{"id":5452,"date":"2016-01-25T08:00:14","date_gmt":"2016-01-25T07:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.henle.de\/blog\/de\/?p=5452"},"modified":"2016-02-17T08:07:59","modified_gmt":"2016-02-17T07:07:59","slug":"%e2%80%9ehenle-library%e2%80%9c-app-noten-neu-definiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2016\/01\/25\/%e2%80%9ehenle-library%e2%80%9c-app-noten-neu-definiert\/","title":{"rendered":"\u201eHenle Library\u201c-App. Noten neu definiert."},"content":{"rendered":"<p>Alle Ger\u00fcchte haben mit dem heutigen Tag ein Ende. Ja, es stimmt: Henle Urtext wird digital. Der weltweite Launch in deutscher, englischer und chinesischer Sprache der \u201eHenle Library\u201c-App f\u00fcr iPads erfolgt am 3. Februar 2016 (f\u00fcr Android-Tablets ab Mai 2016). Unsere App wird Musikern beim \u00dcben, Proben und Spielen als wertvolles Werkzeug dienen.<\/p>\n<p>Im Folgenden ein kleiner \u00dcberblick und \u201eApp-etizer\u201c. Exklusiv f\u00fcr unsere Blog-Leser:<\/p>\n<p>F\u00fcr uns im Henle Verlag war von Anfang an klar, dass es nicht damit getan ist, unsere Urtextausgaben als digitale Dateien f\u00fcr PDF-Reader anzubieten. <!--more-->Erstens brauchen uns dazu die Musiker nicht; sie scannen oder downloaden inzwischen ohnehin alles und jedes und nutzen die Notenbilder dann beispielsweise mit PDF-Readern wie \u201e<a href=\"http:\/\/forscore.co\/\" target=\"_blank\">ForScore<\/a>\u201c oder \u201e<a href=\"http:\/\/piascore.com\/\" target=\"_blank\">piaScore<\/a>\u201c. Zweitens wird mit blo\u00dfen PDFs in keiner Weise das faszinierende Potential der digitalen M\u00f6glichkeiten genutzt. Und drittens: Wir wollten von Anfang an keine Musik-\u201ePlay-along\u201c-App, mit der man Noten und Sound kombiniert nutzen kann. Wir wollten im Gegenteil eine App entwickeln, die ein Optimum f\u00fcr Musiker \u2013 keine Spielereien \u2013 bietet, die also Eigenschaften hat, die eine Druckausgabe nicht und nur das digitale Medium bieten kann und die au\u00dferdem hochwertig und sch\u00f6n ist. Nach \u00fcber 2-j\u00e4hriger Entwicklung mit vielen \u201eAufs\u201c und \u201eAbs\u201c und einem in der Verlagsgeschichte bisher einmaligen Investitionsvolumen pr\u00e4sentieren wir nun die \u201eHenle Library\u201c-App. Musiker d\u00fcrfen ein Maximum erwarten.<\/p>\n<p>Was bietet die \u201eHenle Library\u201c-App? Zun\u00e4chst: Sie bietet unverf\u00e4lscht den korrekten und sch\u00f6nen Referenztext unserer Urtextausgaben. Das ist nicht wenig, denn viele digitale Notenangebote bieten einen Neusatz \u2013 mit entsprechenden Fehlern und H\u00e4sslichkeiten.<\/p>\n<p>Unseren bekannten Notentext (jeweils in der aktuellsten Auflage) kann man mit Hilfe der App extrem flexibel in beliebig vielen Fassungen an seine individuellen Bed\u00fcrfnisse anpassen:<\/p>\n<ul>\n<li>Anzahl und Gr\u00f6\u00dfe der Notenzeilen pro Bildschirmseite ver\u00e4ndern;<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> in der Klavierpartitur von Kammermusik die \u00fcberlegten Solostimmen weg- und\u00a0\u00a0\u00a0 hinzuschalten;<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> mit einem eigens entwickelten Annotationsprogramm beliebig in den Text hineinschreiben (Stift und Textfeld); Perfektionisten k\u00f6nnen sogar mit einem umfassenden beigegebenen Henle-Zeichenfont den Notentext professionell annotieren;<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> leuchtende Augen bekamen unsere Beta-Tester vor allem, als sie sahen, dass man alle Fingersatz- und Bogenstrichangaben per Klick ein- und ausschalten oder diese Angaben selektiv wegnehmen (und dann ggf. mit eigenen \u00fcberschreiben) kann.