{"id":7485,"date":"2018-05-21T08:00:50","date_gmt":"2018-05-21T06:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.henle.de\/blog\/de\/?p=7485"},"modified":"2018-05-17T10:45:03","modified_gmt":"2018-05-17T08:45:03","slug":"debussy-im-urtext-%e2%80%93-teil-3-debussys-aufnahmen-seiner-klaviermusik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2018\/05\/21\/debussy-im-urtext-%e2%80%93-teil-3-debussys-aufnahmen-seiner-klaviermusik\/","title":{"rendered":"Debussy im Urtext \u2013 Teil 3: Debussys Aufnahmen seiner Klaviermusik"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_7505\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/Debussy-mit-Damen-zugeschnitten.jpg\" target=\"_blank\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7505\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-7505\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/Debussy-mit-Damen-zugeschnitten-300x189.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/Debussy-mit-Damen-zugeschnitten-300x189.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/Debussy-mit-Damen-zugeschnitten-1024x646.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7505\" class=\"wp-caption-text\">Debussy am Klavier<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr Editoren von Urtext-Ausgaben tritt f\u00fcr den Zeitraum ab etwa 1890 ein neues Medium als m\u00f6gliche Quelle hinzu: historische Aufnahmen, sei es von eng mit dem Komponisten verbundenen Interpreten oder gar vom Komponisten selbst gespielt. Das gilt insbesondere f\u00fcr Aufnahmen der eigenen Klavierwerke, waren doch die meisten Komponisten der Zeit auch gute Pianisten, die selbst in Konzerten auftraten. Peter Coss\u00e9 hat im Zusammenhang mit Debussys und Ravels Aufnahmen eigener Klavierwerke das sch\u00f6ne Bonmot vom \u201eakustischen Blick unter den pianistischen Rock der Musikgeschichte\u201c hinterlassen.<!--more--><\/p>\n<p>Auf den ersten Blick stellen solche historische Aufnahmen erstrangige Quellen dar, denn wer k\u00f6nnte die klangliche Realisierung des Notentexts besser \u00fcbermitteln als der Urheber selbst? Auf den zweiten Blick allerdings bedingt der zweifache Wechsel des Mediums (Klangvorstellung des Komponisten \u2192 Niederschrift als Notentext \u2192 Realisierung der Klangvorstellung auf der Grundlage des Notentexts) eine F\u00fclle von Fragen und Problemen. Nur in sehr speziellen F\u00e4llen, wenn die Aufnahme die einzige Quelle f\u00fcr eine Komposition oder Improvisation darstellt (wie bei den <em>Drei Improvisationen<\/em> von Isaac Alb\u00e9niz, <a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/index.html?Titel=Drei+Improvisationen+1903_953\" target=\"_blank\">HN 953<\/a>), entf\u00e4llt die Diskussion \u00fcber die Bedeutung solcher Aufnahmen f\u00fcr Urtext-Ausgaben.<\/p>\n<div id=\"attachment_7492\" style=\"width: 323px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/220px-WelteMignonKabinett.png\" target=\"_blank\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7492\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-7492 \" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/220px-WelteMignonKabinett.png\" alt=\"\" width=\"313\" height=\"289\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7492\" class=\"wp-caption-text\">Welte-Mignon-Reproduktionsklavier<\/p><\/div>\n<p>W\u00e4hrend die fr\u00fchen akustischen Aufnahmen (Phonograph, Grammophon) sehr stark unter ihrer schlechten technischen Qualit\u00e4t leiden, haben die seit 1904 entwickelten mechanischen Reproduktionsverfahren (Welte-Mignon, Duo-Art, Ampico) den Vorteil, dass sie bei der Wiedergabe frei von st\u00f6renden Nebenger\u00e4uschen sind und die jeweilige Einspielung recht genau wiedergeben. Die \u00dcbertragung des Spiels auf einem entsprechend technisch pr\u00e4parierten Klavier auf Lochstreifen, sogenannte Notenrollen, die nach Belieben wieder von solchen Reproduktionsklavieren abgespielt werden konnten, bedeutete damals einen sensationellen Fortschritt f\u00fcr die Wiedergabe einer Originalaufnahme. Denn wenn auch die Gesamtdauer je nach Einstellung des Reproduktionsklaviers leicht differieren konnte, so war doch die authentische Wiedergabe der Tempowechsel, der Dynamik und der Pedalisierung gesichert.