{"id":11676,"date":"2025-06-10T14:15:13","date_gmt":"2025-06-10T12:15:13","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/?p=11676"},"modified":"2025-06-10T14:13:55","modified_gmt":"2025-06-10T12:13:55","slug":"rostropowitsch-und-atowmjan-die-zwei-geburtshelfer-von-prokofjews-cellosonate-op-119","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2025\/06\/10\/rostropowitsch-und-atowmjan-die-zwei-geburtshelfer-von-prokofjews-cellosonate-op-119\/","title":{"rendered":"Rostropowitsch und Atowmjan \u2013 die zwei Geburtshelfer von Prokofjews Cellosonate op. 119"},"content":{"rendered":"<p>Mstislav Rostropowitsch gilt als einer der gr\u00f6\u00dften Cellisten des 20. Jahrhunderts. Seine Kunst hat zahlreiche Komponisten rund um den Globus zu Werken f\u00fcr das Cello inspiriert \u2013 so auch Prokofjew zu seiner Cellosonate op. 119. Umso \u00fcberraschender war es f\u00fcr mich bei der Vorbereitung unserer neuen Urtext-Ausgabe dieser Sonate, dass neben Rostropowitsch noch ein weiterer Musiker eine ganz wesentliche Rolle bei der Entstehung und Verbreitung dieses Werkes spielte \u2013 wenn auch auf ganz andere Weise: Lewon Atowmjan, der auch Widmungstr\u00e4ger der Sonate ist. Grund genug, sich diesen Mann im Hintergrund einmal genauer anzuschauen!<a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/HN_1625_A_Prokofjew-1-scaled.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-11681\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/HN_1625_A_Prokofjew-1-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/HN_1625_A_Prokofjew-1-scaled.jpg 2560w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/HN_1625_A_Prokofjew-1-300x128.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/HN_1625_A_Prokofjew-1-1024x438.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/HN_1625_A_Prokofjew-1-768x329.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/HN_1625_A_Prokofjew-1-1536x658.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/HN_1625_A_Prokofjew-1-2048x877.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><!--more-->Der ausgebildete Musiker war seit 1930 in verschiedenen Gremien des sowjetischen Kulturapparates t\u00e4tig und hatte \u2013 wie der Prokofjew-Biograph Simon Morrison es so sch\u00f6n formuliert \u2013 selbst f\u00fcr die chaotischen Standards der Stalin-\u00c4ra eine ausgesprochen turbulente Karriere, in der staatliche Machtpositionen mit Amtsverlust und Zwangsarbeit wechselten. Als Vorsitzender der Allrussischen Gesellschaft der sowjetischen Dramatiker und Komponisten kam er 1932 in Kontakt mit dem damals in Paris lebenden Prokofjew, den er nicht nur mit Kompositionsauftr\u00e4gen und Konzertauftritten in der Sowjetunion versorgte, sondern auch \u2013 wie von offizieller Seite gew\u00fcnscht \u2013 zur dauerhaften R\u00fcckkehr in seine Heimat bewegen konnte.<\/p>\n<div id=\"attachment_11684\" style=\"width: 130px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/Prokofiev_1936.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11684\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11684\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/Prokofiev_1936.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"159\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/Prokofiev_1936.jpg 472w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/Prokofiev_1936-226x300.jpg 226w\" sizes=\"(max-width: 120px) 100vw, 120px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-11684\" class=\"wp-caption-text\">Sergej Prokofjew, 1936<\/p><\/div>\n<p>W\u00e4hrend Prokofjew ab 1936 in Moskau zum hochgeehrten sowjetischen Staatskomponisten aufstieg, wurde Atowmjan vom Zentralkomitee nach Turkmenistan versetzt, wo er 1937\/38 in einen b\u00fcrokratischen Skandal verwickelt wurde, der eine Verurteilung zu zehn Jahren Zwangsarbeit im n\u00f6rdlichen Ural nach sich zog. Nach