{"id":8216,"date":"2019-06-10T08:00:40","date_gmt":"2019-06-10T06:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.henle.de\/blog\/de\/?p=8216"},"modified":"2019-06-05T12:07:01","modified_gmt":"2019-06-05T10:07:01","slug":"die-andere-art-von-quellen-briefe-zu-max-bruchs-kol-nidrei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2019\/06\/10\/die-andere-art-von-quellen-briefe-zu-max-bruchs-kol-nidrei\/","title":{"rendered":"Die andere Art von Quellen: Briefe zu Max Bruchs \u201eKol Nidrei\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/HN-1145.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-8226\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/HN-1145.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"301\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/HN-1145.jpg 1851w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/HN-1145-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/HN-1145-768x1013.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/HN-1145-776x1024.jpg 776w\" sizes=\"(max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/a>Eine Urtext-Ausgabe (nicht nur) des Henle-Verlags zeichnet sich bekanntlich dadurch aus, dass sie auf einer kritischen Untersuchung aller Quellen zum Werk basiert und diese dann auch in einem Bemerkungsteil beschreibt, bewertet und die editorischen Entscheidungen dokumentiert. Schaut man sich diese <em>Bemerkungen<\/em> in unseren Urtext-Ausgaben einmal genauer an, so k\u00f6nnte man meinen, diese Quellen umfassen allein musikalische Handschriften und Drucke. Aber das ist nat\u00fcrlich nur die halbe Wahrheit, denn neben solchen Prim\u00e4rquellen der Edition spielen auch zahlreiche sekund\u00e4re Quellen eine Rolle, seien es Rezensionen oder Programmhefte, Gesch\u00e4ftsb\u00fccher des Verlags oder Tageb\u00fccher und Korrespondenz des Komponisten, in denen sich wichtige Hinweise \u2013 z. B. f\u00fcr die Datierung eines Werks oder die Autorisierung eines Arrangements \u2013 finden k\u00f6nnen. Diese andere Art von Quellen wird bei Henle in der Regel nur sehr knapp im <em>Vorwort<\/em> erw\u00e4hnt \u2013 was nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen sollte, dass die Suche nach und Auswertung von ihnen mitunter aufwendiger sein kann als die reine Editionsarbeit.<!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_8217\" style=\"width: 202px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Max_bruch.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8217\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8217\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Max_bruch.jpg\" alt=\"\" width=\"192\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Max_bruch.jpg 1528w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Max_bruch-205x300.jpg 205w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Max_bruch-768x1124.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Max_bruch-700x1024.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 192px) 100vw, 192px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8217\" class=\"wp-caption-text\">Max Bruch (1883\u20131920)<\/p><\/div>\n<p>So stand bei meiner Vorbereitung des Klavierauszugs von Max Bruchs <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Kol+Nidrei+op.+47+f%C3%BCr+Violoncello+und+Orchester_1145\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Kol Nidrei <\/em><\/a>f\u00fcr Violoncello und Orchester nach Befragung der einschl\u00e4gigen Literatur und Kataloge relativ schnell fest, dass wir auf Autographe, Stichvorlagen oder handschriftliches Auff\u00fchrungsmaterial aus dem Umkreis des Komponisten nicht mehr zu hoffen brauchten, sondern nur die 1881 bei Simrock erschienenen Erstausgaben von Partitur und Klavierauszug zur Edition heranzuziehen waren. Daf\u00fcr gab es umso mehr Hinweise auf Briefe von und an Max Bruch, in denen das Stichwort \u201eKol Nidrei\u201c auftauchte. Zwar wartet die Bruch-Forschung noch auf eine wissenschaftliche Aufarbeitung seiner umfangreichen Korrespondenz, aber einige Bereiche \u2013 wie zum Beispiel der Briefwechsel mit seinem Verleger Fritz Simrock \u2013 sind immerhin kursorisch in Aufs\u00e4tzen erfasst<em>.<\/em> Weitere Hinweise lieferten Christopher Fifields aktuelle Standard-Monographie (<a href=\"https:\/\/boydellandbrewer.com\/max-bruch-pb.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Boydell Press 2005<\/a>) und der lesenswerte Aufsatz von Sabine Lichtenstein \u00fcber die hebr\u00e4ischen Melodien in <em>Kol Nidrei<\/em> und ihre \u00dcberlieferung durch einen j\u00fcdischen Kantor (<a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/41124301?seq=1#page_scan_tab_contents\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Die Musikforschung<\/em> 1996<\/a>, S. 349\u2013367). Zudem arbeitet man im K\u00f6lner <a href=\"http:\/\/maxbrucharchiv.ub.uni-koeln.de\/portal\/home.html?l=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Max-Bruch-Archiv (MBA)<\/a> seit geraumer Zeit an einem Online-Katalog des wichtigsten Briefbestands mit \u00fcber 7000 Briefen von und an Max-Bruch, die sich dort befinden.