{"id":8644,"date":"2020-02-10T08:00:12","date_gmt":"2020-02-10T07:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.henle.de\/blog\/de\/?p=8644"},"modified":"2020-01-30T11:10:59","modified_gmt":"2020-01-30T10:10:59","slug":"interview-michael-korstick-beethoven-als-fixstern-meines-musikalischen-universums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2020\/02\/10\/interview-michael-korstick-beethoven-als-fixstern-meines-musikalischen-universums\/","title":{"rendered":"Interview Michael Korstick: Beethoven als Fixstern meines musikalischen Universums"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_8654\" style=\"width: 238px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Michael-Korstick.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8654\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-8654\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Michael-Korstick.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"167\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Michael-Korstick.jpg 1920w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Michael-Korstick-300x221.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Michael-Korstick-1024x754.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Michael-Korstick-768x566.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Michael-Korstick-1536x1131.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8654\" class=\"wp-caption-text\">Michael Korstick<\/p><\/div>\n<p>Im Beethoven-Jahr m\u00f6chte das Autorenteam des Henle-Blogs immer wieder Interviews mit K\u00fcnstlern einstreuen, die sich besonders um Beethovens Werk verdient gemacht haben und die gleichzeitig mit dem Haus Henle und seinen Urtextausgaben eng verbunden sind. Den Anfang macht <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michael_Korstick\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Michael Korstick<\/a>, der bei <a href=\"https:\/\/www.oehmsclassics.de\/interpret\/909\/interpret.aspx?interpretid=909\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Oehms Klassik<\/a> in den Jahren 1997\u20132008 Klavierwerke Beethovens in 11 Folgen eingespielt hat, darunter alle 32 Klaviersonaten, die gro\u00dfen Variationszyklen op. 34, 35, 120, die sp\u00e4ten Bagatellen op. 126 sowie die \u201eWut \u00fcber den verlorenen Groschen\u201c. Ein wahrhaft beeindruckendes Kompendium und dazu eine Aufnahme, die f\u00fcr die Beethoven-Interpretation Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt hat.<!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #4e8db1\">Norbert M\u00fcllemann (NM): Lieber Herr Korstick, wir stehen noch am Beginn des Beethoven-Jubeljahres \u2013 blicken Sie eher mit Freude oder mit Schrecken auf die kommenden 11 Monate?<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_8653\" style=\"width: 281px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Seiffert_Korstick_Muellemann.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8653\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8653\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Seiffert_Korstick_Muellemann.jpg\" alt=\"\" width=\"271\" height=\"274\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Seiffert_Korstick_Muellemann.jpg 1000w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Seiffert_Korstick_Muellemann-297x300.jpg 297w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Seiffert_Korstick_Muellemann-768x776.