{"id":7909,"date":"2019-01-21T08:00:42","date_gmt":"2019-01-21T07:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.henle.de\/blog\/de\/?p=7909"},"modified":"2019-01-17T07:54:39","modified_gmt":"2019-01-17T06:54:39","slug":"skrjabins-klaviersonaten-in-einem-band","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2019\/01\/21\/skrjabins-klaviersonaten-in-einem-band\/","title":{"rendered":"Zehn auf einen Streich \u2013 Skrjabins Klaviersonaten in einem Band"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/HN-1331.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-7929\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/HN-1331.jpg\" alt=\"\" width=\"102\" height=\"135\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/HN-1331.jpg 1851w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/HN-1331-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/HN-1331-768x1013.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/HN-1331-776x1024.jpg 776w\" sizes=\"(max-width: 102px) 100vw, 102px\" \/><\/a>Manch ein Henle-Fan, der sich in unserem Urtext-Katalog auskennt, wird wissen, dass einige Werke bei uns \u201edoppelt\u201c erh\u00e4ltlich sind: Sowohl als Einzelausgabe als auch innerhalb eines Sammelbandes. Als Urtext-Verlag sind wir der Quellen\u00fcberlieferung verpflichtet, und daher geben wir im Normalfall Werke so heraus, wie die Komponisten sie nun einmal aus ihren H\u00e4nden gegeben haben. <!--more--><\/p>\n<p>Sind die St\u00fccke als Einzelwerke entstanden, erscheinen sie auch bei uns als Einzelausgaben (etwa die beiden <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/suche\/?q=Saint-Sa%C3%ABns%2C+Camille+Violoncellosonate&amp;katalog=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cellosonaten von Camille Saint-Sa\u00ebns<\/a>), sind sie vom Komponisten als gr\u00f6\u00dfere Einheit konzipiert, folgen wir dieser B\u00fcndelung (etwa die in K\u00fcrze erscheinenden sechs \u201e<a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/suche\/?q=hn1122&amp;katalog=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Haydn-Quartette<\/a>\u201c von Mozart, siehe den vorigen <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2019\/01\/07\/zu-einer-unerklaerlichen-fermaten-notation-in-mozarts-streichquartett-kv-428\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blog-Beitrag<\/a>). Aber das ist nat\u00fcrlich nur die halbe Wahrheit. Denn als Musikverleger denken wir nat\u00fcrlich immer an die Praxis und die Bed\u00fcrfnisse der Musiker. Es ist durchaus sinnvoll, Einzelwerke auch in gr\u00f6\u00dferen Einheiten anzubieten, wenn das den W\u00fcnschen der Musiker entgegenkommt. So w\u00e4re der Henle-Katalog etwa undenkbar ohne unsere beiden Sammelb\u00e4nde mit <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/suche\/?q=Beethoven+Klaviersonaten+Band&amp;katalog=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beethovens 32 Klaviersonaten<\/a>, eine Einheit, die vom Komponisten in dieser Form nie hergestellt wurde, die aber f\u00fcr alle Pianisten unverzichtbar ist, die diesen Meilenstein des Klavierrepertoires im \u00dcberblick auf dem Notenpult haben m\u00f6chten. Umgekehrt l\u00f6sen wir \u00dcberlieferungseinheiten dann auf, wenn ein Einzelwerk aus einem Gesamtzyklus so popul\u00e4r ist, dass Musiker nur dieses einzelne St\u00fcck kaufen m\u00f6chten (etwa die <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Humoreske+Ges-dur+op.+101+Nr.+7_1086\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Humoreske Nr. 7<\/a> aus Dvo\u0159\u00e1ks <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Humoresken+op.+101_1044\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Humoresken op. 101<\/a>, siehe auch den <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2017\/10\/02\/%e2%80%9eeine-kleine-fruhlingsweise%e2%80%9c-%e2%80%93-endlich-im-urtext\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blog-Beitrag<\/a> dazu). Wir lassen den Musikern damit ganz bewusst die Wahl, entweder zur preisg\u00fcnstigen Einzelausgabe zu greifen oder zum Sammelband \u2013 Henle-Urtext erwerben sie in beiden F\u00e4llen!<\/p>\n<div id=\"attachment_7912\" style=\"width: 182px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Scriabine_1905_god.