<\/p>\n<p>Und so machte ich mich mit Unterst\u00fctzung der K\u00f6lner Bibliothekarinnen auf die Suche nach weiteren Informationen zur Entstehung, Auff\u00fchrung und Drucklegung von <em>Kol Nidrei<\/em>. Der aus der Lekt\u00fcre von gut 20 Briefen mit immerhin fast 80 Seiten resultierende Erkenntnisgewinn war h\u00f6chst disparat: Die Mehrzahl der Briefe war <strong>an<\/strong> Bruch gerichtet, von der Schwester Mathilde sowie von Freunden und Musikern, und bot inhaltlich kaum mehr als die Erw\u00e4hnung gewesener oder geplanter Auff\u00fchrungen von <em>Kol Nidrei<\/em> in Deutschland, Frankreich oder an Bruchs damaliger Wirkungsst\u00e4tte Liverpool. Ein sch\u00f6nes Indiz f\u00fcr die schnelle Verbreitung des Werkes in den 1880er Jahren, aber ohne weitere Bedeutung f\u00fcr eine Urtext-Ausgabe. Gleiches gilt f\u00fcr diverse musikalische Widmungskarten, auf denen Bruch noch bis 1912 (30 Jahre nach der Entstehung von <em>Kol Nidrei<\/em>!) den Anfang der Cello-Melodie notierte, die offenbar inzwischen zu einer musikalischen Unterschrift geworden war.<\/p>\n<div id=\"attachment_8225\" style=\"width: 618px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Musikalische-Widmungskarte.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8225\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8225\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Musikalische-Widmungskarte.jpg\" alt=\"\" width=\"608\" height=\"377\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Musikalische-Widmungskarte.jpg 2252w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Musikalische-Widmungskarte-300x186.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Musikalische-Widmungskarte-768x476.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Musikalische-Widmungskarte-1024x635.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 608px) 100vw, 608px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8225\" class=\"wp-caption-text\">Musikalische Widmungskarte (aus: <a href=\"https:\/\/boydellandbrewer.com\/max-bruch-pb.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fifield<\/a>, S. 192)<\/p><\/div>\n<p>Auch die einem Brief Bruchs an seinen Freund Emil Kamphausen zu entnehmende Bemerkung, Hausmann habe \u201enicht nachgelassen auf mich zu pauken und zu h\u00e4mmern, bis ich das St\u00fcck geschrieben habe\u201c (31.1.1882) lieferte zwar eine sch\u00f6ne Formulierung f\u00fcr das <em>Vorwort<\/em>, aber keine neuen Fakten. Und selbst Bruchs Briefe an den Freund und Verleger Fritz Simrock schienen zun\u00e4chst nur die bereits bekannten Informationen \u00fcber den Auftraggeber Robert Hausmann, die ersten Proben in Berlin und Liverpool im Winter 1880\/81 sowie die Herkunft der hebr\u00e4ischen Melodien zu enthalten \u2013 bis schlie\u00dflich mit einem Schreiben vom 8. April 1881 aus Liverpool doch noch der eine Brief kam, der bislang nicht ver\u00f6ffentlicht war und den Aufwand lohnte:<\/p>\n<div id=\"attachment_8220\" style=\"width: 567px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/0020_F.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8220\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8220\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/0020_F.jpg\" alt=\"\" width=\"557\" height=\"835\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/0020_F.jpg 1523w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/0020_F-200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/0020_F-768x1150.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/0020_F-684x1024.jpg 684w\" sizes=\"(max-width: 557px) 100vw, 557px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8220\" class=\"wp-caption-text\">1. Seite des Briefs an Simrock, 8.4.1881 (MBA)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: right\"><em><span style=\"color: #4e8db1\">Liverpool,<br \/>\n8. April \u201881<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"margin-left: 70.8pt\"><em><span style=\"color: #4e8db1\">Lieber Simrock,<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"margin-left: 70.8pt\"><em><span style=\"color: #4e8db1\">zun\u00e4chst herzlichen Dank f\u00fcr die Zusendung der beiden Brahms\u2019schen Ouvert\u00fcren, die ich sobald wie m\u00f6glich mit Frl. Michiels spielen werde. <\/span><\/em><span style=\"color: #4e8db1\">[\u2026]<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-left: 70.8pt\"><em><span style=\"color: #4e8db1\">Hierbei sende ich Ihnen endlich Kol Nidrei, op. 47, und die M\u00e4nner-Ch\u00f6re op. 48. Wollen Sie mir f\u00fcr <u><span style=\"color: #4e8db1\">jedes<\/span><\/u> opus <u><span style=\"color: #4e8db1\">\u00a3 30<\/span><\/u> geben (\u00e0 20 Mark) <\/span><\/em><span style=\"color: #4e8db1\">[Zuf\u00fcgung am Seitenrand:<em><span style=\"color: #4e8db1\"> am Besten durch Wechsel auf London.