seiner \u00fcberraschenden Rehabilitierung im Sommer 1939 \u00fcbernahm Atowmjan 1940 die Leitung von Muzfond, der F\u00f6rdereinrichtung des Sowjetischen Komponistenverbandes, sp\u00e4ter auch eine f\u00fchrende Position beim staatlichen Musikverlag Muzgiz. Damit wurde er zu einer zentralen Figur des musikalischen Lebens in der Sowjetunion, denn ihm oblag es, die Komponisten mit bezahlten Auftr\u00e4gen f\u00fcr ihre Werke zu versorgen, die zur Ver\u00f6ffentlichung n\u00f6tigen Auff\u00fchrungen vor den staatlichen Gremien zu organisieren und schlie\u00dflich auch die Drucklegung der Werke zu betreuen \u2013 bis hin zum Verkauf von Drucklizenzen in den Westen f\u00fcr harte W\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Die ausf\u00fchrliche Korrespondenz zwischen dem w\u00e4hrend der Kriegsjahre nach Alma-Ata evakuierten Komponisten und dem Moskauer Musikfunktion\u00e4r belegt eindr\u00fccklich, in welchem Ma\u00dfe sich Atowmjan neben diesen offiziellen Fragen auch pers\u00f6nlich f\u00fcr Prokofjew einsetzte, sei es bei der Beschaffung von Notenpapier oder der Versorgung der in Moskau zur\u00fcckgebliebenen Familie. Zugleich wurde er immer mehr zu Prokofjews k\u00fcnstlerischem Assistenten, indem er Klavierausz\u00fcge seiner B\u00fchnenwerke erstellte \u2013 deren gedruckte Ver\u00f6ffentlichung wiederum eine wichtige Einnahmequelle bedeutete.<\/p>\n<div id=\"attachment_11688\" style=\"width: 380px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/Prokofjew-Atowmjan.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11688\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11688\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/Prokofjew-Atowmjan.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/Prokofjew-Atowmjan.jpg 767w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/Prokofjew-Atowmjan-300x287.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-11688\" class=\"wp-caption-text\">Im Vordergrund: Sergej Prokofjew (links), Lewon Atowmjan (rechts),<br \/>Abbildung aus Simon Morrison: <em>The People&#8217;s Artist. Prokofiev&#8217;s Soviet<\/em> <em>Years<\/em>, 2009.<\/p><\/div>\n<p>Nach dem Krieg wendete sich das Blatt erneut: Die G\u00e4ngelungen durch den stalinistischen Kulturbetrieb verst\u00e4rkten sich, zugleich wurde Muzfond 1948 in einen gro\u00dfen finanziellen und politischen Skandal verwickelt, bei dem Atowmjan seinen Posten verlor \u2013 man beschuldigte ihn, einige Komponisten durch \u00fcppige Provisionen, zinslose Darlehen und Vorteile bei der Wohnungssuche bevorzugt behandelt zu haben. Zu diesen geh\u00f6rte auch Prokofjew, dessen vormals so gesch\u00e4tzte Werke nun als dekadent abgestempelt wurden und von der B\u00fchne verschwanden.<\/p>\n<p>So war die Situation, als Prokofjew im Mai 1949 zur\u00fcckgezogen in seinem Landhaus in Nikolina Gora seine Cellosonate f\u00fcr den jungen Starcellisten Mstislav Rostropowitsch vollendete. Im Dezember 1947 hatte der gerade 20-j\u00e4hrige den Komponisten mit einer Auff\u00fchrung seines fr\u00fchen Cellokonzerts so begeistert, dass dieser ihm anschlie\u00dfend ein auf seine F\u00e4higkeiten zugeschnittenes Werk versprach. Rostropowitsch erinnerte sich sp\u00e4ter, dass er die Sonate von Prokofjew im Sommer 1949 zusammen mit einer Einladung nach Nikolina Gora erhielt, \u201eum das neue Werk durchzuspielen und ihm mitzuteilen, was mir bei der Einstudierung aufgefallen sei\u201c. Mit Atowmjan begab er sich also im Juni 1949 nach Nikolina Gora, wo beim gemeinsamen Musizieren mit Prokofjew offenbar noch einige Ver\u00e4nderungen im Cellopart vorgenommen wurden. Leider sind diese Eingriffe nicht in dem erhaltenen Partiturautograph festgehalten \u2013 aber sie lassen sich aus dem Vergleich mit der 1951 erschienenen Erstausgabe des Werkes erkennen.<\/p>\n<div id=\"attachment_11687\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/BY-MIn_Prokofjew-op.