{"id":7236,"date":"2018-01-29T08:00:58","date_gmt":"2018-01-29T07:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.henle.de\/blog\/de\/?p=7236"},"modified":"2018-01-29T10:51:18","modified_gmt":"2018-01-29T09:51:18","slug":"debussy-im-urtext-%e2%80%93-teil-1-henle-editionen-auf-der-basis-eines-eingespielten-duos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2018\/01\/29\/debussy-im-urtext-%e2%80%93-teil-1-henle-editionen-auf-der-basis-eines-eingespielten-duos\/","title":{"rendered":"Debussy im Urtext \u2013 Teil 1: Henle-Editionen auf der Basis eines eingespielten Duos"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_7237\" style=\"width: 169px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Claude_Debussy_ca_1908_foto_av_F\u00e9lix_Nadar.jpg\" target=\"_blank\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7237\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-7237\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Claude_Debussy_ca_1908_foto_av_F\u00e9lix_Nadar-760x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"159\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Claude_Debussy_ca_1908_foto_av_F\u00e9lix_Nadar-760x1024.jpg 760w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Claude_Debussy_ca_1908_foto_av_F\u00e9lix_Nadar.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 159px) 100vw, 159px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7237\" class=\"wp-caption-text\">Claude Debussy (1862\u20131918)<\/p><\/div>\n<p>2012 wurde der 150. Geburtstag von Claude Debussy, dem gro\u00dfen Erneuerer der franz\u00f6sischen Musik, weltweit gefeiert, und nun, 2018, j\u00e4hrt sich sein Todestag (25. M\u00e4rz 1918) zum hundertsten Mal, so dass erneut ein Debussy-Jahr vor uns liegt. Wir nehmen dies zum Anlass, in einer kleinen Blog-Reihe, deren Teile alle zwei Monate erscheinen werden, unterschiedliche Aspekte zu unseren Debussy-Urtext-Editionen vorzustellen und mit Ihnen zu diskutieren. Der Startschuss zu diesen Editionen erfolgte 1983, also vor jetzt 35 Jahren, und im heutigen Teil 1 m\u00f6chten wir Ihnen schildern, wie es \u00fcberhaupt dazu kam, dass die Musik Debussys bei Henle erscheinen konnte.<!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_7240\" style=\"width: 144px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/heinemann_foto.jpg\" target=\"_blank\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7240\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-7240 \" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/heinemann_foto.jpg\" alt=\"\" width=\"134\" height=\"178\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7240\" class=\"wp-caption-text\">Ernst-G\u00fcnter Heinemann<\/p><\/div>\n<p>Wer sich mit unseren Debussy-Ausgaben besch\u00e4ftigt, st\u00f6\u00dft unweigerlich auf den Namen Ernst-G\u00fcnter Heinemann, der von 1978 bis 2010 als Lektor bei Henle t\u00e4tig war und bis heute dem Verlag eng verbunden blieb. Er ist Herausgeber f\u00fcr das gesamte bei Henle erschienene Klavierwerk Debussys, das seit 2011 in einer dreib\u00e4ndigen Sammelausgabe vorliegt (Broschur <a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/index.html?Titel=Klavierwerke%2C+Band+I_1192\" target=\"_blank\">HN 1192<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/index.html?Titel=Klavierwerke%2C+Band+II_1194\" target=\"_blank\">1194<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/index.html?Titel=Klavierwerke%2C+Band+III_1196\" target=\"_blank\">1196<\/a>, Leinen <a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/index.html?Titel=Klavierwerke%2C+Band+I_1193\" target=\"_blank\">HN 1193<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/index.html?Titel=Klavierwerke%2C+Band+II_1195\" target=\"_blank\">1195<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/index.html?Titel=Klavierwerke%2C+Band+III_1197\" target=\"_blank\">1197<\/a>), sowie f\u00fcr gro\u00dfe Teile von dessen Kammermusik \u2013 eine wahre Herkulesarbeit!<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Debussy1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-7248\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Debussy1-1024x767.jpg\" alt=\"\" width=\"462\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Debussy1-1024x767.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Debussy1-300x224.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Debussy1.jpg 1667w\" sizes=\"(max-width: 462px) 100vw, 462px\" \/><\/a><\/span>Im Gespr\u00e4ch teilte er uns mit, dass Debussy-Editionen bereits in den 1970er-Jahren auf der Planungsliste des Verlags standen, zun\u00e4chst aber noch der Ablauf der Schutzfrist abgewartet sowie Probleme der Quellenermittlung und -beschaffung gel\u00f6st werden mussten.