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7912\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-7912\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Scriabine_1905_god.jpg\" alt=\"\" width=\"172\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Scriabine_1905_god.jpg 856w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Scriabine_1905_god-300x296.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Scriabine_1905_god-768x757.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 172px) 100vw, 172px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7912\" class=\"wp-caption-text\">Alexander Nikolajewitsch Skrjabin (1871\u20131915)<\/p><\/div>\n<p>Aber nun zu Alexander Skrjabins Klaviersonaten. Die Moskauer Skrjabin-Expertin Valentina Rubcova gab in den Jahren 2001-2014 die separat entstandenen <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/suche\/?q=Skrjabin+Klaviersonate&amp;katalog=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sonaten Nr. 1\u201310<\/a> in Einzelausgaben heraus. Ein wahres Mammutprojekt, denn die vergleichsweise geringen Umf\u00e4nge einer jeden Sonate stehen in keinem Verh\u00e4ltnis zur oftmals schwierigen Quellenlage und zum hochkomplexen Klaviersatz, der den klassischen Notensatz vor allem bei den sp\u00e4ten Sonaten oft bis an die Grenzen des Machbaren treibt. Es lag nach Abschluss dieses Projektes nahe, den einzigartigen Kosmos dieser Sonaten, die den Bogen von der Sp\u00e4tromantik zur Moderne schlagen, auch in einem Sammelband anzubieten. Denn viele Pianisten werden diesen Zyklus als Ganzes in den H\u00e4nden halten wollen. Und nun ist es soweit: Der Band <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Klaviersonaten+Nr.+1-10_1331\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HN 1331<\/a> wird in K\u00fcrze lieferbar sein!<\/p>\n<p>Was bietet nun dieser Sammelband? Alles, was Sie auch in den Einzelausgaben finden, und mehr! Vorwort und Bemerkungen sind deckungsgleich (selbstverst\u00e4ndlich als fortlaufende Texte neu montiert) und umrahmen den gut 200 Seiten starken Notenteil, der die Sonaten in chronologischer Reihenfolge anordnet. Wichtig war uns, Seitenumbruch und Wendestellen der Einzelausgaben auch im Sammelband beizubehalten, was bis auf wenige Ausnahmen gl\u00fccklicherweise gut aufging. Nur an drei Stellen w\u00e4re es n\u00f6tig gewesen, Leerseiten zwischen das Ende einer Sonate und die folgende Sonate einzubauen, um wieder mit der \u201erichtigen\u201c Position (rechte bzw. linke Seite) beginnen zu k\u00f6nnen. Warum aber nicht aus der Not eine Tugend machen und diese Leerseiten mit Inhalten f\u00fcllen, die dem Pianisten einen Mehrwert bieten?<\/p>\n<p>So gibt unser Sammelband im Anschluss an die vierte Sonate das oft zitierte \u201eProgramm\u201c wieder, jenen Text, der die ekstatische Stimmung des Werkes einf\u00e4ngt und der nach Publikation der Sonate (1904) im Umfeld Skrjabins entstand. Skrjabin selbst schreibt in einem Brief aus dem Jahr 1907: \u201eDie 4. Sonate hat einen Text; keinen gedruckten, er wurde nachtr\u00e4glich auf Grundlage der Musik zusammengestellt\u201c. Dieser Text, der also vermutlich auf Skrjabin selbst zur\u00fcckgeht, wurde allerdings erst 1948, lange nach seinem Tod gedruckt. Aus unserer Einzelausgabe <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Klaviersonate+Nr.+4+Fis-dur+op.+30_1110\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HN 1110<\/a> haben wir ihn nun auch in den Sammelband \u00fcbernommen, direkt gegen\u00fcber der letzten Notenseite der Sonate.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/HN_1331_Gedicht_S_89-Ausschnitt.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-7914 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/HN_1331_Gedicht_S_89-Ausschnitt.jpg\" alt=\"\" width=\"1548\" height=\"2118\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/HN_1331_Gedicht_S_89-Ausschnitt.jpg 1548w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/HN_1331_Gedicht_S_89-Ausschnitt-219x300.jpg 219w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/HN_1331_Gedicht_S_89-Ausschnitt-768x1051.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/HN_1331_Gedicht_S_89-Ausschnitt-748x1024.jpg 748w\" sizes=\"(max-width: 1548px) 100vw, 1548px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Vor der <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Klaviersonate+Nr.+6+op.