{"id":8764,"date":"2020-04-06T08:00:02","date_gmt":"2020-04-06T06:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.henle.de\/blog\/de\/?p=8764"},"modified":"2020-04-06T09:20:23","modified_gmt":"2020-04-06T07:20:23","slug":"beehovens-diabelli-variationen-im-neuen-gewand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2020\/04\/06\/beehovens-diabelli-variationen-im-neuen-gewand\/","title":{"rendered":"Beethovens Diabelli-Variationen im neuen Gewand"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-1276_Cover-scaled.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-8775\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-1276_Cover-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"139\" height=\"184\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-1276_Cover-scaled.jpg 1940w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-1276_Cover-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-1276_Cover-776x1024.jpg 776w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-1276_Cover-768x1013.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-1276_Cover-1164x1536.jpg 1164w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-1276_Cover-1552x2048.jpg 1552w\" sizes=\"(max-width: 139px) 100vw, 139px\" \/><\/a>Beethoven und die Variation \u2013 ich gebe zu: Das ist in unserem Henle-Blog nun kein neues Thema mehr. Mein Kollege Dominik Rahmer hat im Januar schon eine umfassende <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2020\/01\/13\/beethoven-variationen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gesamtschau auf das Variationenschaffen<\/a> des Bonner Jubilars beigesteuert, in der er vor allem Entdeckungen akzentuiert und Ihnen, unserer Lesergemeinde, vorgestellt hat. Mit einer Entdeckung kann ich nun heute nicht aufwarten, es soll n\u00e4mlich um die ber\u00fchmten<br \/>\nDiabelli-Variationen op. 120 gehen. <!--more--><\/p>\n<p>Erst 2019, also im vergangenen Jahr, erschien im Rahmen der Revision aller Klaviervariationen (<a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/suche\/?q=hn1267&amp;katalog=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">HN 1267<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Variationen+f%C3%BCr+Klavier%2C+Band+II_1269\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">HN 1269<\/a>) eine <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Diabelli-Variationen+op.+120_1276\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">revidierte Einzelausgabe<\/a> des Diabelli-Zyklus. Warum eine Revision? Nun, der Band mit Klaviervariationen innerhalb der neuen <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Variationen+f%C3%BCr+Klavier_4272\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beethoven Gesamtausgabe<\/a> (und als Henle Urtextausgabe) war zwar schon zu Beginn der 1960er Jahre erschienen, allerdings ohne <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/suche\/?q=HN4273&amp;katalog=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">kritischen Bericht<\/a>. Dieser ist nun vorbereitet und steht kurz vor Ver\u00f6ffentlichung, und bei dieser Wiederbegegnung mit dem Quellenmaterial konnten in der revidierte Urtextausgabe Details im Notentext etwas transparenter dargestellt werden: Der Pianist wird nun mit einer Reihe von Fu\u00dfnoten auf fragliche Stellen im Notentext hingewiesen. Vor allem aber konnte nun dem Notentext ein Bemerkungsteil, ein Kritischer Bericht, nachgestellt werden, der \u00fcber die Quellen und verschiedene Lesarten informiert. Kurzum: Die Ausgabe wurde nun zur vollg\u00fcltigen Urtextausgabe!<\/p>\n<div id=\"attachment_8776\" style=\"width: 233px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Anton_Diabelli.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8776\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8776\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Anton_Diabelli.jpg\" alt=\"\" width=\"223\" height=\"335\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Anton_Diabelli.jpg 1200w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Anton_Diabelli-200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Anton_Diabelli-683x1024.jpg 683w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Anton_Diabelli-768x1152.