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Und mehr noch: Wir geben zu vielen Repertoirewerken weitere, neue Fingersatz- und Bogenstricheinrichtungen als zu unserem Urtext zuschaltbare \u201eLayer\u201c mit. So erhalten K\u00e4ufer der \u201eHenle Library\u201c-App bereits zum Launch beispielsweise bei den Solosonaten und -Partiten Bachs den \u201enackten\u201c Urtext und zus\u00e4tzlich frei w\u00e4hlbare Einrichtungen von Igor Ozim, Midori Seiler und Christian Tetzlaff; die Beethoven-Klaviersonaten kann man mit Fingers\u00e4tzen von Eugen d\u2019Albert, Conrad Hansen oder Murray Perahia nutzen; die Violinsonaten von Brahms mit Fingers\u00e4tzen und Bogenstrichen von Leopold Auer, Igor Ozim, Ossip Schnirlin, Christian Tetzlaff und im Klavierpart neben Hans-Martin Theopold auch alternativ von Lars Vogt. Und vieles mehr. Man muss es selbst gesehen haben, wie elegant man diese \u201eLayer\u201c wechseln kann. Gerade diese App-Eigenschaft wollen wir k\u00fcnftig Schritt f\u00fcr Schritt ausbauen \u2013 es gibt so viele gro\u00dfartige K\u00fcnstler der Vergangenheit, die in heute vergriffenen Ausgaben Fingersatzeinrichtungen ver\u00f6ffentlichten und die zu Unrecht in Bibliotheken schlummern. Aber auch viele K\u00fcnstler und P\u00e4dagogen unserer Zeit werden ihre wertvollen Einrichtungen exklusiv f\u00fcr die App zur Verf\u00fcgung stellen. Ein enormer Fundus f\u00fcr Lehrende und Studierende.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Dass man sich die digitalen Henle-Noten nat\u00fcrlich im hochaufl\u00f6senden Hoch- und Querformat anzeigen lassen kann, die Hintergrundfarbe \u00e4ndern kann, schneller als mit jeder Hand auf echtem Papier sich in den \u201eSeiten\u201c bewegen kann, jedes Standard-Bluetooth-Fu\u00dfpedal zum bequemen Bl\u00e4ttern benutzen kann, jeden Satz mit einer neuen Noten\u201eseite\u201c beginnend anzeigen lassen kann, sich neben dem individualisierten auch jederzeit den \u201eoriginalen\u201c (aus der Druckausgabe bekannten) Zeilen- und Seitenfall anzeigen lassen kann, sich nat\u00fcrlich auch alles ausdrucken und als E-Mailanhang verschicken kann \u2026,\u00a0 das versteht sich bei uns von selbst.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Besonders stolz sind wir noch auf folgende weitere Eigenentwicklungen, die aus den vielen Gespr\u00e4chen mit Musikern hervorgingen: Zum Beispiel mit 2-Finger-Tap bei Wiederholungszeichen auf der Seite zur\u00fcck zum Beginn der Wiederholung springen (das geht in Wimpernschlag-Geschwindigkeit). A-Teile (z.B. Scherzo oder Menuett) werden nach dem B-Teil einfach nochmals wiedergegeben (kein R\u00fcckbl\u00e4ttern n\u00f6tig). Sofern man in der Kammermusik neben seiner Solostimme auch die entsprechende Partitur erworben hat, kann man per Klick bequem zwischen einer Stelle der Stimme an dieselbe Stelle der Partitur springen und zur\u00fcckspringen. S\u00e4mtliche (!) Abbildungen und Worttextteile der gedruckten Henle-Urtext-Ausgaben sind selbstverst\u00e4ndlich Bestandteil der App-Ausgaben \u2013 aber nun mit der unglaublichen Bequemlichkeit, dass man sich jetzt auf Knopfdruck alle Notenstellen farbig markieren lassen kann, zu denen Informationen vorliegen (im Druck als Fu\u00dfnote oder im Kritischen Bericht); ein Tap auf diese Markierungen \u2026 und wie von Zauberhand erscheint der Text als \u201ePop-Up\u201c direkt an der Notenstelle (\u00fcbrigens: inklusive direkter Links zu abgek\u00fcrzten Begriffen, Quellenangaben etc.).<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Nat\u00fcrlich liefern wir auch etwas f\u00fcr den ganz praktischen App-Einsatz: Erstens ein professionelles Metronom. Zweitens eine ausgefeilte Aufnahme- und Abspielfunktion. Mit dieser kann man das Aufgenommene nicht nur im Originaltempo abh\u00f6ren, sondern auch schneller oder langsamer abspielen \u2013 immer auf originaler Tonh\u00f6he, und, wenn man mag, als Dauerschleife. Man male sich gerne einmal die vielen sich daraus ergebenden Anwendungsm\u00f6glichkeiten im Unterricht oder Selbstunterricht aus.