{"id":5675,"date":"2016-04-18T09:00:05","date_gmt":"2016-04-18T07:00:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.henle.de\/blog\/de\/?p=5675"},"modified":"2016-04-18T08:45:20","modified_gmt":"2016-04-18T06:45:20","slug":"blick-durchs-schlusselloch-%e2%80%93-bartoks-%e2%80%9eallegro-barbaro%e2%80%9c-als-vorbote-der-gesamtausgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2016\/04\/18\/blick-durchs-schlusselloch-%e2%80%93-bartoks-%e2%80%9eallegro-barbaro%e2%80%9c-als-vorbote-der-gesamtausgabe\/","title":{"rendered":"Blick durchs Schl\u00fcsselloch \u2013 Bart\u00f3ks \u201eAllegro barbaro\u201c als Vorbote der Gesamtausgabe"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/en\/files\/2016\/04\/Bartok_Bela_1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/en\/files\/2016\/04\/Bartok_Bela_1.jpg\" alt=\"\" width=\"167\" height=\"191\" \/><\/a>Mit B\u00e9la Bart\u00f3k reiht sich 2016 ein neuer Komponist in unseren Katalog ein \u2013 immer ein besonderes Ereignis f\u00fcr einen Urtext-Verlag, und in diesem Fall gleich ein doppeltes Vergn\u00fcgen: Denn zum einen starten wir in diesem Jahr eine gro\u00dfe, auf 48 B\u00e4nde angelegte Kritische Gesamtausgabe s\u00e4mtlicher Werke des Komponisten, zum anderen  erscheinen (zun\u00e4chst) seine Klavierwerke f\u00fcr die musikalische Praxis in  blauen Urtext-Ausgaben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-5676\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/LS-rechts.jpg\" alt=\"\" width=\"172\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/LS-rechts.jpg 732w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/LS-rechts-240x300.jpg 240w\" sizes=\"(max-width: 172px) 100vw, 172px\" \/> Um dem gr\u00f6\u00dften aller ungarischen Komponisten auch die geb\u00fchrende Sorgfalt angedeihen zu lassen, gehen wir dieses Projekt in einer besonderen Partnerschaft an: zusammen mit dem ungarischen <a href=\"http:\/\/www.emb.hu\/de\/\" target=\"_blank\">Verlag Editio Musica Budapest<\/a> und dem <a href=\"http:\/\/www.zti.hu\/bartok\/ba_en.htm?01\" target=\"_blank\">Bart\u00f3k-Archiv<\/a> in Budapest. Der langj\u00e4hrige Leiter des Archivs und Initiator der Gesamtausgabe, <a href=\"http:\/\/www.zti.hu\/bartok\/ba_en_10_m.htm?0113\" target=\"_blank\">L\u00e1szl\u00f3 Somfai<\/a>, hat nun vorab zur Gesamtausgabe eine Urtext-Ausgabe des <em>Allegro barbaro<\/em> (<a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/index.html?Titel=Allegro+barbaro_1400&amp;from=de\" target=\"_blank\">HN 1400<\/a>) ver\u00f6ffentlicht, die uns gewisserma\u00dfen einen Blick durchs Schl\u00fcsselloch auf die Gesamtausgabe gew\u00e4hrt. Grund genug f\u00fcr ein kleines Interview mit dem Bart\u00f3k-Forscher:<\/p>\n<p><em><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/en\/files\/2016\/04\/AO-links.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"198\" \/><\/em><\/p>\n<p>Professor Somfai, ein ganzes Forscher-Leben lang besch\u00e4ftigen Sie sich nun mit Bart\u00f3k, seinen Werken und ihrer Entstehung und \u00dcberlieferung. Dieses Wissen ist in zahlreiche Einzelstudien, dicke B\u00fccher, Vortr\u00e4ge und ein in Vorbereitung befindliches Werkverzeichnis eingeflossen \u2013 nun endlich erscheinen auch von Ihnen herausgegebene Ausgaben der Werke Bart\u00f3ks. Warum ist Ihnen (auch) das ein besonderes Anliegen?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/en\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Schon als ich 1972 Leiter des<\/em><em> Budapester Bart\u00f3k-Archivs wurde, war mir bewusst, dass eine Kritische Ausgabe von Bart\u00f3ks Werken dringend gebraucht wurde. Die Nachkriegsliteratur zu Bart\u00f3k erschien unregelm\u00e4\u00dfig und war unausgewogen: viele B\u00fccher und Studien zu Biographie und Stilanalyse, aber kaum etwas \u00fcber Bart\u00f3ks Kompositionsweise oder zur Auff\u00fchrungspraxis seiner Werke. Diese Schieflage r\u00fchrte vor allem daher, dass die beiden gr\u00f6\u00dften Sammlungen seiner Manuskripte \u2013 das New Yorker Bart\u00f3k-Archiv und unseres hier in Ungarn \u2013 nicht allen interessierten Musikern und Musikwissenschaftlern offen standen. Und wer an einem anspruchsvollen Projekt wie einer Dissertation arbeitete, konnte sich immer nur an eine Seite wenden; auch hier herrschte gewisserma\u00dfen der <\/em><em>\u201eKalte Krieg\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Aber das war nicht das einzige Problem, oder?