<\/p>\n<p>Debussy hinterlie\u00df neben drei akustischen Aufnahmen von Vokalmusik (1904) insgesamt 14 Einspielungen eigener Klavierwerke auf dem Reproduktionsklavier Mignon der Firma Welte, die in sechs Notenrollen erhalten sind:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px\">WM 2733: <em>Children\u2019s Corner<\/em> (alle sechs St\u00fccke der Suite);<br \/>\nWM 2734: <em>D\u2019un cahier d\u2019esquisses<\/em>;<br \/>\nWM 2735: <em>La Soir\u00e9e dans Grenade<\/em> (aus <em>Estampes<\/em>);<br \/>\nWM 2736: <em>La plus que lente<\/em>;<br \/>\nWM 2738: <em>Danseuses de Delphes<\/em>, <em>La Cath\u00e9drale engloutie<\/em>, <em>La Danse de Puck<\/em> (aus <em>Pr\u00e9ludes I<\/em>);<br \/>\nWM 2739: <em>Le Vent dans la plaine<\/em>, <em>Minstrels<\/em> (aus <em>Pr\u00e9ludes I<\/em>).<\/p>\n<p>Ein Brief des Komponisten an Edwin Welte vom 1. November 1913 dr\u00fcckt seine Begeisterung \u00fcber das Ergebnis aus:<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>\u201eEs ist unm\u00f6glich, gr\u00f6\u00dfere Perfektion in der Wiedergabe zu erreichen als mit den Welte-Apparaten. Was ich geh\u00f6rt habe, hat mich in Erstaunen versetzt, und ich sch\u00e4tze mich gl\u00fccklich, Ihnen dies in diesen wenigen Zeilen zu best\u00e4tigen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Der genaue Zeitpunkt der Einspielungen ist nicht bekannt, aber vermutlich lag er nicht allzu weit vom Datum des Dankbriefes zur\u00fcck, das hei\u00dft, stellt man die mehrmonatige Produktionszeit f\u00fcr die Notenrolle in Rechnung, etwa Ende 1912 oder Anfang 1913.<\/p>\n<p>Welche Bedeutung k\u00f6nnen diese Aufnahmen f\u00fcr Urtext-Ausgaben haben? Zur Beantwortung lohnt es sich, den Blick von Henle aus auf andere kritische Ausgaben auszuweiten, deren Herausgeber zu durchaus unterschiedlichen Ergebnissen gelangen. Debussys Einspielungen sind, da sind sich alle einig, von unterschiedlicher Qualit\u00e4t. Au\u00dferdem zogen bautechnische Sachverhalte des Reproduktionsklaviers bestimmte Einbu\u00dfen nach sich: So waren nicht mehr als zwei verschiedene Dynamikabstufungen zur gleichen Zeit m\u00f6glich, und der Ambitus der Klaviatur reichte im Bass nur bis <em>C<\/em><sub>1<\/sub> (so dass etwa beim Schlussakkord von <em>Danseuses de Delphes<\/em> das tiefe <em>H<\/em><sub>2<\/sub> fehlt).<\/p>\n<p>Wie andere Komponisten auch erlaubte sich Debussy zahlreiche Freiheiten gegen\u00fcber dem Notentext: In <em>La plus que lente<\/em> fehlen die Takte 90\u201397, was insofern merkw\u00fcrdig ist, als er damit auf die Wiederholung des dynamischen H\u00f6hepunkts der Takte 86\u201389 in den Takten 94\u201397 (in Entsprechung zu T. 46 ff.) verzichtete. Bei L\u00e4ufen \u00e4nderte er gelegentlich die Noten oder aber auch, wie in Takt 43 in <em>D\u2019un cahier d\u2019esquisses<\/em>, den Charakter (Aufw\u00e4rts- statt Wellenbewegung, wobei das <em>as<\/em><sup>1<\/sup> statt <em>b<\/em><sup>1<\/sup> im zweiten Lauf wie auch das erneute Anschlagen des Basstones vermutlich nicht beabsichtigt waren):<\/p>\n<div id=\"attachment_7503\" style=\"width: 629px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/Nbsp_1a.jpg\" target=\"_blank\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7503\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-7503\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/Nbsp_1a-1024x670.jpg\" alt=\"\" width=\"619\" height=\"405\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/Nbsp_1a-1024x670.