<\/span><\/em>] <em><span style=\"color: #4e8db1\">so bin ich zufrieden und sage sch\u00f6nen Dank. \u2013<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-left: 70.8pt\"><em><span style=\"color: #4e8db1\">Zu Kol Nidrei bemerke ich Folgendes: <\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"margin-left: 70.8pt\"><em><span style=\"color: #4e8db1\">1) die Clavier-Begleit. ist f\u00fcr die Violin- und Cello-Ausgabe ganz dieselbe. Indessen, da die Geige wesentlich abweicht, so mu\u00df ja doch das Ganze f\u00fcr die Geigen-Ausgabe neu gestochen werden.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"margin-left: 70.8pt\"><em><span style=\"color: #4e8db1\">2) Ist Ihnen der <u><span style=\"color: #4e8db1\">Titel<\/span><\/u> so recht, oder w\u00fcnschen Sie ihn anders? Dies St\u00fcck ist ein kleines Pendant zur Schott. Fantasie, da es, wie diese, einen gegebenen melodischen Stoff in k\u00fcnstlerischer Weise erweitert. Jedenfalls bin ich doch verpflichtet, anzugeben, woher ich den Stoff habe \u2013 also d\u00e4chte ich: \u201eKol Nidrei <u><span style=\"color: #4e8db1\">Nach Hebr\u00e4ischen Melodien<\/span><\/u> <\/span><\/em><span style=\"color: #4e8db1\">[Zuf\u00fcgung am Seitenrand:<\/span> <em><span style=\"color: #4e8db1\">Es sind n\u00e4mlich <u><span style=\"color: #4e8db1\">zwei<\/span><\/u> Melodien frei benutzt.<\/span><\/em><span style=\"color: #4e8db1\">]<\/span> <em><span style=\"color: #4e8db1\">\u2013<\/span> <\/em><em><span style=\"color: #4e8db1\">von MB.\u201c (nicht \u201ecomponirt von\u201c). <\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"margin-left: 70.8pt\"><em><span style=\"color: #4e8db1\">3) Die <u><span style=\"color: #4e8db1\">Cello<\/span><\/u>-Stimme ist von <u><span style=\"color: #4e8db1\">Hausmann<\/span><\/u>, die Geigenstimme von <u><span style=\"color: #4e8db1\">Schiever<\/span><\/u> genau bezeichnet. Ueberhaupt ist das St\u00fcck v\u00f6llig druckfertig. \u2013<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"margin-left: 70.8pt\"><em><span style=\"color: #4e8db1\">In Bezug auf die <u><span style=\"color: #4e8db1\">M\u00e4nner-Ch\u00f6re<\/span><\/u> m\u00f6chte ich fragen<\/span><\/em> <span style=\"color: #4e8db1\">[\u2026]<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Damit hatte ich nicht nur Ort und Datum der Vollendung der Komposition (Liverpool, 8. April 1881) sowie einen Beleg f\u00fcr die Autorisation der (heute kaum bekannten) Geigen-Fassung und der (vom Komponisten \u00fcbersandten!) Klavier-Begleitung, sondern auch eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr den etwas unhandlichen Titel des Werkes, der vom Verleger geflissentlich \u00fcbernommen wurde. Und schlie\u00dflich informiert uns dieses Schreiben dar\u00fcber, dass die offenbar einzeln notierten Solostimmen jeweils von Hausmann bzw. dem Geiger Heinrich Schiever (mit dem Bruch das Werk bereits mehrfach aufgef\u00fchrt hatte) \u201egenau bezeichnet\u201c waren und das St\u00fcck damit \u201ev\u00f6llig druckfertig\u201c sei.<\/p>\n<div id=\"attachment_8224\" style=\"width: 632px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Titelseite-EA.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8224\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8224\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Titelseite-EA.jpg\" alt=\"\" width=\"622\" height=\"760\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Titelseite-EA.jpg 2185w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Titelseite-EA-246x300.jpg 246w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Titelseite-EA-768x938.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2019\/06\/Titelseite-EA-838x1024.jpg 838w\" sizes=\"(max-width: 622px) 100vw, 622px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8224\" class=\"wp-caption-text\">Titelseite der Erstausgabe des Klavierauszugs<\/p><\/div>\n<p>Diese explizite Autorisation der einzeln notierten Cellostimme lieferte ein wesentliches Argument f\u00fcr die Bewertung der musikalischen Quellen: Hier waren beim Vergleich der Solostimme in Orchester-Partitur, Klavier-Partitur und Einzelstimme einige kleine, aber signifikante Abweichungen (z. B. staccato statt tenuto) zutage getreten, von denen zu vermuten war, dass sie auf eine \u201eRevision\u201c der Solostimme, die nicht vollst\u00e4ndig in die Partituren \u00fcbertragen worden war, zur\u00fcckgehen. Durch Bruchs Brief war nun klar, dass sie von Hausmann stammen und von Bruch autorisiert sind \u2013 und daher Vorrang bei der Edition haben. Die Lekt\u00fcre hatte sich gelohnt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Urtext-Ausgabe (nicht nur) des Henle-Verlags zeichnet sich bekanntlich dadurch &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2019\/06\/10\/die-andere-art-von-quellen-briefe-zu-max-bruchs-kol-nidrei\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[423,752,341,753,3,378],"tags":[755,754],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8216"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8216"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8216\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8216"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8216"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8216"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}