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 271px) 100vw, 271px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8653\" class=\"wp-caption-text\">Verlagsleiter Dr. Wolf-Dieter Seiffert, Michael Korstick und Dr. Norbert M\u00fcllemann<\/p><\/div>\n<p>Michael Korstick (MK): Eine gute Frage &#8230; die Antwort d\u00fcrfte wohl irgendwo in der Mitte liegen. Nat\u00fcrlich kann man gar nicht genug Beethoven zu h\u00f6ren bekommen, so viel ist sicher. Nur bef\u00fcrchte ich, dass anstelle einer wertvollen Jubil\u00e4umsfeier eine Marketing-Orgie \u00fcber uns hereinbricht, die viel \u00dcberfl\u00fcssiges und \u00c4rgerliches mit sich bringen wird. Ich m\u00f6chte gar nicht dar\u00fcber nachdenken, wie viele Neuaufnahmen nun auf den Markt geworfen werden, die die Welt nicht braucht und die null Erkenntniswert haben. Auf der anderen Seite sehe ich es als Chance, dass die enorme mediale Wirkung dieses Jubil\u00e4ums m\u00f6glicherweise vielen Menschen einen Erstkontakt zu dieser gro\u00dfen Musik erm\u00f6glicht, den es sonst nicht gegeben h\u00e4tte. Ich pers\u00f6nlich hatte mir aus Widerspruchsgeist und purer Renitenz eigentlich vorgenommen, 2020 \u00fcberhaupt keinen Beethoven zu spielen, aber das war (leider?) nicht durchzuhalten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #4e8db1\"> NM: F\u00fcr uns Konsumenten ist das nat\u00fcrlich eher eine gute Nachricht! Was bedeutet Ihnen denn Beethoven und welchen Stellenwert nimmt er in Ihrem Repertoire ein?<\/span><\/p>\n<p>MK: Von Anfang an war Beethoven der Fixstern meines musikalischen Universums. Ich kann mich bis heute gut daran erinnern, was die Erstbegegnungen mit jedem einzelnen Werk in mir als ganz jungem Kerl ausgel\u00f6st haben. Das ein Erdbeben zu nennen, w\u00e4re eine glatte Untertreibung! Bis heute ist die Auseinandersetzung mit Beethovens Werken ein zentrales Anliegen f\u00fcr mich geblieben.<\/p>\n<p><span style=\"color: #4e8db1\"> <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Korstick-und-Beethoven.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-8651 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Korstick-und-Beethoven.jpg\" alt=\"\" width=\"968\" height=\"610\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Korstick-und-Beethoven.jpg 968w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Korstick-und-Beethoven-300x189.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Korstick-und-Beethoven-768x484.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 968px) 100vw, 968px\" \/><\/a>NM: Ich finde, das merkt man Ihrem Spiel an! Die Kritik war ja ganz begeistert \u00fcber Ihr gro\u00dfes Beethoven-Projekt bei Oehms. Man meint einen \u201eneuen\u201c Beethoven-Ton zu h\u00f6ren und dennoch hat man immer das Gef\u00fchl, dass er sich zwingend folgerichtig aus der Musik selbst ergibt. Haben Sie sich bei Ihrer Einspielung von einer Grundidee leiten lassen? Hatten Sie sich selbst ein Ziel gesetzt, wie Sie uns Beethoven pr\u00e4sentieren wollten?<\/span><\/p>\n<p>MK: Das ist extrem schwierig zu beantworten. Und jeder Versuch einer Antwort \u00f6ffnet die T\u00fcr zu schwerwiegenden Missverst\u00e4ndnissen. Zum Beispiel wurde meine Herangehensweise, nachdem ich mich in einigen Interviews dazu ge\u00e4u\u00dfert hatte, in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung sehr stark, fast schon eindimensional, auf den Aspekt der sogenannten Werktreue reduziert. Nat\u00fcrlich habe ich mich bem\u00fcht, mich durch eigene Quellenforschungen so nah wie m\u00f6glich an den Sinn des von Beethoven Gemeinten heranzuarbeiten, aber letzten Endes kann und darf es doch nicht darum gehen, irgendetwas als richtig Erkanntes gleichsam zu referieren, sondern das Ergebnis solcher Bem\u00fchungen muss sein, das &#8220;Richtige&#8221; zu erkennen, zu erf\u00fchlen, und dann nachsch\u00f6pferisch in Klang zu verwandeln. Um Beethovens gefl\u00fcgeltes Wort zu paraphrasieren: der Interpret muss erkennen, was aus dem Herzen des Komponisten kommt, bevor er sein Herzblut darauf verwendet, das Herz des H\u00f6rers zu ber\u00fchren. Da ist dann kein Platz f\u00fcr Beliebigkeit oder Befindlichkeitsgeschwafel!<\/p>\n<p><span style=\"color: #4e8db1\"> NM: Der G. Henle Verlag ist sehr gl\u00fccklich dar\u00fcber, dass Sie f\u00fcr unsere Henle Library App derzeit einen Fingersatz zu den 32 Klaviersonaten Beethovens erarbeiten. Was sind die besonderen Herausforderungen, wenn man einen Beethoven-Fingersatz entwickelt? Wird er individuell auf Michael Korstick zugeschnitten sein oder haben Sie eher einen p\u00e4dagogischen Ansatz, mit Blick auf einen f\u00fcr den Durchschnittspianisten gut verdaulichen Fingersatz?