfrei wurden, bestand \u2013 als ich meine Arbeit aufnahm \u2013 noch Schutz in den USA. Dort lagen aber die wichtigsten Quellen dieser Werke. In diesem Zusammenhang ist die Performing Arts-Abteilung der Library of Congress die wohl bedeutendste Anlaufstelle. In deren fu\u00dfballfeldgro\u00dfen Archivr\u00e4umen und volumin\u00f6sen Tresoren, unzug\u00e4nglich f\u00fcr \u201eNormalsterbliche\u201c, lagert ein musikalischer Schatz gigantischen Ausma\u00dfes. Wer sich allein \u00fcber die Sondersammlungen einen Einblick verschaffen will, dem sei dieser Link zu den Findhilfen empfohlen: <a href=\"https:\/\/findingaids.loc.gov\/browse\/locations\/MUS\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Library of Congress Finding Aids: Browse by LC Location<\/a>. Einige Quellen sind inzwischen online als Reproduktionen einsehbar, ein Luxus, der mir vor 20 Jahren noch verwehrt blieb: <a href=\"https:\/\/www.loc.gov\/notated-music\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Notated Music, Available Online | Library of Congress (loc.gov)<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_10631\" style=\"width: 1796px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/Performing-Arts-Lesesaal.png\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-10631\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10631\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/Performing-Arts-Lesesaal.png\" alt=\"Performing Arts Lesesaal\" width=\"1786\" height=\"1187\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/Performing-Arts-Lesesaal.png 1786w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/Performing-Arts-Lesesaal-300x199.png 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/Performing-Arts-Lesesaal-1024x681.png 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/Performing-Arts-Lesesaal-768x510.png 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/Performing-Arts-Lesesaal-1536x1021.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 1786px) 100vw, 1786px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10631\" class=\"wp-caption-text\">Der Performing Arts Lesesaal mit Rachmaninows originalem Schreibtisch und Natalie Wanamaker Javier, der Urenkelin des Komponisten. @Katya Chilingiri<\/p><\/div>\n<p>Seit 2006 bin ich regelm\u00e4\u00dfig aus diesem Grund in die USA gereist und hatte das gro\u00dfe Vergn\u00fcgen und die Ehre, in der Library of Congress arbeiten zu d\u00fcrfen, beraten und unterst\u00fctzt von einem gro\u00dfartigen Team in der Performing Arts-Abteilung. Erschienen sind unter diesen Umst\u00e4nden Gershwins <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/Preludes-for-Piano\/HN-858\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Preludes<\/em><\/a> f\u00fcr Klavier, sein <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/Lullaby\/HN-1224\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Lullaby<\/em><\/a> f\u00fcr Streichquartett und erst k\u00fcrzlich nach 10 Jahren Vorarbeiten sein <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/Concerto-in-F\/HN-859\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Concerto in F<\/em><\/a>. Au\u00dferdem von Sergej Rachmaninow die <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/Corelli-Variationen-op.-42\/HN-1206\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Corelli-Variationen<\/em> op. 42<\/a> und die <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/Rapsodie-sur-un-theme-de-Paganini-op.-43\/HN-1506\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Paganini-Rhapsodie<\/em> op. 43<\/a>. F\u00fcr viele Ausgaben weitere unseres Lektoratsteams konnte ich \u00fcber die Jahre au\u00dferdem Quellen einsehen, so etwa f\u00fcr das k\u00fcrzlich erschienene <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/Kontrabasskonzert-op.-3\/HN-1451\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kontrabasskonzert op. 3<\/a> von Serge Koussevitsky. Au\u00dferdem konnten wir aus einigen K\u00fcnstlernachl\u00e4ssen, etwa dem von Wanda Landowska, Fingersatzbezeichnungen f\u00fcr unsere Henle Library App \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Die Paganini-Rhapsodie erscheint zusammen mit unserem Kooperationspartner Breitkopf &amp; H\u00e4rtel sowohl in voller Orchesterpartitur samt Stimmen als auch im Klavierauszug. Alle f\u00fcr die Edition relevanten Quellen befinden sich in Rachmaninows in der Library of Congress aufbewahrtem Nachlass. Ich konnte dort das Autograf der Orchesterpartitur einsehen, die Erstausgaben der Partitur und des Klavierauszugs studieren und zwei Exemplare der Partitur-Erstausgabe mit Dirigenteneintragungen untersuchen.<\/p>\n<div id=\"attachment_10620\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/1845px-Sergei_Rachmaninoff_LOC_31755.jpeg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-10620\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-10620\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/1845px-Sergei_Rachmaninoff_LOC_31755.