{"id":12109,"date":"2026-07-13T08:00:48","date_gmt":"2026-07-13T06:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/?p=12109"},"modified":"2026-07-13T09:43:47","modified_gmt":"2026-07-13T07:43:47","slug":"am-ende-einer-grossen-komponistinnenlaufbahn-emilie-mayers-cellosonate-in-d-dur-op-47-neu-im-henle-urtext","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2026\/07\/13\/am-ende-einer-grossen-komponistinnenlaufbahn-emilie-mayers-cellosonate-in-d-dur-op-47-neu-im-henle-urtext\/","title":{"rendered":"Am Ende einer gro\u00dfen Komponistinnenlaufbahn: Emilie Mayers Cellosonate in D-dur op. 47 \u2013 neu im Henle-Urtext"},"content":{"rendered":"<p>Die nicht mehr ganz jungen <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN-1688.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-12110\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN-1688-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"264\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN-1688-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN-1688.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Menschen werden sich erinnern. Es war in den 1990er Jahren, man zahlte in Deutschland mit der letzten Serie von D-Mark-Scheinen. Der Liter Benzin kostete weniger als zwei Mark, der TSV 1860 M\u00fcnchen spielte in hellblauen Trikots in der ersten Bundesliga. Ebenfalls blau waren schon damals die Henle-Urtext-Ausgaben \u2013 und wer in bar die 18 Mozart-Klaviersonaten von Henle (HN 1 und HN 2), 60 Liter Benzin oder ein 1860er-Fu\u00dfballtrikot bezahlte, nahm wom\u00f6glich einen blauen Schein zur Hand. Vorne war das Bildnis einer Frau zu sehen, hinten ein alter Fl\u00fcgel. Clara Schumann war es, die den 100-Markschein zierte. Jeder kannte sie. Aber wussten all jene, die mit ihrer Hilfe den 100-Markschein erkannten, auch, wer sie war?<!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_12111\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/Emilie-mayer.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12111\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-12111\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/Emilie-mayer-237x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/Emilie-mayer-237x300.jpg 237w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/Emilie-mayer.jpg 479w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12111\" class=\"wp-caption-text\">Emilie Mayer, Lithographie Eduard Meyer nach einer Zeichnung von Pauline Suhrlandt<\/p><\/div>\n<p>Frauen in der Musikgeschichte, das ist bis heute ein unterbelichtetes Thema. Auch im Henle-Katalog. Aber es hat eine Entwicklung begonnen. Komponistinnen und ihre Werke werden wiederentdeckt. Musikschaffende setzen mehr und mehr dieser Werke auf ihre Konzertprogramme. Und ins Henle-Verlagsprogramm tritt nun eine weitere Komponistin: Emilie Mayer. Mayer lebte von 1812 bis 1883 und wurde immer wieder als der \u201eweibliche Beethoven\u201c bezeichnet. Gem\u00e4\u00df neuer Forschung ist das eine Falschzuschreibung \u2013 und Mayers Musik bedarf sowieso keiner m\u00e4nnlichen Parallelziehung. Schon gleich keiner schiefen. Schiefe Parallelen sind ohnehin ein Unding.<\/p>\n<p>Wie nur wenigen Frauen des 19. Jahrhunderts gelang es Emilie Mayer, als Komponistin beruflich Fu\u00df zu fassen. Sie schrieb Lieder, Klavier- und Kammermusik, sie komponierte gro\u00dfbesetzte Symphonien. Ihre Musik wurde zu ihren Lebzeiten professionell aufgef\u00fchrt \u2013 auf gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Berliner Konzertb\u00fchne und regelm\u00e4\u00dfig vor der preu\u00dfischen K\u00f6nigsfamilie. Mayer wurde zur Vizedirektorin der Berliner Opernakademie ernannt und als erste Frau Ehrenmitglied der M\u00fcnchener Philharmonischen Gesellschaft. Alles eitel Sonnenschein? Ganz gewiss nicht. Als Mayer Ende 20 war, beging ihr Vater Selbstmord, ein harter Einschnitt in Mayers Leben. Der Umstand, dass zumindest ein Teil ihres musikalischen Aufstiegs in ihrer fr\u00fchen Schaffensphase darin begr\u00fcndet war, dass etliche hinter der Musik von \u201eE. Mayer\u201c (so die von Mayer verwendete Abk\u00fcrzung ihres Namens) zun\u00e4chst einen m\u00e4nnlichen Komponisten vermuteten, erz\u00e4hlt sowohl von dem guten Eindruck, den \u201eE. Mayers\u201c Musik auf die Zeitgenossen machte, als auch von Frauendiskriminierung. In der <em>Neuen Zeitschrift f\u00fcr Musik<\/em> hie\u00df es 1851 so wohlwollend wie toxisch:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs ist wohl so ziemlich das erste Mal, da\u00df eine Dame sich in der Composition eines gr\u00f6\u00dferen Werkes versucht. Vielleicht, da\u00df k\u00fcnftig die Frauen auch auf die Gebiete der Tonkunst eine h\u00f6here Sch\u00f6pferkraft zeigen, wie es jetzt schon auf dem Gebiet der Poesie der Fall ist, und da\u00df damit auch hier das Vorurtheil beseitigt wird, als sei ihnen eine solche Begabung \u00fcberhaupt versagt\u201c <em>(<\/em>Neue Zeitschrift f\u00fcr Musik <em>23, Bd. 34, 1851, S. 247 f.).