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nat\u00fcrlich konnten wir als traditioneller Musikverlag solch eine multifunktionale Musiker-Software nicht selbst entwickeln. Wir w\u00e4hlten nach einigen vorausgehenden Negativerfahrungen die unserer Meinung nach absolut geeignetsten App-Entwickler als Partner aus: die in London ans\u00e4ssige Firma <a href=\"http:\/\/www.touchpress.com\/\" target=\"_blank\">Touchpress<\/a>. Sie ist vielen Lesern vermutlich bekannt durch ihre innovativen, wundersch\u00f6nen und inhaltsreichen anderen Apps. Touchpress ist zusammen mit uns \u00fcber sich hinausgewachsen und hat Enormes geleistet. Wir werden die \u201eHenle Library\u201c-App gemeinsam weiterentwickeln, zum Nutzen unserer Kunden. Touchpress und Henle garantieren \u00fcbrigens, dass alle einmal erworbenen App-Noten f\u00fcr alle Zeit und \u00fcberall dank \u201eCloud\u201c-Technologie zur Verf\u00fcgung stehen und nie verloren gehen werden. Nutzer k\u00f6nnen nat\u00fcrlich zwischen verschiedenen Systemen (iOS und Android) wechseln und die erworbenen Noten immer und \u00fcberall und auf jedem Tablet-Computer verlustfrei nutzen. Regelm\u00e4\u00dfig werden wir kostenfrei Updates der verwendeten Betriebssysteme (iOS und Android) vornehmen. Damit ist dem so enorm wichtigen Nachhaltigkeitsaspekt Rechnung getragen.<\/p>\n<p>Nun noch ein erstklassiges Vertriebsargument zum Schluss: Ich habe es mir bis zuletzt aufgehoben, denn damit wird es mir endg\u00fcltig gelingen, etwaige Zweifler (gibt es \u00fcberhaupt noch solche?) vom Mehrwert unserer digitalen Alternative zu \u00fcberzeugen: Wir bieten in der \u201eHenle Library\u201c-App n\u00e4mlich neben den \u00fcblichen kompletten Sammlungen (z.B. Bach, Wohltemperiertes Klavier, 1) auch alternativ jedes St\u00fcck einzeln an (z.B. e i n \u00a0Pr\u00e4ludium als Verkaufseinheit). Und: Sie erwerben (wenn Sie wollen) nur Ihre einzelne Stimme (z.B. die 2. Violine eines Streichquartetts) und m\u00fcssen nicht wie bei der Druckausgabe alle anderen Stimmen mitkaufen. Den enormen Preisvorteil muss ich hier nicht eigens betonen.<\/p>\n<p>Wir empfehlen \u00fcbrigens f\u00fcr den Praxiseinsatz die Verwendung von Tablets mit gro\u00dfer Bildschirmdiagonale, wie z.B. das gerade erschienene, ph\u00e4nomenale iPad Pro von Apple. Das ist unserer Meinung nach endlich ein ultimatives Ger\u00e4t f\u00fcr Musiker:<\/p>\n<div id=\"attachment_5475\" style=\"width: 1426px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/01\/iPad.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-5475\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-5475\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/01\/iPad.jpg\" alt=\"\" width=\"1416\" height=\"951\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/01\/iPad.jpg 1416w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/01\/iPad-300x201.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/01\/iPad-1024x687.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1416px) 100vw, 1416px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5475\" class=\"wp-caption-text\">Beethovens Fr\u00fchlingssonate als Henle-Druckausgabe, auf Apples iPad Air und dem iPad Pro<\/p><\/div>\n<p>Dazu ein Fu\u00dfpedal und Screen-Stift \u2013 und die gedruckten Noten bekommen erstmals eine erhebliche Konkurrenz.<\/p>\n<p>Seit 3. Februar 2016 f\u00fcr Ihr iPad im <a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/app\/henle-library-urtext-score\/id1021283948?mt=8\" target=\"_blank\">App Store<\/a>. Ab Mai 2016 in den Android-Stores. Lesen Sie mehr zur Henle-App auf unserer eigens daf\u00fcr eingerichteten Webseite <a href=\"http:\/\/www.henle-library.de\/\" target=\"_blank\">www.henle-library.de<\/a>, registrieren Sie sich dort und probieren Sie die App doch einmal (kostenlos) aus. Wir behaupten zuversichtlich, mit der \u201eHenle Library\u201c-App die Welt der Musiknoten neu zu definieren. \u00dcber Feedback und Anregungen zur Verbesserung freuen wir uns!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Ger\u00fcchte haben mit dem heutigen Tag ein Ende. 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