{"id":9130,"date":"2020-12-07T07:00:22","date_gmt":"2020-12-07T06:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.henle.de\/blog\/de\/?p=9130"},"modified":"2020-12-07T01:19:45","modified_gmt":"2020-12-07T00:19:45","slug":"beethoven-im-home-office","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2020\/12\/07\/beethoven-im-home-office\/","title":{"rendered":"Beethoven im Home Office \u2013 Komponieren in der \u201ewahrhaft admirablen Confusion\u201c"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-9159\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/beethoven_maske.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/beethoven_maske.jpg 425w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/beethoven_maske-254x300.jpg 254w\" sizes=\"(max-width: 175px) 100vw, 175px\" \/>Das Beethoven-Jahr 2020 geht zu Ende, und keine Frage: das hatten wir uns anders vorgestellt\u2026 Die COVID-19-Pandemie hat weltweit den meisten Feierlichkeiten, Festkonzerten, Kongressen und sonstigen Beethoven gewidmeten Veranstaltungen den Garaus gemacht, das Motto \u201eSeid umschlungen, Millionen\u201c scheitert an der Abstandsregelung, und K\u00fcsse an die ganze Welt sollte man derzeit ebenfalls nicht verteilen.<!--more--><\/p>\n<p>Freilich gilt es die Relationen klarzustellen: Beethoven und seine Musik werden dieses Jahr mit seinem Virus problemlos \u00fcberleben \u2013 Millionen von Menschen haben es tragischerweise nicht. F\u00fcr die meisten von uns bringt Corona starke pers\u00f6nliche und wirtschaftliche Einschr\u00e4nkungen mit sich, und in die Arbeitswelt ist der neudeutsche Ausdruck \u201eHome Office\u201c eingezogen, der zu den W\u00f6rtern des Jahres 2020 geh\u00f6rt wie Lockdown, Maskenpflicht und Aerosol.<\/p>\n<p>In unserem letzten Beethoven-Blog dieses Jahres, der ebenfalls am sicheren heimischen Schreibtisch verfasst wurde, soll es daher einmal nicht um seine Musik gehen, sondern darum, wo diese Musik entstand: Wie sah eigentlich Beethovens \u201eHome Office\u201c aus? Nach dem Verlassen der Bonner Hofkapelle und seinem Umzug nach Wien hatte er ja keine feste Anstellung mehr, sondern musste seinen Unterhalt als freischaffender K\u00fcnstler durch Konzerte, Unterricht und den Verkauf seiner Kompositionen an Musikverlage verdienen. So entstanden Beethovens Werke in seiner Wiener Zeit einerseits in der heimischen Stube, also am Schreibtisch und zum Teil auch am Klavier, an dem er neue Einf\u00e4lle ausprobierte, und andererseits auf seinen ausgedehnten Spazierg\u00e4ngen durch das Wiener Umland. Beethoven liebte es, allein in der freien Natur zu sein und brachte von dort unz\u00e4hlige neue Einf\u00e4lle in seinen Notizb\u00fcchern mit nach Hause, wo er sie ausarbeitete und ins \u201eReine\u201c (f\u00fcr seine Verh\u00e4ltnisse) schrieb.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/5930904560074752\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-9142 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/BeethovenKomponiert.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"458\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/BeethovenKomponiert.jpg 640w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/BeethovenKomponiert-300x215.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><br \/>\nWilhelm Fa\u00dfbender: Beethoven beim Komponieren im Studierzimmer<br \/>\n<em>Abbildung mit freundlicher Genehmigung des <a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/5930904560074752\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beethoven Haus Bonn<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Die zahlreichen Berichte seiner Zeitgenossen \u00fcber seine unordentlichen, st\u00e4ndig wechselnden Behausungen (Beethoven bewohnte in Wien mindestens 29 Wohnungen, nicht eingerechnet seine Sommeraufenthalte au\u00dferhalb der Stadt), \u00fcber sein chaotisches Junggesellenleben und seine Erscheinung im Stra\u00dfenbild sind legend\u00e4r und vermitteln einen faszinierenden Eindruck von seiner Lebens- und Arbeitsweise.