<\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Hinzu kam der besorgniserregende Umstand, dass im Handel verschiedene Drucke seiner Werke kursierten: \u00fcberholte und revidierte Fassungen, Vorkriegsdrucke der Universal Edition und teils abweichende Ausgaben von Boosey &amp; Hawkes; au\u00dferdem Ver\u00f6ffentlichungen von Editio Musica Budapest, ganz zu schweigen von den billigen sowjetischen Raubdrucken. Schon vor \u00fcber 40 Jahren fing ich daher an, mich f\u00fcr eine Kritische Bart\u00f3k-Ausgabe einzusetzen. Ich nutzte meine akademischen Beziehungen zum K\u00f6lner Joseph-Haydn-Institut und zum Salzburger Mozarteum, besuchte in den 1970-er Jahren Sch\u00f6nberg- und Webern-Kongresse in Wien und organisierte in Ungarn eine Konferenz f\u00fcr die Herausgeber der Gesamtausgaben von Sch\u00f6nberg, Berg, Jan\u00e1\u010dek und anderen. So studierte ich die neuen, nach dem Krieg begonnenen, Gesamtausgaben und entwarf f\u00fcr die Bart\u00f3k-Ausgabe ein etwas anderes Profil. Von Anfang an stand fest, dass hier in manchen F\u00e4llen nicht nur eine einzige Textfassung kanonisiert konnte. Auch herrschte Konsens dar\u00fcber, dass Bart\u00f3ks eigene Einspielungen als wesentliche Quellen herangezogen werden mussten. Ein bahnbrechender Schritt erfolgte bereits 1981, als wir mit Hungaroton eine Gesamtausgabe von Bart\u00f3ks Klavieraufnahmen auf 26 LPs ver\u00f6ffentlichten. Sie wurde zu einer unentbehrlichen Quelle f\u00fcr Pianisten und Bart\u00f3k-Forscher gleicherma\u00dfen. Aber ohne eine Kritische Ausgabe musste sie, besonders auf die Ausf\u00fchrenden, bis zu einem gewissen Grad verst\u00f6rend wirken, denn die g\u00e4ngigen Editionen und die vom Komponisten gespielten Lesarten unterschieden sich in vielen F\u00e4llen erheblich!<\/em><\/p>\n<p>Und selbst dieser gedruckte Text differierte ja noch in den bereits erw\u00e4hnten unterschiedlichen Ausgaben, die Bart\u00f3k mitunter selbst von einem Werk erschienen lie\u00df! F\u00fcr die Aufarbeitung dieser mitunter sehr un\u00fcbersichtlichen Quellensituation bietet das 1961 gegr\u00fcndete Bart\u00f3k-Archiv heute international einmalige Voraussetzungen: Neben zahlreichen Originalpartituren und Dokumenten aus Bart\u00f3ks Besitz und verschiedenen Nachl\u00e4ssen beherbergt es auch Kopien der in anderen Sammlungen aufbewahrten Quellen, so dass man hier nach Ihrer Sch\u00e4tzung ca. 95% der Quellen zu Bart\u00f3ks Werk und Wirken einsehen kann. Worin sehen Sie die besondere Aufgabe der Bart\u00f3k-Gesamtausgabe?<\/p>\n<p><em>F\u00fcr die Forschung muss die Ausgabe nicht nur die authentischste Fassung der vollendeten und ver\u00f6ffentlichten Werke und der meistenteils unver\u00f6ffentlichten Jugendwerke bereitstellen, sondern auch wichtige Varianten sowie die Skizzen und Fragmente. F\u00fcr die Musikpraxis ist es wichtig, dass die Ausgabe den Notentext nicht auf eine als authentisch geltende Form reduziert, sondern authentische Alternativfassungen bietet; auff\u00fchrungsrelevante Fragen werden im Notenteil behandelt und nicht auf einen separaten Kritischen Bericht beschr\u00e4nkt.<\/em><\/p>\n<p>Bart\u00f3k hat seine Werke mitunter in revidierten Ausgaben ver\u00f6ffentlicht. War er ein guter Herausgeber seiner eigenen Werke?<\/p>\n<p><em>Ja, bei der Vorbereitung der Druckvorlagen war er sehr sorgf\u00e4ltig, und er hatte ein scharfes Auge f\u00fcr Druckfehler. Allerdings fiel ihm zwar jeder falsche Rhythmus auf, aber ob ein Vorzeichen fehlte, merkte er oft nicht, und Metronomangaben wurden immer wieder mit falschen Notenwerten gedruckt (z. B. mit Viertel- statt Halbenote, wie im Falle des <\/em>Allegro barbaro<em>).<\/em><\/p>\n<p>Und warum drucken wir z. B. beim <em>Allegro barbaro<\/em> nicht einfach Bart\u00f3ks revidierte Ausgabe nach?