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Anton_Diabelli-1024x1536.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8776\" class=\"wp-caption-text\">Anton Diabelli (1781\u20131858)<\/p><\/div>\n<p>Die legend\u00e4re Entstehungsgeschichte der Diabelli-Variationen ist vermutlich hinl\u00e4nglich bekannt, trotzdem zur Auffrischung ein paar Eckdaten. Anton Diabelli (uns vor allem durch leichte Literatur f\u00fcr Klavier zu 4 H\u00e4nden bekannt) gr\u00fcndete 1818 zusammen mit Pietro Cappi den Musikverlag Cappi &amp; Diabelli, in dem vor allem Popul\u00e4res \u2013 T\u00e4nze, Variationen \u2013 erscheinen sollten. Schon kurz nach der Gr\u00fcndung muss Diabelli die Idee gehabt haben, zeitgen\u00f6ssische \u00f6sterreichische Tonsetzer zu bitten, f\u00fcr ihn jeweils eine Variation \u00fcber ein Walzer-Thema zu schreiben, das er selbst komponiert hatte. Viele Komponisten kamen der Aufforderung nach und sandten je eine Variation ein. Nicht jedoch Beethoven, der sich, eigensinnig wie er war, vermutlich schon 1819 daran machte, gleich eine ganze Variationenreihe zu schreiben, die schlie\u00dflich so ausuferte, dass erst 1823 die \u201e33 Ver\u00e4nderungen \u00fcber einen Walzer von A. Diabelli\u201c fertiggestellt waren. Am Gemeinschaftsprojekt hatte er wenig Interesse, auch vom Thema hielt er nicht viel. Beethoven schrieb sp\u00e4ter an Diabelli, als dieser ihn um eine vierh\u00e4ndige Klaviersonate bat: \u201eBester Herr! wozu wollet ihr denn noch eine Sonate von mir?! Ihr habt ja ein ganzes Heer Komp.[onisten], die es weit be\u00dfer k\u00f6nnen als ich, gebt jedem einen Takt, welch wundervolles werk ist da zu nicht zu erwarten? \u2013 Es Lebe dieser euer \u00d6sterr. verein, welcher SchusterFleck \u2013 Meisterl.[ich] zu behandeln wei\u00df\u201c.<\/p>\n<p>Der Sarkasmus ist offenkundig. Das Thema bezeichnet Beethoven hier als \u201eSchusterflecken\u201c, und mit dem \u201e\u00d6sterreichischen Verein\u201c bezieht er sich auf alle jene Komponisten, die folgsam je eine Variation zum Gro\u00dfprojekt beigesteuert hatten. Diabelli hatte Beethovens Mammutwerk op. 120 zun\u00e4chst im Jahr 1823 separat erscheinen lassen, gab aber die Idee einer Variationensammlung nicht auf und legte schlie\u00dflich 1824 einen Doppelband vor: In der ersten Abteilung Beethovens 33 Ver\u00e4nderungen, in der zweiten Abteilung 50 Variationen von 50 Komponisten, mit einer Coda von Carl Czerny. Das Ganze firmierte unter dem Namen \u201eVaterl\u00e4ndischer K\u00fcnstlerverein\u201c und wurde folgenderma\u00dfen angek\u00fcndigt:<\/p>\n<p>\u201eAlle vaterl\u00e4ndischen jetzt lebenden bekannten Tonsetzer und Virtuosen auf dem Fortepiano, f\u00fcnfzig an der Zahl, hatten sich vereint, auf ein und dasselbe ihnen vorgelegte Thema, jeder eine Variation zu componiren [\u2026]. Schon fr\u00fcher hatte unser gro\u00dfe [!] Beethoven [\u2026] auf dasselbe Thema in 33 (bey uns erschienenen) Ver\u00e4nderungen, die den ersten Theil dieses Werkes bilden, in meisterhaft origineller Bearbeitung alle Tiefen des Genies und der Kunst ersch\u00f6pft. Wie interessant mu\u00df es daher seyn, wenn alle andern Tonk\u00fcnstler [\u2026] auf Oesterreichs classischem Boden [\u2026] \u00fcber dasselbe Motiv ihr Talent entwickeln [\u2026].\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_8777\" style=\"width: 156px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/F.X.Mozart.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8777\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8777\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/F.X.Mozart.jpg\" alt=\"\" width=\"146\" height=\"194\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8777\" class=\"wp-caption-text\">Franz Xaver Mozart (1791\u20131844)<\/p><\/div>\n<p>Es ist wahrhaftig erstaunlich, welche Pers\u00f6nlichkeiten zu Mitgliedern dieses <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vaterl%C3%A4ndischer_K%C3%BCnstlerverein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eK\u00fcnstlervereins\u201c<\/a> wurden. Nebenbei bemerkt: Auch Wolfgang Amadeus Mozarts Sohn, Franz Xaver Wolfgang Mozart, folgte Diabellis Einladung zum K\u00fcnstlerverein. Und auch er konnte sich nicht zur\u00fcckhalten und lieferte gleich zwei Variationen, von denen Diabelli aber nur eine druckte. Wer sich das genauer anschauen m\u00f6chte: In unserer Gesamtausgabe der <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=S%C3%A4mtliche+Klavierwerke%2C+Band+I_958\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Klavierwerke Franz Xaver Mozarts<\/a> sind nat\u00fcrlich beide Variationen enthalten!