<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_8649\" style=\"width: 271px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Beethoven.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8649\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8649\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Beethoven.jpg\" alt=\"\" width=\"261\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Beethoven.jpg 1200w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Beethoven-249x300.jpg 249w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Beethoven-852x1024.jpg 852w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/Beethoven-768x924.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8649\" class=\"wp-caption-text\">Ludwig van Beethoven (1770\u20131827)<\/p><\/div>\n<p>MK: Dieses Projekt ist f\u00fcr mich deshalb besonders spannend, weil hier ein neues Medium zum Einsatz kommt, das die Anforderungen an einen Fingersatz f\u00fcr eine klassische Druckausgabe radikal ver\u00e4ndert, schon allein dadurch, dass der Nutzer in der App f\u00fcr das gleiche St\u00fcck mehrere Fingers\u00e4tze zur Auswahl hat. Der Fingersatz von Conrad Hansen f\u00fcr die ikonische Henle-Ausgabe von B. A. Wallner hat mit Erfolg etwas geschafft, was ich die Quadratur des Kreises nennen w\u00fcrde, und ich sage das nicht, weil ich \u00fcber meinen ersten Lehrer J\u00fcrgen Troester ein Enkelsch\u00fcler Hansens war. Hier liegt ein Fingersatz vor, der einerseits klassischen Regeln gen\u00fcgt und f\u00fcr eine Vielzahl von unterschiedlichen H\u00e4nden geeignet ist, andererseits von Hansen in der Praxis erfolgreich erprobt war. Die bahnbrechende Henle-App versetzt mich aber nun in die Lage, f\u00fcr den interessierten Pianisten meine pers\u00f6nlichen L\u00f6sungen 1:1 zug\u00e4nglich zu machen, ohne irgendwelche R\u00fccksichten auf p\u00e4dagogische Verdaulichkeit nehmen zu m\u00fcssen. Deshalb sehe ich meine pers\u00f6nlichen Fingers\u00e4tze als nichts anderes an, als eine reine Informationsquelle f\u00fcr Pianistenkollegen, die wissen wollen, welche L\u00f6sungen ich selbst benutze und die die klangliche Umsetzung anhand meiner Aufnahmen \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #4e8db1\"> NM: Kommen wir zum Notentext selbst, ob in App oder Print: Wie wichtig ist Ihnen, Beethoven aus einer Urtextausgabe (idealerweise aus dem Haus Henle\u2026) zu spielen? Bietet ein bereinigter Urtext, der keine instruktiven Hinweise enth\u00e4lt, dennoch genug Anregungen f\u00fcr die Interpretation?<\/span><\/p>\n<p>MK: Es gibt bei Beethoven keine Alternative zum Urtext! Beethoven war der erste Komponist, der genaue, fast \u00fcbertrieben genaue, Vortragsbezeichnungen hinterlassen hat, weil ihm wichtig war, jedes ausdrucksm\u00e4\u00dfige Detail f\u00fcr den Spieler zu fixieren. Noch die Mozart-Generation war davon ausgegangen, dass ihre Werke entweder von direkten Sch\u00fclern gespielt w\u00fcrden oder von Komponistenkollegen, die schon wissen w\u00fcrden, was gemeint ist. Beethoven hingegen war ein Neuerer und Individualist, der seinen pers\u00f6nlichen und revolution\u00e4ren Stil genau fixiert hat, als h\u00e4tte er vorausgeahnt, dass seine Werke eines Tages in die H\u00e4nde von &#8220;reisenden Virtuosen&#8221; fallen w\u00fcrden. Ich selber lernte die Beethoven-Sonaten durch die B\u00fclow-Ausgabe kennen, die mein Vater, der w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs in Amerika interniert war, zur\u00fcckgebracht hatte. Als ich im Alter von 11 Jahren den 1. Preis im &#8220;Jugend musiziert&#8221;-Wettbewerb in K\u00f6ln gewann, erhielt ich als Preis einen Notengutschein \u00fcber 200 Mark, den ich zum Kauf der Henle-Ausgaben des Wohltemperierten Klaviers von Bach, der Mozart-Sonaten und der Beethoven-Sonaten einl\u00f6ste. Das ver\u00e4nderte mein musikalisches Weltbild komplett! Sogenannte instruktive Hinweise wie in den Beethoven-Ausgaben von B\u00fclow oder Schnabel m\u00f6gen interessant oder sogar inspirierend sein, sie k\u00f6nnen aber nicht das vom Komponisten Fixierte ersetzen oder gar verbessern. Nur die genaue Befolgung der Urtext-Angaben kann Voraussetzung f\u00fcr eine eigene Auslegung des musikalischen Textes sein. Es ist schon schwer genug, jede einzelne Vortragsanweisung des Komponisten sinnvoll umzusetzen, zus\u00e4tzliche oder gar ver\u00e4ndernde Anmerkungen braucht niemand.