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/Nbsp_1a-300x196.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 619px) 100vw, 619px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7503\" class=\"wp-caption-text\">Nbsp. 1a: D\u2019un cahier d\u2019esquisse, Erstausgabe (Nachdruck) der Takte 40-44<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center\">&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_7500\" style=\"width: 624px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/Debussy_NB-1b.jpg\" target=\"_blank\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7500\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-7500\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/Debussy_NB-1b-1024x380.jpg\" alt=\"\" width=\"614\" height=\"228\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/Debussy_NB-1b-1024x380.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/Debussy_NB-1b-300x111.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 614px) 100vw, 614px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7500\" class=\"wp-caption-text\">Nbsp. 1b: D\u2019un cahier d\u2019esquisses, Takt 43 gem\u00e4\u00df Debussys Aufnahme<\/p><\/div>\n<p>Solche Befunde schm\u00e4lern die Nutzung dieser Aufnahmen als Quelle von vornherein. Es scheint, als seien die Resultate der besonderen Situation der Einspielungen geschuldet. Dass Debussy keine seiner Abweichungen sp\u00e4ter zur Korrektur des Notentexts vorsah (es gibt zumindest keinerlei Dokumente zu dieser Annahme), scheint diese Einsch\u00e4tzung zu best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Dementsprechend sieht Michael Stegemann (Herausgeber f\u00fcr Wiener Urtext Edition) die Bedeutung der Aufnahmen eher f\u00fcr die Interpretation als f\u00fcr die Edition. Sie dokumentierten ein \u201eeher unpr\u00e4tenti\u00f6ses, alles andere als virtuoses Klavierspiel\u201c, aber vermittelten \u201eein Bild jener viel beschworenen ,clart\u00e9\u2018, die den Kern seiner Musik ausmacht: Wenig rechtes Pedal, klar konturierte Linien, deutliche rhythmische Akzente widersprechen dem Klischee des ,Impressionismus\u2018\u201c. Konsequenterweise werden die Aufnahmen in seinen Ausgaben nur in Zweifelsf\u00e4llen zu Rate gezogen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Roy Howat (Durand) stellen die Aufnahmen sekund\u00e4re Quellen dar. Deren Abweichungen werden aber nicht ausschlie\u00dflich in Bemerkungen dokumentiert, sondern k\u00f6nnen gelegentlich auch in den Notentext selbst einflie\u00dfen, wie insbesondere der Fall von <em>La Cath\u00e9drale engloutie<\/em> zeigt. Debussys Metrumsvorgabe 6\/4 = 3\/2 zu Beginn des St\u00fccks bezieht sich augenscheinlich auf den mehrfachen Wechsel der Taktart und dementsprechend der Z\u00e4hlzeiten: Beginn in Vierteln, ab Takt 7 in Halben, ab Takt 13 wieder in Vierteln usw. In seiner Aufnahme dieses Pr\u00e9ludes spielt Debussy ab Takt 7 (und in den analogen Stellen) die Halben in etwa demselben Tempo wie vorher die Viertel. Der Wechsel des Metrums f\u00fchrt also hier zu einem Tempowechsel, der so nicht in den schriftlichen Quellen angegeben ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_7501\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/NBsp_2a.jpg\" target=\"_blank\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7501\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-7501\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/NBsp_2a-1024x794.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"496\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/NBsp_2a-1024x794.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/NBsp_2a-300x232.