<\/p>\n<p>Nun aber noch ein Wort zum Notentext selbst. Wie eingangs erw\u00e4hnt, haben wir die revidierte Ausgabe zum Anlass genommen, unsere Partitur an einigen Stellen zu verdeutlichen oder gar zu korrigieren. Relative Ber\u00fchmtheit hat eine Passage erfahren, die auf den ersten Blick unscheinbar ist, aber immer wieder zu R\u00fcckfragen von Pianisten gef\u00fchrt hat. Erst vor Kurzem hat Michael Korstick in unserem <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2020\/02\/10\/interview-michael-korstick-beethoven-als-fixstern-meines-musikalischen-universums\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Blog<\/a> auf diesen Takt hingewiesen, der in der alten Henle-Ausgabe \u2013 leider! \u2013 schlicht falsch war. Es geht um T. 56 in Variation X. Der bisherige Notentext brachte folgende Lesart<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-636_Auschnitt.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-8768 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-636_Auschnitt.jpg\" alt=\"\" width=\"1571\" height=\"671\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-636_Auschnitt.jpg 1571w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-636_Auschnitt-300x128.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-636_Auschnitt-1024x437.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-636_Auschnitt-768x328.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN-636_Auschnitt-1536x656.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1571px) 100vw, 1571px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Auf den ersten Blick stimmt hier alles, man vergleiche T. 54, wo sich eine Oktave tiefer \u00e4hnliches ereignet: Die Aufw\u00e4rtsbewegung \u201eknickt\u201c in beiden Takten mit dem letzten Akkord ab. Aber bei vielen Pianisten stellte sich hier Unbehagen ein. Sollte es in T. 56 nicht noch eine \u201eEtage\u201c h\u00f6her gehen, bis zum <strong><em>f<\/em><\/strong>? Hier der Befund in den Quellen<\/p>\n<div id=\"attachment_8769\" style=\"width: 1181px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Autograph.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8769\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8769 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Autograph.jpg\" alt=\"\" width=\"1171\" height=\"944\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Autograph.jpg 1171w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Autograph-300x242.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Autograph-1024x825.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Autograph-768x619.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1171px) 100vw, 1171px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8769\" class=\"wp-caption-text\">Autograph. Mit freundlicher Genehmigung des <a href=\"https:\/\/da.beethoven.de\/sixcms\/detail.php?&amp;id=15112&amp;template=ganzseite_digitales_archiv_de&amp;_eid=1502&amp;_ug=zweih%C3%A4ndig&amp;_werkid=121&amp;_dokid=wm923&amp;_opus=op.%20120&amp;_mid=Works&amp;_seite=1-27\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beethoven-Hauses Bonn<\/a>.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_8770\" style=\"width: 761px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Abschrift.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8770\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8770 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Abschrift.jpg\" alt=\"\" width=\"751\" height=\"579\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Abschrift.jpg 751w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Abschrift-300x231.