<\/p>\n<p><em> <\/em><em>Der Hauptgrund ist, dass hier der gedruckte und der von Bart\u00f3k musizierte Text mehrfach voneinander abweichen \u2013 und das nicht nur in einer Aufnahme, sondern in zwei, die zu verschiedenen Zeiten unter verschiedenen Umst\u00e4nden entstanden. Es geht dabei nicht einfach um die Tempofrage (Bart\u00f3k spielt schneller, als die revidierte Fassung angibt) oder darum, an welche Stellen die Hauptakzente geh\u00f6ren, sondern auch um divergierende L\u00e4ngen einiger Ostinato-Abschnitte. Bart\u00f3ks Auff\u00fchrung repr\u00e4sentiert hier gewisserma\u00dfen eine <\/em><em> \u201ekorrigierte\u201c<\/em> Fassung.<\/p>\n<p>Damit kommen wir nochmal auf die Tonquellen zur\u00fcck. Sie sind in der Musik des 20. Jahrhunderts ja generell ein wichtiger Teil der \u00dcberlieferung und tauchen auch in unseren Henle-Urtext-Ausgaben eines <a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/index.html?Titel=Klaviersonate+Nr.+2+gis-moll+op.+19+%28Sonate-Fantaisie%29_1108\" target=\"_blank\">Skrjabin<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/index.html?Titel=Preludes+for+Piano_858\" target=\"_blank\">Gershwin<\/a> als Quellen auf. W\u00e4hrend hier allerdings in der Regel nur zus\u00e4tzliche Informationen \u00fcber pers\u00f6nliche bzw. tempor\u00e4re Auff\u00fchrungsvarianten (hinsichtlich Tempo, Agogik oder F\u00fcllstimmen) gewonnen werden, kommt den Tonaufnahmen bei Bart\u00f3k mitunter textkonstituierende Bedeutung zu. So auch beim <em>Allegro barbaro<\/em>, zu dem eine Aufnahme Bart\u00f3ks vorliegt, auf die er im anstehenden Nachdruck seiner Ausgabe eigens hinweisen wollte. Wieso machte Bart\u00f3k solche \u201eReferenzaufnahmen\u201c? Misstraute er dem gedruckten Text?<\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_5708\" style=\"width: 218px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/titel-deutsch1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-5708\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-5708\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/titel-deutsch1.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"356\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5708\" class=\"wp-caption-text\">Henle Urtext-Edition (zum Vergr\u00f6\u00dfern, klicken)<\/p><\/div>\n<p><em>Bart\u00f3k hatte im Prinzip gar nicht vor, Referenzaufnahmen, also modellhafte eigene Einspielungen, vorzulegen \u2013 im Gegenteil: Er gab der tats\u00e4chlichen Auff\u00fchrung immer den Vorzug vor \u201emechanisch aufgezeichneter\u201c Musik und verk\u00fcndete die \u201eprinzipielle Flexibilit\u00e4t k\u00fcnstlerischer Interpretation\u201c (wie er es in einem Aufsatz \u00fcber \u201eMechanische Musik\u201c ausdr\u00fcckte). Allerdings d\u00fcrfte er immer wieder Auff\u00fchrungen seiner Klavierwerke in falschen Textvarianten geh\u00f6rt haben, was ihn sicherlich verbittert und frustriert hat. Deswegen wies er die Universal Edition in den 1930-er Jahren in zwei F\u00e4llen \u2013 bei der ansonsten unver\u00e4nderten Wiederauflage der Suite op. 14 und beim <\/em>Allegro barbaro  <em>\u2013 an, in einer Fu\u00dfnote auf der ersten Seite auf seine eigene Einspielung hinzuweisen: \u201eAuthentische Grammophon-Aufnahme (Vortrag des Komponisten)\u201c mit allen Angaben zur entsprechenden His Master\u2019s Voice-Schallplatte.<\/em><\/p>\n<p>Anstelle eines solchen Hinweises wird die Aufnahme nun in Ihrer Urtext-Ausgabe des <em>Allegro barbaro<\/em> eben mit zur Edition herangezogen. Die Varianten werden im Notentext grau abgestuft wiedergegeben und in den \u201eAuff\u00fchrungspraktischen Hinweisen\u201c erl\u00e4utert.<\/p>\n<div class=\"mceTemp\">\n<dl>\n<dt>\n<div id=\"attachment_5686\" style=\"width: 2958px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/063_BBA-BAN-176_p4-Kopie.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-5686\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-5686 \" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/063_BBA-BAN-176_p4-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"2948\" height=\"1362\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/063_BBA-BAN-176_p4-Kopie.jpg 2948w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/063_BBA-BAN-176_p4-Kopie-300x138.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/063_BBA-BAN-176_p4-Kopie-1024x473.