<\/p>\n<p><span style=\"color: #4e8db1\"> NM: Gibt es, wenn Sie auf Beethovens Klavierschaffen blicken, ein Werk, das herausragende oder besonders schwierige Textprobleme bietet, bei denen eine Urtextausgabe unerl\u00e4sslich ist, um die f\u00fcr den Interpreten n\u00f6tige Aufkl\u00e4rungsarbeit zu leisten?<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/HN-1032-scaled.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-8650\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/HN-1032-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"255\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/HN-1032-scaled.jpg 1940w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/HN-1032-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/HN-1032-776x1024.jpg 776w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/HN-1032-768x1013.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/HN-1032-1164x1536.jpg 1164w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/02\/HN-1032-1552x2048.jpg 1552w\" sizes=\"(max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/a>MK: Urtextausgaben sind grunds\u00e4tzlich unerl\u00e4sslich! Und die Verlage stehen hier in einer st\u00e4ndigen Verantwortung, immer weiter zu forschen und eventuelle editorische Fehler zu revidieren. Ein wunderbares Beispiel: w\u00e4hrend der Vorbereitungen f\u00fcr meine CD-Aufnahme der Diabelli-Variationen von 2004 fand ich bei meinen Studien im Archiv des <a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beethoven-Hauses in Bonn<\/a> einen Fehler in der 10. Variation, der zu verschiedenen Lesarten eines Akkordes in allen damals vorliegenden Ausgaben gef\u00fchrt hatte, keine davon korrekt. Auf der CD spielte ich meine eigene L\u00f6sung. In der <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Diabelli-Variationen+op.+120_1276&amp;setgeolang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">neuen Henle-Ausgabe<\/a> fand ich diesen Fehler nun exakt so korrigiert, was mich mit einer fast schon pers\u00f6nlichen Genugtuung erf\u00fcllte. Nat\u00fcrlich ist es nicht entscheidend, <em>welche<\/em> Noten man spielt, sondern <em>wie<\/em> man sie spielt &#8211; aber wenn k\u00fcnstlerische Inspiration verbunden ist mit optimaler Textgenauigkeit, dann ist vielleicht wirklich einmal das Beste zweier Welten erreichbar.<\/p>\n<p><span style=\"color: #4e8db1\"> NM: Ein sch\u00f6nes Schlusswort! Lieber Herr Korstick, ich danke Ihnen f\u00fcr dieses Interview. Wir freuen uns schon sehr auf Ihren App-Fingersatz und w\u00fcnschen Ihnen f\u00fcr das Beethoven-Jahr mit seinen Projekten das Allerbeste!<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Beethoven-Jahr m\u00f6chte das Autorenteam des Henle-Blogs immer wieder Interviews &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2020\/02\/10\/interview-michael-korstick-beethoven-als-fixstern-meines-musikalischen-universums\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[293,771,3],"tags":[7,772],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8644"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8644"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8644\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8657,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8644\/revisions\/8657"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8644"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8644"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8644"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}