<\/p>\n<div id=\"attachment_7241\" style=\"width: 139px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/260px-Fran\u00e7ois_Lesure.jpg\" target=\"_blank\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7241\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-7241 \" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/260px-Fran\u00e7ois_Lesure.jpg\" alt=\"\" width=\"129\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/260px-Fran\u00e7ois_Lesure.jpg 260w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/260px-Fran\u00e7ois_Lesure-219x300.jpg 219w\" sizes=\"(max-width: 129px) 100vw, 129px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7241\" class=\"wp-caption-text\">Fran\u00e7ois Lesure (1923\u20132001)<\/p><\/div>\n<p>Als Gl\u00fccksfall erwies sich dann der Kontakt zu Fran\u00e7ois Lesure, dem seinerzeit bedeutendsten Debussy-Forscher \u00fcberhaupt. Lesure hatte 1977 ein erstes umfassendes Werkverzeichnis ver\u00f6ffentlicht, zu dem sich, wie bei solchen Unternehmungen \u00fcblich, in den nachfolgenden Jahren zahlreiche \u00c4nderungen und Nachtr\u00e4ge ergaben. Die Zusammenarbeit mit Lesure, der sich bereit erkl\u00e4rte, die Vorworte f\u00fcr die Henle-Editionen zu \u00fcbernehmen, garantierte daher, dass die Entstehungs- und Druckgeschichte der jeweiligen Werke auf dem aktuellen Stand der Forschung beschrieben und keine wichtige Quelle f\u00fcr die Edition \u00fcbersehen wurde.<\/p>\n<p>1983 ging es dann los mit den popul\u00e4ren Klavierwerken <em>Deux Arabesques<\/em>, <em>Suite bergamasque<\/em> und <em>Children\u2019s Corner<\/em>, und bald schon schlossen sich Neueditionen von <em>Pour le piano<\/em> sowie des ersten Hefts der <em>Pr\u00e9ludes<\/em> an. Mit dem fr\u00fchen Klaviertrio (dessen Autographe erst kurz zuvor entdeckt worden waren) erschien 1986 auch das erste Kammermusikwerk des Franzosen im blauen Gewand. Diese vom amerikanischen Musikforscher Ellwood Derr herausgegebene erste Edition der bis dato verschollenen Komposition fand nat\u00fcrlich in der Presse ein reges Echo, aber auch die neuen Klaviermusik-Editionen wurden dankbar aufgenommen:<\/p>\n<p><em>Als ob es noch nicht mit dieser einzigartigen Erstausgabe <\/em>[des Klaviertrios] <em>gereicht h\u00e4tte, komplettiert der Henle-Verlag seinen gro\u00dfen Einsatz f\u00fcr Debussy durch die Ausgabe einer Reihe von zentralen Klavierwerken in der nun schon klassischen, wohlbekannten \u201eblauen\u201c Urtext-Edition. F\u00fcr den gewissenhaften Debussy-Spieler und P\u00e4dagogen gibt es nun die M\u00f6glichkeit, seine verschlissenen Noten zu ersetzen<\/em> [\u2026]<em> und zugleich sich zu vergewissern, ob der bisher benutzte Notentext wirklich den letzten Stand der Forschung repr\u00e4sentiert und exakt dem Willen des Komponisten entspricht.<\/em> (Olof H\u00f6jer in: <em>Musikrevy<\/em>, Nr. 7\u20138, 1986)<\/p>\n<p>\u00dcber viele Jahre hinweg gab das eingespielte Duo Lesure\/Heinemann mit gro\u00dfer Regelm\u00e4\u00dfigkeit neue Debussy-Editionen heraus, bis zum Tod Lesures 2001 nahezu die gesamte zweih\u00e4ndige Klaviermusik sowie wesentliche Kammermusikwerke. Versteht sich, dass bei dem vielf\u00e4ltigen Schaffen Debussys letzte L\u00fccken im Klavier- und Kammermusikbereich bei Henle erst 2011\/12 geschlossen werden konnten. Einzelst\u00fccke in gemischten Alben sowie Auskoppelungen aus Sammlungen oder Zyklen eingerechnet, stehen heute nicht weniger als 50 Debussy-Editionen im Henle-Verlag zur Auswahl! Nachdr\u00fccklich hingewiesen sei in diesem Zusammenhang auf das zum Jubil\u00e4um 2012 erschienene Faksimile der originalen Handschrift von <em>L\u2019Isle joyeuse<\/em> (<a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/index.html?Titel=L%27Isle+joyeuse_3224\" target=\"_blank\">HN 3224<\/a>) mit einer Einleitung des Debussy-Experten Denis Herlin.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Debussy-3224-Ausschnitt.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-7243  alignleft\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Debussy-3224-Ausschnitt-1024x424.jpg\" alt=\"\" width=\"623\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Debussy-3224-Ausschnitt-1024x424.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/01\/Debussy-3224-Ausschnitt-300x124.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 623px) 100vw, 623px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Freuen Sie sich nun auf die Fortsetzung von \u201eDebussy im Urtext\u201c \u2013 Teil 2 wird am 26. M\u00e4rz ein erstes konkretes Editionsproblem behandeln: Stellen mit unklarer Harmonik im fr\u00fchen Klavierst\u00fcck <em>Nocturne<\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2012 wurde der 150. 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