<\/p>\n<p>Eine kleine Auswahl dieser Zeitzeugenberichte habe ich f\u00fcr Sie im Folgenden zusammengestellt; sie sind entnommen der im G. Henle Verlag erschienenen zweib\u00e4ndigen Anthologie <em><a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Beethoven+aus+der+Sicht+seiner+Zeitgenossen_2616\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beethoven aus der Sicht seiner Zeitgenossen<\/a><\/em>, die auf fast 1200 Seiten faszinierende Rezeptionszeugnisse in Form von Artikeln, Erinnerungen, Anekdoten, Briefen, Tagebucheintr\u00e4gen, Interviews etc. bietet.<\/p>\n<p>Louis Baron de Tre\u0301mont, Milita\u0308rbeamter und Schriftsteller, 1809:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/5138276667097088\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-9149 \" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/Schreibfeder.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/Schreibfeder.jpg 233w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/Schreibfeder-167x300.jpg 167w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\u201eSeine Wohnung bestand, glaube ich, nur aus zwei Ra\u0308umen. Im ersten war ein geschlossener Alkoven, in dem sein Bett stand, aber klein und dunkel, so dass er seine Toilette im zweiten Zimmer oder Wohnzimmer machte. Stellen Sie sich die gro\u0308\u00dftmo\u0308gliche Unsauberkeit und das gro\u0308\u00dfte Durcheinander vor, das es geben kann: Wasserlachen auf dem Fu\u00dfboden, ein ziemlich alter Flu\u0308gel, auf dem sich der Staub ebenso behauptete wie handschriftliche und gedruckte Musikstu\u0308cke. Darunter (ich u\u0308ber\u00adtrei\u00adbe nichts) ein nicht geleerter Nachttopf. Daneben ein kleiner Tisch aus Nussbaumholz, der es gewohnt war, dass die auf ihm stehende Schreibgarnitur oft umgesto\u00dfen wurde, jede Menge mit Tinte verkrustete Federn, neben denen jene sprichwo\u0308rt\u00adlichen Gasthausfedern ausgezeichnet gewesen wa\u0308ren, und noch mehr Noten. Die Sitzgelegenheiten, beinahe alles Rohrgeflechtsessel, waren bedeckt von Tellern mit den Resten des Nachtmahls vom Vortag sowie von Kleidungsstu\u0308cken usw.\u201c<\/p>\n<p>Bettina Brentano, Schriftstellerin, 1810:<br \/>\n\u201eSeine Wohnung ist ganz merkwu\u0308rdig, im ersten Zimmer zwei bis drei Flu\u0308gel, alle ohne Beine auf der Erde liegend, Koffer, worin seine Sachen, ein Stuhl mit drei Beinen, im zweiten Zimmer sein Bett, welches Winters wie Sommers aus einem Strohsack und du\u0308n\u00adner Decke besteht, ein Waschbecken auf einem Tannentisch, die Nachtkleider liegen auf dem Boden\u2026\u201c<\/p>\n<p>Fanny Giannattasio del Rio, Bekannte Beethovens:<a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/4804176798285824\/Cajetan+Giannattasio+del+Rio%2C+seine+Ehefrau+Katharina+und+seine+T%C3%B6chter+Maria+Anna+und+Franziska+-+Fotografien+nach+vier+anonymen+Silhouetten+des+19.+Jahrhunderts?fromArchive=4886601146564608\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-9140\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/FannyGiannattasio.jpg\" alt=\"\" width=\"123\" height=\"208\" \/><\/a><br \/>\n\u201eAls er bei seinen ku\u0308nstlerischen Spazierga\u0308ngen bis gegen Wienerneustadt kam, machte seine auffallende Erscheinung, da er immer aufschaute und seine Noten ins Taschenbuch schrieb, die Leute glauben er sei ein Spion; denn es war in Kriegszeit und die Stadt befestigt. Er ward deshalb geno\u0308thigt aufs Rathhaus zu kommen, und kam erst los, als ein musikliebender anwesender Rath oder dergleichen in ihm Beethoven erkannte.\u201c<\/p>\n<p>Wenzel Johann Tomaschek, Komponist, 1814<br \/>\n\u201eDas Empfangzimmer, in dem er mich freundlich begru\u0308\u00dfte, war nichts weniger als gla\u0308n\u00adzend mo\u0308blirt, nebstbei herrschte auch darin eine eben so gro\u00dfe Unordnung, als in seinem Haare. Ich fand hier ein aufrechtstehendes Pianoforte, und auf dessen Pulte den Text zu einer Kantate (der glorreiche Augenblick) von Wei\u00dfenbach; auf der Claviatur lag ein Bleistift, womit er die Skizze seiner Arbeiten entwarf; daneben fand ich auf einem so eben beschriebenen Notenblatte die verschiedenartigsten Ideen ohne allen Zusammenhang hingeworfen, die heterogensten Einzelnheiten neben einander gestellt, wie sie ihm eben in den Sinn gekommen sein mochten. Es waren die Materialien zu der neuen Kantate. So zusammengewu\u0308rfelt, wie diese musikalischen Theilchen, war auch sein Gespra\u0308ch\u2026\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/6554207662374912\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-9145 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/Schreibtisch.jpg\" alt=\"\" width=\"764\" height=\"549\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/Schreibtisch.jpg 764w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/Schreibtisch-300x216.