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"351\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/1845px-Sergei_Rachmaninoff_LOC_31755.jpeg 1845w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/1845px-Sergei_Rachmaninoff_LOC_31755-256x300.jpeg 256w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/1845px-Sergei_Rachmaninoff_LOC_31755-875x1024.jpeg 875w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/1845px-Sergei_Rachmaninoff_LOC_31755-768x899.jpeg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/1845px-Sergei_Rachmaninoff_LOC_31755-1313x1536.jpeg 1313w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/1845px-Sergei_Rachmaninoff_LOC_31755-1750x2048.jpeg 1750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10620\" class=\"wp-caption-text\">Sergej Rachmaninow (1873\u20131943)<\/p><\/div>\n<p>Sie kennen es vielleicht schon von meinem Kollegen Dominik Rahmer: Rachmaninow war ein <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2023\/07\/10\/rachmaninow-anmerkungen-zu-opus-3-und-16\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">exzellenter Herausgeber seiner eigenen Werke<\/a>. Das Autograf, das gleichzeitig Stichvorlage f\u00fcr die Erstausgabe der Partitur war, ist sehr pr\u00e4zise notiert (leider darf ich hier aufgrund der erw\u00e4hnten Copyright-Bestimmungen keine Abbildungen zeigen). Auch wenn es urspr\u00fcnglich als eine Reinschrift angelegt war, finden sich darin zahlreiche Korrekturen und \u00c4nderungen von der Hand Rachmaninows. Die Partitur der Erstausgabe ist mit erstaunlicher Genauigkeit umgesetzt, bringt allerdings einige wenige Lesarten, die sich im Autograf nicht finden. Rachmaninow hat also w\u00e4hrend des Korrekturlesens der Partitur dort Dinge ge\u00e4ndert, die er nicht in sein Autograf r\u00fcck\u00fcbertragen hat. Dadurch wird f\u00fcr mich als Herausgeber der Druck automatisch zur \u201eFassung letzter Hand\u201c, das Autograf hilft mir, eventuelle Fehler in der Erstausgabe zu ermitteln (davon gibt es aber, wie gesagt, nur sehr wenige).<\/p>\n<div id=\"attachment_10624\" style=\"width: 276px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/EA.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-10624\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-10624\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/EA.png\" alt=\"\" width=\"266\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/EA.png 1229w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/EA-221x300.png 221w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/EA-755x1024.png 755w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/EA-768x1041.png 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2023\/08\/EA-1133x1536.png 1133w\" sizes=\"(max-width: 266px) 100vw, 266px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10624\" class=\"wp-caption-text\">Titelblatt der Erstausgabe<\/p><\/div>\n<p>Problematischer gestaltet sich allerdings die Lage, wenn es um den Solo-Klavierpart geht. Denn wenige Monate nach der Orchesterpartitur erschien auch der Klavierauszug der Rhapsodie, vermutlich nach einem heute verlorenen Autograf, in dem Rachmaninow den von ihm selbst erstellten Auszug niederschrieb. In diesem Klavierauszug gibt es nun zum einen in der Klavier-Solo-Stimme Erg\u00e4nzungen und \u00c4nderungen gegen\u00fcber der Partitur-Erstausgabe. (Nur ein kleines Beispiel: Gleich in den ersten Takten erg\u00e4nzte Rachmaninow zu den Oktaven im Klavier jeweils einen Akzent.) Da der Klavierauszug chronologisch sp\u00e4ter entstand, muss ich diese Erg\u00e4nzungen und \u00c4nderungen ernst nehmen und die Solo-Klavierstimme des Auszugs als \u201eFassung letzter Hand\u201c behandeln. Nun ist es aber so, dass zum anderen der Klavierauszug deutlich weniger sorgf\u00e4ltig gestochen und Korrektur gelesen wurde. In ihm finden sich einige offensichtliche Fehler und Auslassungen. Nicht immer l\u00e4sst sich endg\u00fcltig entscheiden, ob es sich um Fehler oder um bewusste \u00c4nderungen handelt. Eine schwierige Situation f\u00fcr mich als Herausgeber. Sie f\u00fchrte zu einigen Fu\u00dfnoten im Klavierauszug und zu einem recht umfangreichen Bemerkungsapparat in der Ausgabe. Denn wie immer gilt das Prinzip der Transparenz: Ich muss meine Entscheidungen offenlegen und erl\u00e4utern, alternative Lesarten vorstellen und letztlich dem Interpreten eine Hilfe an die Hand geben, sich gegebenenfalls hinsichtlich des Notentextes anders zu entscheiden. Wir hoffen nat\u00fcrlich immer, dass man sich dieser Hilfsmittel flei\u00dfig bedient.<\/p>\n<p>In diesem Sinne freue ich mich schon jetzt, von Ihnen zu h\u00f6ren, falls Sie Einspruch gegen meine Herausgeberentscheidungen erheben wollen. Und w\u00fcnsche Ihnen mit der ersten Urtextausgabe der Paganini-Rhapsodie ein gutes Musizieren!<\/p>\n<p>Ihr<br \/>\nNorbert Gertsch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es geh\u00f6rt zu meinen gro\u00dfen Privilegien als Urtextherausgeber und -lektor, &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2023\/08\/14\/rachmaninows-paganini-rhapsodie-und-die-schaetze-in-der-library-of-congress\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10615"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10615"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10615\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11287,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10615\/revisions\/11287"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10615"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10615"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10615"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}