-119_EA_\u0410\u041d78_7995-1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11687\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11687\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/BY-MIn_Prokofjew-op.-119_EA_\u0410\u041d78_7995-1.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"404\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-11687\" class=\"wp-caption-text\">Titelseite Cellosonate op. 119, Erstausgabe,<br \/>Minsk, Nationalbibliothek von Belarus<\/p><\/div>\n<p>Dieser Vergleich zeigt zun\u00e4chst einmal \u2013 wenig \u00fcberraschend \u2013, dass die \u00c4nderungen nicht grundlegende kompositorische Aspekte wie die Themengestalt und musikalische Form der Sonate betrafen, sondern klangfarbliche Aspekte und spielpraktische Fragen wie Oktavlage und Figuration von Akkorden. So zeigte das Partiturautograph am Ende des Kopfsatzes (ab T. 231) in dem wiederholten C-dur-Klang auf Eins urspr\u00fcnglich nicht die raffinierte Kombination von zwei gezupften und zwei gestrichenen T\u00f6nen und statt des Flageolett-Tremolos lediglich einen getrillerten Halteton <em>g<\/em><sup>1<\/sup>.<\/p>\n<div id=\"attachment_11691\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/NB1ab.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11691\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11691\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/NB1ab.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"497\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-11691\" class=\"wp-caption-text\">1. Satz T. 231\u2013Schluss<br \/>oben: urspr\u00fcngliche Variante des Autographs<br \/>unten: endg\u00fcltige Variante der Erstausgabe<\/p><\/div>\n<p>Auch im II. Satz war das kurz vor Schluss in der Coda \u00fcber dem Hauptthema im Klavier als gespenstische Gegenstimme einsetzende Quartflageolett des Cellos zun\u00e4chst vom Komponisten nicht vorgesehen. Vielmehr notierte Prokofjew eine bereits fr\u00fcher einsetzende, schlichtere Begleitung in hoher Lage.<\/p>\n<div id=\"attachment_11698\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/NB2ab.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11698\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11698\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/NB2ab.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"491\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-11698\" class=\"wp-caption-text\">2. Satz T. 105\u2013110<br \/>oben: urspr\u00fcngliche Variante des Autographs<br \/>unten: endg\u00fcltige Variante der Erstausgabe<\/p><\/div>\n<p>W\u00e4hrend solche Effekte die Virtuosit\u00e4t des Soloparts deutlich erh\u00f6hten, sorgte der Cellist an anderen Stellen aber auch f\u00fcr Erleichterung: Etwa durch \u00c4nderung der Akkordgriffe im I. Satz, wo in T. 23 zun\u00e4chst die ungleich schwerer zu greifende Kombination <em>Cis<\/em>\/<em>Ais<\/em>\/<em>fis\/cis<\/em><sup>1<\/sup> notiert war.<\/p>\n<div id=\"attachment_11699\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/NB3ab.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11699\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11699\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/NB3ab.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/NB3ab.jpg 2553w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/NB3ab-300x249.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/NB3ab-1024x851.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/NB3ab-768x638.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/NB3ab-1536x1277.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2025\/06\/NB3ab-2048x1702.