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 764px) 100vw, 764px\" \/><\/a><br \/>\nBeethovens Schreibtisch (aufger\u00e4umt)<br \/>\n<em>Abbildung mit freundlicher Genehmigung des <a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/6554207662374912\/\">Beethoven Haus Bonn<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Joseph Rudolph Lewy, Hornvirtuose:<br \/>\n\u201eEs war im Jahre 1822, als ich Beethoven eines Tages in der Ka\u0308rntnerthorstra\u00dfe traf. Er stand mitten im gro\u0308\u00dften Menschengewu\u0308hle, ganz in sich versunken und komponierte. Lange Zeit sah ich zu, wie er, das Notenpapier an das Thor eines Gasthauses gepre\u00dft, eifrig schrieb.\u201c<\/p>\n<p>Gioachino Rossini, Komponist, 1822:<br \/>\n\u201eAls ich die Treppe hinaufstieg, die zu der armseligen Wohnung fu\u0308hrte, in welcher der gro\u00dfe Mann lebte, hatte ich einige Mu\u0308he, meine Gefu\u0308hle zu beherrschen. Als sich die Tu\u0308r o\u0308ffnete, befand ich mich in einer Art finsterem Loch, das ebenso schmutzig war wie es von einer schrecklichen Unordnung zeugte. Ich erinnere mich vor allem, dass die Decke, die unmittelbar unter dem Dach lag, breite Risse zeigte, durch welche der Regen in Stro\u0308men eindringen konnte.\u201c<\/p>\n<p>Samson Moses de Boer, Cellist, 1825<br \/>\n\u201eNachdem wir einige Zeit u\u0308ber Kunst gesprochen hatten, zeigte mir dieser gro\u00dfe Mann ein du\u0308nnes Taschenbuch, liniert fu\u0308r die Schrift der Musik, und auf mehreren Seiten mit kleinen Noten in Bleistift gefu\u0308llt. \u201aSehen Sie, mein Spaziergang\u2018, sagte er mir.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/5829876326072320\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-9137 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/SpaziergangNatur.jpg\" alt=\"\" width=\"634\" height=\"424\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/SpaziergangNatur.jpg 634w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/SpaziergangNatur-300x201.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 634px) 100vw, 634px\" \/><\/a><br \/>\nJulius Schmidt: Beethoven beim Spaziergang in der Natur (ohne Ausgangsbeschr\u00e4nkung)<br \/>\n<em>Abbildung mit freundlicher Genehmigung des <a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/5829876326072320\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beethoven Haus Bonn<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Ludwig Rellstab, Dichter und Musikschriftsteller, 1825:<a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/5266799536898048\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-9146 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/Trinkglas.jpg\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"317\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/Trinkglas.jpg 182w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/Trinkglas-172x300.jpg 172w\" sizes=\"(max-width: 182px) 100vw, 182px\" \/><\/a><br \/>\n\u201e\u2026ich wurde gemeldet, gab meinen Brief von Zelter als Einla\u00dfkarte mit, und stand harrend im Vorzimmer. Noch ko\u0308nnte ich es malen, in seiner wu\u0308sten halb Leere, halb Unordnung. Auf dem Fu\u00dfboden standen eine Menge geleerter Flaschen; auf einem schlichten Tisch einige Teller, zwei Gla\u0308ser, eins halb gefu\u0308llt. [\u2026] Beethoven lud mich ein, mich zu setzen: er selbst nahm seinen Platz auf einem Stuhl vor dem Bett, und ru\u0308ckte ihn an einen Tisch, der, zwei Schritte davon, ganz mit Scha\u0308tzen bedeckt war, mit Noten von Beethoven\u2019s Hand, mit den Arbeiten, die ihn eben jetzt bescha\u0308f\u00adtig\u00adten. Ich nahm einen Stuhl neben dem seinigen. Schnell werfe ich noch einen Blick u\u0308ber das Zimmer. Es ist so gro\u00df wie das Vorzimmer, hat zwei Fenster. Unter diesen steht ein Flu\u0308gel. Sonst ist Nichts darin zu entdecken, was irgend Behaglichkeit, Bequemlichkeit, vollends Glanz oder Luxus verriethe. Ein Schreibschrank, einige Stu\u0308hle und Tische, wei\u00dfe Wa\u0308nde mit alten, verstaubten Tapeten, \u2013 das ist Beethoven\u2019s Gemach.