<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Wie kam ich als Henle-Lektor mit Komponistinnen-Spezialauftrag zu Emilie Mayer? Gar nicht. Ehe ich mich\u2019s versah, war Mayer bereits zu mir gekommen \u2013 in Gestalt der Cellistin und Musikwissenschaftlerin Seonhwa Lee.<\/p>\n<div id=\"attachment_12112\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/IMG_0556.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12112\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-12112\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/IMG_0556-300x220.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/IMG_0556-300x220.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/IMG_0556-1024x751.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/IMG_0556-768x563.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/IMG_0556.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12112\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"http:\/\/www.seonhwalee.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Seonhwa Lee<\/a><\/p><\/div>\n<p>Lee bereitet derzeit eine gro\u00dfe Forschungsarbeit und eine Kompletteinspielung der Cellosonaten von Emilie Mayer vor. Und sie hatte nicht nur immenses Wissen zu Emilie Mayer, editorisches Gesp\u00fcr und virtuoses K\u00f6nnen am Cello im Gep\u00e4ck, sondern zauberte beim Kennenlernen als Zukunftsvision einen Coverentwurf hervor, wie eine Henle-Ausgabe der Mayer-Cellosonaten aussehen k\u00f6nnte. Die in Stein gemei\u00dfelten Gestaltungsrichtlinien f\u00fcr Henle-Cover erzwangen zwar ein paar \u00c4nderungen, aber dieses Cover, selbstbewusst und in blauer Pracht an die Wand projiziert, besiegelte Mayers Ankunft im Henle-Verlagshaus. Zw\u00f6lf Cellosonaten hat Mayer geschrieben (eine davon ist mit \u201eDuett\u201c statt \u201eSonate\u201c \u00fcberschrieben). Zusammen mit Seonhwa Lee waren wir uns schnell einig, dass jene drei Sonaten, die die Komponistin einst selbst herausgriff, um sie im Berliner Verlag Bote &amp; Bock erscheinen zu lassen, k\u00fcnftig im Henle-Urtext verf\u00fcgbar sein sollen.<\/p>\n<p>Den Anfang macht mit der Verlagsnummer <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/Violoncellosonate-op.-47\/HN-1688\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HN 1688<\/a> die viers\u00e4tzige Sonate in D-dur Opus 47, die nun druckfrisch erschienen ist. Wer sie sich aufs Notenpult legt, bekommt von Seonhwa Lee alles aus einer Hand. Ein historisch einordnendes Vorwort, eine wissenschaftlich exakt belegte Urtext-Edition mit kritischem Apparat sowie moderne, praxistaugliche Bezeichnungen der beiliegenden Solostimme. Den Klavier-Fingersatz hat Lees Duopartner Nicholas Rimmer beigesteuert. Moderner Notensatz, durchdachte Wendestellen und Klapptafeln in den Solostimmen runden ein wundervolles Paket in Henle-Qualit\u00e4t ab.<\/p>\n<p>Diese Sonate ist biographisch und auch quellenspezifisch ein besonderes Werk. Sie steht am Ende einer gro\u00dfen Komponistinnenlaufbahn. Nur einen Monat vor Mayers Tod am 10. April 1883 wurde die Sonate mutma\u00dflich erstmals aufgef\u00fchrt. In jener Ausgabe der <em>Neuen Berliner Musikzeitung<\/em> aus dem April 1883, in der die Sonate als \u201esoeben erschienen\u201c angek\u00fcndigt wurde, war auch ein Nachruf auf die just verstorbene Komponistin abgedruckt.<\/p>\n<p>Im Quellenbestand unterscheidet sich diese Sonate von allen anderen Cellosonaten Emilie Mayers. Nur bei dieser Sonate kann man gewisserma\u00dfen aus dem Vollen sch\u00f6pfen, liegen sowohl eine \u201eechte\u201c, von Mayer noch pers\u00f6nlich autorisierte Erstausgabe nebst Stimmenauszug als auch zwei Autographe vor. Editorischer Luxus. Aber auch herausfordernd: Eines der Autographe enth\u00e4lt ausschlie\u00dflich die Solostimme und ist als die Stichvorlage f\u00fcr den Stimmenauszug der Erstausgabe identifizierbar. Hier besteht weitgehend \u00dcbereinstimmung, was den Notentext betrifft. Die autographe Partitur hingegen zeigt ein fr\u00fcheres Kompositionsstadium der Sonate. Ihre Auswertung verlangte somit Fingerspitzengef\u00fchl, bot sie doch einerseits in vielen F\u00e4llen wichtige Anhaltspunkte, um Fehler der Erstausgabe erkennen und beheben zu k\u00f6nnen, und musste man andererseits Acht geben, die Sonate dabei nicht in einen fr\u00fcheren Entwicklungsstand zur\u00fcckzuversetzen. Eine spannende Aufgabe, der sich Seonhwa Lee und ich als begleitender Lektor in angeregter Diskussion stellten.<\/p>\n<p>Es hat sich gelohnt, denn mit Emilie Mayers Cellosonate op. 47 steht nun eine Komposition in wissenschaftlichem Urtext zur Verf\u00fcgung, die das g\u00e4ngige Repertoire hoffentlich bald erweitern wird. Mayers ganze kompositorische Reife steckt in dieser Sonate. Eine langsame, ohne Vorzeichen notierte Einleitung bereitet das bl\u00fchende D-dur-Hauptthema (<em>Allegro con spirito<\/em>) des ersten Satzes vor. Die Solostimme ist wundersch\u00f6n sanglich, der geschmeidig begleitende, mitunter virtuose Klavierpart l\u00e4sst erkennen, welch hervorragende Pianistin Mayer selbst war. Solostimme und Klavier sind thematisch eng aufeinander bezogen, sodass ein \u00e4u\u00dfert dialogischer Charakter entsteht.