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 2948px) 100vw, 2948px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5686\" class=\"wp-caption-text\">Autographe Partitur, T 82\u2013107 (Budapest Bart\u00f3k Archiv)<\/p><\/div>\n<\/dt>\n<\/dl>\n<\/div>\n<p>Sie betreffen nicht nur Tempo, Artikulation und Pedalgebrauch, sondern wie bereits erw\u00e4hnt auch die L\u00e4nge der f\u00fcr das St\u00fcck so charakteristischen Ostinatopassagen \u2013 und in einem Fall deckt die Aufnahme sogar einen m\u00f6glichen Fehler im Notentext auf: Im Diminuendo in T 88\u2013100 spielt Bart\u00f3k in \u00dcbereinstimmung mit dem Autograph nur 12 statt der gedruckten 13 Takte, wodurch diese \u00dcberleitungspassage die auch sonst an analogen Stellen auftretende gerade Anzahl von Takten hat.<\/p>\n<p>Da Bart\u00f3k die Stelle nicht nur in der (mehrfach gepr\u00fcften) \u201eauthentischen Aufnahme\u201c, sondern auch in einer anderen Aufnahme hier mit 12 statt 13 Takten spielt, ist ein Versehen auszuschlie\u00dfen. Umgekehrt ist es durchaus denkbar, dass beim Kopieren des Autographs an dieser Stelle ein Takt versehentlich doppelt abgeschrieben wurde und sich dieses Versehen bis in die letzte Druckausgabe durchgezogen hat, so dass die Tonaufnahme hier die von Bart\u00f3k revidierte Ausgabe gewisserma\u00dfen \u201ekorrigiert\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_5681\" style=\"width: 630px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/s1k.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-5681\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-5681\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/s1k.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"542\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/s1k.jpg 2786w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/s1k-300x262.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2016\/04\/s1k-1024x896.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5681\" class=\"wp-caption-text\">Henle Urtext-Edition (zum Vergr\u00f6\u00dfern, klicken)<\/p><\/div>\n<p>Was sollten Musiker beim Umgang mit Tonquellen-Varianten in der praktischen Ausgabe ber\u00fccksichtigen?<\/p>\n<p><em>Ganz spontan: Ich bin dem Verlag sehr dankbar f\u00fcr die Idee, die Ausgabe des <\/em>Allegro barbaro<em> zus\u00e4tzlich mit Varianten in Graudruck zu versehen \u2013 die perfekte L\u00f6sung f\u00fcr eine empfohlene, aber nicht verpflichtende authentische Anweisung. Ich hoffe, dass die Musiker, die das St\u00fcck aus dem neuen Henle-Urtext spielen, sich auch genau Bart\u00f3ks Aufnahmen anh\u00f6ren. Nach meiner Erfahrung haben selbst Bart\u00f3k-Experten unter den Pianisten, die ansonsten viele wichtige Merkmale aus der Einspielung des Komponisten \u00fcbernehmen, bisher davon abgesehen, die abweichenden Ostinato-Wiederholungen zu spielen, obwohl sie sie aus der Aufnahme kennen. Die Urtext-Ausgabe stellt durch den Graudruck im Notentext und die Erl\u00e4uterungen dazu klar, dass diese \u201ekorrigierte\u201c L\u00e4nge einer Revision durch den Komponisten entspringt.<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em>Zu guter Letzt die Frage: Wie f\u00fchlt es sich an, wenn Ihre erste Bart\u00f3k-Urtext-Ausgabe \u2013 gewisserma\u00dfen als Vorbote der Gesamtausgabe nun vor Ihnen liegt?<\/p>\n<p><em> Nachdem ich  um die Verwirklichung meines Traums \u00fcber vierzig Jahre wie <\/em>Don Quixotte<em> gegen die Windm\u00fchlen gek\u00e4mpft habe, ist dies ein besonderes Geschenk f\u00fcr mich.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit B\u00e9la Bart\u00f3k reiht sich 2016 ein neuer Komponist in &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2016\/04\/18\/blick-durchs-schlusselloch-%e2%80%93-bartoks-%e2%80%9eallegro-barbaro%e2%80%9c-als-vorbote-der-gesamtausgabe\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[572,1,87,571,6,301,3,82],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5675"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5675"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5675\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5675"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5675"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5675"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}