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 751px) 100vw, 751px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8770\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcberpr\u00fcfte Abschrift. Mit freundlicher Genehmigung des <a href=\"https:\/\/da.beethoven.de\/sixcms\/detail.php?&amp;id=15112&amp;template=dokseite_digitales_archiv_de&amp;_eid=1502&amp;_ug=zweih%C3%A4ndig&amp;_werkid=121&amp;_dokid=wm354&amp;_opus=op.%20120&amp;_mid=Werke&amp;_seite=1-25\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beethoven-Hauses Bonn<\/a>.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_8771\" style=\"width: 747px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Originalausgabe.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8771\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8771 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Originalausgabe.jpg\" alt=\"\" width=\"737\" height=\"558\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Originalausgabe.jpg 737w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/Originalausgabe-300x227.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 737px) 100vw, 737px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8771\" class=\"wp-caption-text\">Originalausgabe. Mit freundlicher Genehmigung des <a href=\"https:\/\/da.beethoven.de\/sixcms\/detail.php?&amp;id=15112&amp;template=dokseite_digitales_archiv_de&amp;_eid=1502&amp;_ug=zweih%C3%A4ndig&amp;_werkid=121&amp;_dokid=T00016906&amp;_opus=op.%20120&amp;_mid=Werke&amp;_seite=1-17\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beethoven-Hauses Bonn<\/a>.<\/p><\/div>\n<p>Die Sache ist eindeutig. Zwar ist Beethovens Handschrift nicht immer leicht zu lesen, aber die Dauer der Oktavierung und die Platzierung von <em>loco<\/em> lassen keine Zweifel zu. Genauso liest die \u00fcberpr\u00fcfte Abschrift diese Passage, gleichfalls die Originalausgabe (warum allerdings hier der erste Akkord in T. 57 nun auch eine Oktave zu hoch geraten ist, scheint r\u00e4tselhaft). Probieren Sie es einmal aus \u2013 so scheint die Passage in ihrem himmelst\u00fcrmenden Gestus viel logischer. Und so notiert auch unsere revidierte Urtextausgabe<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN1276-mit-Rahmen-1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-8774 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN1276-mit-Rahmen-1.jpg\" alt=\"\" width=\"2399\" height=\"1023\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN1276-mit-Rahmen-1.jpg 2399w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN1276-mit-Rahmen-1-300x128.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN1276-mit-Rahmen-1-1024x437.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN1276-mit-Rahmen-1-768x327.jpg 768w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN1276-mit-Rahmen-1-1536x655.jpg 1536w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/04\/HN1276-mit-Rahmen-1-2048x873.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2399px) 100vw, 2399px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Erstklassige Einspielungen der Diabelli-Variationen gibt es genug. Hervorheben m\u00f6chte ich diejenige von Andreas Staier auf dem Nachbau eines Conrad Graf-Hammerfl\u00fcgels. Staier bietet nicht \u201enur\u201c Beethovens Opus, sondern auch eine Auswahl von 10 Variationen anderer Komponisten des K\u00fcnstlervereins. Eine Entdeckungsreise! Und schlie\u00dflich: Kultstatus (auch bei mir!) besitzt Rudolf Serkins Einspielung, 1957 aus Marlboro, Vermont, in deren Verlauf in der c-moll-Variation XXXI im Hintergrund eine Grille zirpt \u2013 ein Moment f\u00fcr die Ewigkeit!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beethoven und die Variation \u2013 ich gebe zu: Das ist &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2020\/04\/06\/beehovens-diabelli-variationen-im-neuen-gewand\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[293,780,3],"tags":[7,237],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8764"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8764"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8764\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8800,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8764\/revisions\/8800"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}