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-11699\" class=\"wp-caption-text\">1. Satz T. 23<br \/>oben: urspr\u00fcngliche Variante des Autographs<br \/>unten: endg\u00fcltige Variante der Erstausgabe<\/p><\/div>\n<p>Ebenfalls in R\u00fccksprache mit Rostropowitsch entstand die alternative L\u00f6sung f\u00fcr den Schluss der Sonate, die auch einen ver\u00e4nderten Klaviersatz zur Folge hatte. Diese Version ist bereits im Partiturautograph skizziert. Die Entscheidung dar\u00fcber, in welcher Form dies in der Druckausgabe wiederzugeben sei, \u00fcberlie\u00df Prokofjew allerdings interessanterweise den beiden Interpreten der ersten Auff\u00fchrungen \u2013 wie wiederum durch seine Korrespondenz mit Atowmjan belegt ist.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1950 hatte Rostropowitsch die Sonate gemeinsam mit dem Pianisten Swjatoslaw Richter erfolgreich in Moskau uraufgef\u00fchrt \u2013 allerdings in Abwesenheit des Komponisten, der seit einem Schlaganfall gesundheitlich sehr eingeschr\u00e4nkt war und sich damals im Krankenhaus befand. Nun sollte das Werk in Druck gehen, wof\u00fcr Prokofjew von Rostropowitsch das (heute verschollene) Auff\u00fchrungsmaterial erhielt, das als Stichvorlage dienen sollte \u2013 daf\u00fcr aber vollkommen ungeeignet war. Entsetzt musste Prokofjew feststellen, dass sich darin teils zwischen Partitur und Solostimme widerspr\u00fcchliche Eintragungen und unklare \u00c4nderungen fanden, so auch zum Ende der Sonate. \u201eWie endet die Sonate?\u201c, fragte er Atowmjan im Juni 1950. \u201eWie Sie wissen, wollte ich zwei Varianten, d. h. <em>ossia<\/em>. Nun: Wenn die 1.\u00a0Variante vollkommen ungeeignet ist, dann ist sie es nicht wert, ver\u00f6ffentlicht zu werden. Das sollen Rostropowitsch\u00a0+ Richter entscheiden. [\u2026] Leider bin ich nicht in der Lage, mich um die Korrekturen zu k\u00fcmmern und aufzur\u00e4umen. Deshalb bitte ich Sie als hinreichend erfahrenen Herausgeber, die Sonate in eine angemessene Form zu bringen.\u201c<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Prokofiev: Sonata for cello and piano Op. 119 - Mstislav Rostropovich &amp; Sviatoslav Richter\" width=\"640\" height=\"480\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/vHIdzZ1P1pg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Dieser verantwortungsvollen Aufgabe kam Atowmjan mit bewundernswerter Energie und Akribie nach, indem er nicht nur binnen einer Woche selbst eine saubere Stichvorlage herstellte, sondern auch die diversen Korrekturg\u00e4nge mit dem kranken Komponisten und dem inzwischen international reisenden Cellisten \u00fcber immerhin anderthalb Jahre koordinierte, bis die Erstausgabe im Herbst 1951 endlich erscheinen konnte. Die Qualit\u00e4t seiner Arbeit k\u00f6nnen wir heute daran ermessen, dass bei der Edition unserer Urtextausgabe nur vergleichsweise wenig Fehler der Erstausgabe zu korrigieren waren. Rostropowitsch als erster Interpret hat die Sonate weltber\u00fchmt gemacht \u2013 aber Atowmjan haben wir es zu verdanken, dass sie diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs bereits 1951\/52 gedruckt erschien und so binnen kurzem zu einem Kernst\u00fcck des Cello-Repertoires werden konnte. Kein Wunder, dass ihm der Komponist dies mit der Widmung der Sonate auch gedankt hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mstislav Rostropowitsch gilt als einer der gr\u00f6\u00dften Cellisten des 20. &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2025\/06\/10\/rostropowitsch-und-atowmjan-die-zwei-geburtshelfer-von-prokofjews-cellosonate-op-119\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[87,88,6,341,3,902,425,408,793],"tags":[109,901,859,865],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11676"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11676"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11676\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11717,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11676\/revisions\/11717"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}