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7501\" class=\"wp-caption-text\">Nbsp. 2a: La Cath\u00e9drale engloutie, Erstausgabe Takte 1\u201312<\/p><\/div>\n<p>Mit Bezug auf die Einspielung erg\u00e4nzt Howat zu Takt 7 [Halbe = Viertel] und zu Takt 13 [Viertel = Halbe] sowie entsprechend an den analogen Stellen. Aber ist es tats\u00e4chlich vorstellbar, dass Debussy, der solche Werterelationen \u00f6fters in seinen Partituren notierte, hier diese Kennzeichnungen schlichtweg vergessen hatte?<\/p>\n<p>Hier \u00e4u\u00dfert <a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/der-verlag\/autoren\/ernst-guenter-heinemann.html\" target=\"_blank\">Ernst-G\u00fcnter Heinemann<\/a> (Henle) erhebliche Zweifel. Bei der Frage, welchen Quellenwert Debussys Aufnahmen f\u00fcr seine Henle-Ausgaben besitzen, bezieht er eine klare Stellung: Wegen Tempofragen, wie im gezeigten Beispiel, seien sie schon wichtig, aber insgesamt h\u00e4tten sie nicht den Wert der notierten Quellen (also den von Autographen oder Druckausgaben), seien daher eher sekund\u00e4r. Dementsprechend greift er auch hier nicht in den Notentext ein, sondern weist lediglich in einer Fu\u00dfnote auf Debussys Temponahme hin (aus Pr\u00e9lude I,<em> <\/em> <a href=\"http:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/index.html?Titel=Pr%C3%A9ludes%2C+Premier+livre_383\" target=\"_blank\">HN 383<\/a>):<\/p>\n<div id=\"attachment_7502\" style=\"width: 627px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/NBsp_2b.jpg\" target=\"_blank\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7502\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-7502 \" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/NBsp_2b-1024x388.jpg\" alt=\"\" width=\"617\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/NBsp_2b-1024x388.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2018\/05\/NBsp_2b-300x113.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7502\" class=\"wp-caption-text\">Nbsp. 2b: La Cath\u00e9drale engloutie, Fu\u00dfnote zu T. 7 in HN 383<\/p><\/div>\n<p>Eine \u00e4hnliche L\u00f6sung mit Fu\u00dfnote vertritt Thomas Kabisch (B\u00e4renreiter). Er geht davon aus, dass eine \u201e\u00e4u\u00dferlich gleichf\u00f6rmige Klangbewegung durch Wechsel der Z\u00e4hlzeit innerlich modifiziert\u201c wird, das hei\u00dft, sich die Tempobeschleunigung aus der Struktur der Musik und der Identit\u00e4t ihrer Kernfigur ergibt.<\/p>\n<p>Immerhin, so erg\u00e4nzt Heinemann, helfen die Aufnahmen in einzelnen F\u00e4llen, strittige Noten oder Notenwerte zu kl\u00e4ren. Ein Beispiel bietet hier erneut <em>D\u2019un cahier d\u2019esquisse<\/em>: Wie in Notenbeispiel 1a ersichtlich, notierte Debussy kein Vorzeichen vor der tiefsten Note im Akkord Takt 42. Die Aufnahme des Komponisten best\u00e4tigt, dass sie <em>B<\/em><sub>1<\/sub> (nicht <em>H<\/em><sub>1<\/sub>, wie der vorangehende Takt suggerieren k\u00f6nnte) lauten soll. Zugleich korrigiert Debussys Spiel in Takt 43 den in der Erstausgabe falschen Notenwert der \u00fcbergebundene Note <em>d<\/em><sup>1<\/sup> (viertletzte Note vor der Fermate), n\u00e4mlich eine punktierte Achtel statt einer punktierten Viertel.<\/p>\n<p>Die Welte-Mignon-Einspielungen sind mehrfach auf CD neu ver\u00f6ffentlicht worden, aber auch via <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LnkR0OoHHog\" target=\"_blank\">youtube<\/a> zug\u00e4nglich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Editoren von Urtext-Ausgaben tritt f\u00fcr den Zeitraum ab etwa &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2018\/05\/21\/debussy-im-urtext-%e2%80%93-teil-3-debussys-aufnahmen-seiner-klaviermusik\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[305,3,82],"tags":[18,681],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7485"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7485"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7485\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}