+62_699\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">6. Sonate<\/a> haben wir auf der linken Seite eine Abbildung der autographen Stichvorlage platziert, die einen einmaligen Einblick in Skrjabins erstaunlich pr\u00e4zise und saubere Handschrift bietet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Doppelseite-zusammen-Sonate-6-Kopie.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-7915 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Doppelseite-zusammen-Sonate-6-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"3454\" height=\"3043\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Doppelseite-zusammen-Sonate-6-Kopie.jpg 3454w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Doppelseite-zusammen-Sonate-6-Kopie-300x264.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Doppelseite-zusammen-Sonate-6-Kopie-768x677.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Doppelseite-zusammen-Sonate-6-Kopie-1024x902.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 3454px) 100vw, 3454px\" \/><\/a>Die Gegen\u00fcberstellung von Autograph und Urtextedition ist dar\u00fcber hinaus eine Chance f\u00fcr Musiker, die beiden Notentexte einmal detailliert zu vergleichen (also unsere Arbeit \u2013 die der Herausgeber und Lektoren \u2013 nachzuvollziehen). Dem kundigen Auge erschlie\u00dft sich recht schnell, dass Skrjabin so sorgf\u00e4ltig notierte, dass korrigierende Eingriffe so gut wie nicht n\u00f6tig sind. Lediglich die Schreibung der Vortragsbezeichnungen musste behutsam korrigiert bzw. standardisiert werden. Und in T. 13\/14 fehlen im Autograph in der linken Hand B\u00f6gen: ein Phrasierungsbogen sowie der Haltebogen <em>Des\u2013Des<\/em> nach T. 14.<\/p>\n<div id=\"attachment_7916\" style=\"width: 592px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-6-T-13f-Autograph.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7916\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-7916 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-6-T-13f-Autograph.jpg\" alt=\"\" width=\"582\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-6-T-13f-Autograph.jpg 582w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-6-T-13f-Autograph-300x122.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 582px) 100vw, 582px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7916\" class=\"wp-caption-text\">Skrjabins Autograph der 6. Sonate T. 13 f.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_7917\" style=\"width: 596px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-6-T-13f-Henle.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7917\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-7917\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-6-T-13f-Henle.jpg\" alt=\"\" width=\"586\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-6-T-13f-Henle.jpg 995w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-6-T-13f-Henle-300x107.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-6-T-13f-Henle-768x273.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 586px) 100vw, 586px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7917\" class=\"wp-caption-text\">Henle Urtext der 6. Sonate T. 13 f.<\/p><\/div>\n<p>Um zu erfahren, wo unsere Edition diese B\u00f6gen hernimmt, reicht ein Blick in den Kritischen Bericht, der Auskunft dar\u00fcber gibt, dass diese B\u00f6gen tats\u00e4chlich sogar in zwei autographen Niederschriften sowie in der Erstausgabe fehlen, bei uns aber gem\u00e4\u00df einer Nebenquelle (der Ausgabe des Skrjabin-Sch\u00fclers Schiljajew) erg\u00e4nzt wurden.<\/p>\n<p>Einen \u00e4hnlichen Einblick bietet die Abbildungsseite neben dem Schluss der <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Klaviersonate+Nr.+8+op.+66_354\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">8. Sonate<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Doppelseite-zusammen-Sonate-8-Kopie.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-7921 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Doppelseite-zusammen-Sonate-8-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"4614\" height=\"3376\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Doppelseite-zusammen-Sonate-8-Kopie.jpg 4614w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Doppelseite-zusammen-Sonate-8-Kopie-300x220.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Doppelseite-zusammen-Sonate-8-Kopie-768x562.