\u201c<\/p>\n<p>Ignaz Jeitteles, Schriftsteller und Jurist, 1826:<br \/>\n\u201eWir zogen die Schelle an der Wohnungsthu\u0308r. Niemand macht auf. Wir versuchen die Klinke, die Thu\u0308re ist offen, das Vorzimmer leer! Wir klopfen an der Thu\u0308re von Beethoven\u2019s Stube und da Niemand \u201aherein\u2018 ruft, klopfen wir wieder, endlich sta\u0308rker. Vergebens! und doch ho\u0308rten wir, da\u00df Jemand in der Stube sei. Wir treten ein. Wunderliche Ueberraschung! An der uns entgegenstehenden Wand, an welcher kolossale mit Kohle rastrirte Papierbogen klebten, stand, uns den Ru\u0308cken zugewendet, Beethoven \u2013 aber wie? Es mochten ihm an dem u\u0308berma\u0308\u00dfig hei\u00dfen Sommertage die Kleider zu unbequem geworden sein, und so hatte er sie abgelegt und schrieb, nur mit einem kurzen Hemde angethan, zuweilen mit rothem Stifte flu\u0308chtige Noten an die Wand. Dann trat er vor und zuru\u0308ck, taktirte wohl auch und schlug auf seinem saitenlosen Klavier einige Tasten an. Zufa\u0308llig wendete er sich der Thu\u0308re nicht einmal zu.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/5375531197399040\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-9151 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/Tintenfass.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"292\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/Tintenfass.jpg 480w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/Tintenfass-300x183.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><br \/>\nTintenfass Beethovens<br \/>\n<em>Abbildung mit freundlicher Genehmigung des <a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/5375531197399040\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beethoven Haus Bonn<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Ignaz von Seyfried, Dirigent und Freund Beethovens, Erinnerungen 1832<br \/>\n\u201e\u2026wiewohl u\u0308brigens in seinem Haushalt eine wahrhaft admirable Confusion dominirte. Bu\u0308cher und Musikalien in allen Ecken zerstreut, \u2013 dort das Restchen eines kalten Imbisses, \u2013 hier versiegelte oder halbgeleerte Bouteillen, \u2013 dort auf dem Stehpulte die flu\u0308chtige Skizze eines neuen Quatuors, \u2013 hier die Rudera des Dejeuner\u2019s, \u2013 dort am Piano, auf bekritzelten Bla\u0308ttern, das Material zu einer herrlichen, noch als Embryo schlummernden, Symphonie, \u2013 hier eine auf Erlo\u0308sung harrende Correctur, \u2013 freundschaftliche und Gescha\u0308ftsbriefe den Boden bedeckend, \u2013 zwischen den Fenstern ein respectabler Laib Stracchino, <em>ad latus<\/em> erkleckliche Tru\u0308mmer einer echten Veroneser Salami\u2026\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/5799756156633088\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-9134 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/GrundrissWohnung.jpg\" alt=\"\" width=\"1173\" height=\"659\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/GrundrissWohnung.jpg 1173w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/GrundrissWohnung-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/GrundrissWohnung-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2020\/12\/GrundrissWohnung-768x431.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1173px) 100vw, 1173px\" \/><\/a><br \/>\nGrundri\u00df der letzten Wohnung Beethovens im sogenannten \u201eSchwarzspanierhaus\u201c in Wien<br \/>\n<em>Abbildung mit freundlicher Genehmigung des <a href=\"https:\/\/www.beethoven.de\/de\/media\/view\/5799756156633088\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beethoven Haus Bonn<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Beethoven-Jahr 2020 geht zu Ende, und keine Frage: das &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2020\/12\/07\/beethoven-im-home-office\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[293,3,408],"tags":[7,798,799,800],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9130"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9130"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9130\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9164,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9130\/revisions\/9164"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}