<\/p>\n<div id=\"attachment_12113\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.4-scaled.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12113\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-12113\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.4-300x184.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.4-300x184.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.4-1024x630.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.4-768x472.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.4-1536x945.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.4-2048x1259.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12113\" class=\"wp-caption-text\">1. Satz, Einsatz des Hauptthemas, Henle-Urtext<\/p><\/div>\n<p>Ein solches Zwiegspr\u00e4ch kennzeichnet auch das nachfolgende Scherzo. Mayer hat ihm einen kernig beherzten Gestus verliehen. Das Klavier er\u00f6ffnet das Gespr\u00e4ch und treibt den Satz oft mit pr\u00e4gnantem Puls voran. Bemerkenswert sind auch die abrupten Tempowechsel, die die Musik sehr lebendig machen.<\/p>\n<div id=\"attachment_12114\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.16-scaled.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12114\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-12114\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.16-300x157.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"261\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.16-300x157.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.16-1024x534.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.16-768x401.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.16-1536x802.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.16-2048x1069.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12114\" class=\"wp-caption-text\">Energisch vorantreibendes Klavier zu Beginn des Scherzos, Henle-Urtext<\/p><\/div>\n<p>Auch im Adagio beginnt zun\u00e4chst das Klavier alleine \u2013 mit einer achttaktigen Einleitung, die in ihrer akkordischen Ruhe beinahe wie das Vorspiel zu einem Lied wirkt. Entsprechend sch\u00f6n ausgesungen ist hier der Einsatz der Cellostimme (<em>cantabile<\/em>).<\/p>\n<div id=\"attachment_12115\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.24-scaled.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12115\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-12115\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.24-300x181.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"302\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.24-300x181.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.24-1024x619.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.24-768x464.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.24-1536x929.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.24-2048x1238.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12115\" class=\"wp-caption-text\">Vorspiel Adagio, Henle-Urtext<\/p><\/div>\n<p>Der Allegro-Finalsatz schlie\u00dflich ist ein Fest der Spielfreude in strahlendem D-dur mit figurativ bewegten, verzierungsreichen Stimmen. Besonders gef\u00e4llt Seonhwa Lee, dass Mayer auch hier, im raschen Tempo, die sangliche, melodische Grundhaltung ihrer Musik bewahrt und musikdramaturgisch meisterhaft einbettet \u2013 \u201evor allem dort, wo gegen Ende ein Rezitativ erscheint. F\u00fcr mich ist das eine Stelle, an der Mayers Personalstil besonders zutage tritt,\u201c sagt Lee.<\/p>\n<div id=\"attachment_12116\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.35_36-scaled.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12116\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-12116\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.35_36-300x242.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"403\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.35_36-300x242.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.35_36-1024x825.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.35_36-768x618.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.35_36-1536x1237.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2026\/07\/HN_1688_S.35_36-2048x1649.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12116\" class=\"wp-caption-text\">\u201eRezitativ\u201c im vierten Satz, T. 143\u2013156, Henle-Urtext<\/p><\/div>\n<p>Noch sind Einspielungen dieser wunderbaren Sonate schwer zu finden.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Emilie Mayer Cellosonate No. 4\" width=\"640\" height=\"480\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/TFl2BguegQ4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Die nun vorliegende moderne Urtext-Edition wird bald dazu beitragen, das geh\u00f6rig zu \u00e4ndern, denn Seonhwa Lees eigene Einspielung des Werks auf Basis ihrer Edition findet dieser Tage statt und wird 2027 zusammen mit den anderen Mayer-Cellosonaten bei H\u00e4nssler Classic erscheinen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die nicht mehr ganz jungen Menschen werden sich erinnern. 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