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Doppelseite-zusammen-Sonate-8-Kopie-1024x749.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 4614px) 100vw, 4614px\" \/><\/a>Sie zeigt ebenfalls den Schluss dieser Sonate, und zwar so, wie er sich in der Erstausgabe pr\u00e4sentiert. Auch in diesem Fall ist es aufschlussreich, sich die M\u00fche zu machen, die beiden Notentexte zu vergleichen. Denn obwohl Skrjabin eine \u00e4u\u00dferst sauber geschriebene Stichvorlage an den Verlag sandte und obwohl er selbst die Erstausgabe Korrektur las, haben sich in den Druck doch Fehler eingeschlichen. So steht zu Beginn von T. 489 in der rechten Hand statt der Einzelnote <em>fis<\/em><sup>3<\/sup> die Sexte a<sup>2<\/sup>\/<em>fis<\/em><sup>3<\/sup> und am Ende von T. 484 in der linken Hand als vorletzte Note <em>c<\/em> statt <em>A<\/em>.<\/p>\n<div id=\"attachment_7922\" style=\"width: 237px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-8-T-489-EA.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7922\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-7922 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-8-T-489-EA.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"242\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7922\" class=\"wp-caption-text\">Erstausgabe der 8. Sonate T. 489.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_7923\" style=\"width: 308px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-8-T-489-Henle.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7923\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-7923\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-8-T-489-Henle.jpg\" alt=\"\" width=\"298\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-8-T-489-Henle.jpg 411w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-8-T-489-Henle-300x255.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 298px) 100vw, 298px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7923\" class=\"wp-caption-text\">Henle Ausgabe der 8. Sonate T. 489.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_7924\" style=\"width: 236px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-8-T-494-EA.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7924\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-7924\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-8-T-494-EA.jpg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"182\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7924\" class=\"wp-caption-text\">Erstausgabe der 8. Sonate T. 494.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_7925\" style=\"width: 309px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-8-T-494-Henle.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7925\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-7925\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-8-T-494-Henle.jpg\" alt=\"\" width=\"299\" height=\"236\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-8-T-494-Henle.jpg 336w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/01\/Sonate-8-T-494-Henle-300x237.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7925\" class=\"wp-caption-text\">Henle Ausgabe der 8. Sonate T. 494.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dass es sich bei diesen Noten tats\u00e4chlich um Fehler handelt, die unser Urtext korrigiert \u2013 dar\u00fcber gibt wieder der Kritische Bericht Auskunft. Durch einen Abgleich mit dem Autograph gelang es der Herausgeberin beide Fehler der Erstausgabe zu korrigieren. Es zeigt sich einmal mehr: Der Blick in die Worttexte (Vorwort und Bemerkungen) unserer Urtextausgaben lohnt sich!<\/p>\n<p>Ich hoffe, Sie sind neugierig geworden auf unseren Sammelband, der einen einzigartigen Einblick in die Welt des Klang-Mystikers Skrjabin bietet!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manch ein Henle-Fan, der sich in unserem Urtext-Katalog auskennt, wird &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2019\/01\/21\/skrjabins-klaviersonaten-in-einem-band\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[347,301,739,3,316],"tags":[81],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7909"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7909"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7909\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}