{"id":9176,"date":"2021-01-04T08:00:12","date_gmt":"2021-01-04T07:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.henle.de\/blog\/de\/?p=9176"},"modified":"2021-01-03T11:37:05","modified_gmt":"2021-01-03T10:37:05","slug":"camille-saint-saens-ein-portraet-zum-100-todestag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2021\/01\/04\/camille-saint-saens-ein-portraet-zum-100-todestag\/","title":{"rendered":"Camille Saint-Sa\u00ebns \u2013 ein Portr\u00e4t zum 100. Todestag"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-9179\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Richtete sich 2020 der Fokus der musikalischen Welt auf Beethoven aus Anlass seines 250. Geburtstags, d\u00fcrfen wir zu Beginn des neuen Jahres einen anderen Jubilar begr\u00fc\u00dfen: Camille Saint-Sa\u00ebns (1835\u20131921), wobei wie beim Vorg\u00e4nger das eigentliche Jubil\u00e4umsdatum erst in den Dezember f\u00e4llt. Doch Moment mal: \u201eBeethoven und Saint-Sa\u00ebns \u2013 das kann man doch nicht miteinander vergleichen!\u201c werden Sie, liebe Leserinnen und Leser unseres Blogs, sagen. Nein, nat\u00fcrlich nicht, mit Blick auf den Gehalt ihrer Werke und die Bedeutung ihres Schaffens f\u00fcr die Nachwelt spielt Beethoven sozusagen in einer anderen Liga als der Franzose. Das soll auch gar nicht bestritten werden. Aber nach wie vor geh\u00f6rt Saint-Sa\u00ebns zu den stark untersch\u00e4tzten Komponisten. H\u00f6chste Zeit also, den Scheinwerfer auf ihn zu richten und seine Pers\u00f6nlichkeit wie sein Werk etwas genauer auszuleuchten.<!--more--><\/p>\n<p>Saint-Sa\u00ebns wurde am 9. Oktober 1835 in Paris geboren, wuchs aber als Einzelkind in der Obhut seiner Mutter Cl\u00e9mence und seiner Gro\u00dftante Charlotte Masson auf, da sein Vater, ein Beamter im Innenministerium, bereits wenige Monate sp\u00e4ter starb. Schon fr\u00fch zeigte sich die au\u00dferordentliche Begabung des Jungen, die man als universell bezeichnen kann. Sie umfasste Musik und Kunst genauso wie Naturwissenschaften, Mathematik oder Fremdsprachen. So lernte er sehr fr\u00fch lesen und \u00fcbersetzte bereits als Siebenj\u00e4hriger Texte aus dem Lateinischen und Griechischen, l\u00f6ste aber genauso m\u00fchelos schwierige Aufgaben aus Algebra und Physik.<\/p>\n<div id=\"attachment_9180\" style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild2.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-9180\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-9180\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild2-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9180\" class=\"wp-caption-text\">Der Zehnj\u00e4hrige bei seinem Konzertdeb\u00fct, Zeichnung von Mme Paulin, erschienen in <em>L&#8217;Illustration<\/em>, Mai 1846<\/p><\/div>\n<p>Die Gro\u00dftante war eine ausgebildete Pianistin und gab dem Kleinen fr\u00fch Klavierunterricht, der bereits ab 1839 erste Kompositionen niederschrieb. Alles verlief ohne Zwang und Drill, allein Neugier, Talent und Flei\u00df f\u00fchrten zu erstaunlichen Ergebnissen. So konnte er sehr fr\u00fch auch anspruchsvolle Partituren vom Blatt spielen und sich in kurzer Zeit unbekannte Musik dank seines ph\u00e4nomenalen Ged\u00e4chtnisses aneignen. Die Kehrseite dieser beh\u00fcteten Kindheit und Jugend war das weitgehende Fehlen von sozialen Kontakten mit Gleichaltrigen, das zu einer lebenslangen Zur\u00fcckhaltung, ja Distanz im Umgang selbst mit Freunden f\u00fchrte. Nach seinem ersten \u00f6ffentlichen Auftreten als Pianist im Mai 1846 in der Pariser Salle Pleyel, wo er unter anderem Mozarts Klavierkonzert B-dur KV 450 und Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-moll op. 37 spielte, wurde er als \u201eneuer Mozart\u201c gefeiert.<\/p>\n<p>Gut zwei Jahre sp\u00e4ter trat er ins ber\u00fchmte Pariser Conservatoire ein und arbeitete wie besessen an seiner weiteren Ausbildung als Pianist, Organist und Komponist. Es folgte ein langes Leben mit zahlreichen H\u00f6hen und Tiefen, zu der auch eine bereits nach wenigen Jahren scheiternde Ehe geh\u00f6rte. So anerkannt er in seinem bis 1877 ausge\u00fcbten Brotberuf als Organist war, so umstritten blieb er lange Zeit als Komponist. Bis zu seinem Tod am 16. Dezember 1921 in Algier entstanden mehr als 300 Werke in nahezu allen Gattungen. Von ihnen sind aktuell nur etwa zwei Dutzend fest im Repertoire von Konzert oder Hochschule verankert. Etwa die H\u00e4lfte des \u0152uvres entf\u00e4llt auf nahezu g\u00e4nzlich vergessene Vokalwerke wie Ch\u00f6re, Kantaten und Klavierlieder. Von den Oratorien wird nur noch das <em>Oratorio de No\u00ebl<\/em> op. 12 (1858), von den B\u00fchnenwerken allenfalls <em>Samson et Dalila<\/em> (1877) gelegentlich aufgef\u00fchrt, obwohl Saint-Sa\u00ebns hier gro\u00dfen Ehrgeiz entwickelte und \u00fcberzeugt war, gerade in seinen insgesamt 14 Opern sein Bestes gegeben zu haben.<\/p>\n<div id=\"attachment_9181\" style=\"width: 402px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild3.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-9181\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-9181\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild3.jpg\" alt=\"\" width=\"392\" height=\"539\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild3.jpg 392w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild3-218x300.jpg 218w\" sizes=\"(max-width: 392px) 100vw, 392px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9181\" class=\"wp-caption-text\">Karikatur von Manuel Luque, erschienen in <em>Les Hommes d&#8217;aujourd&#8217;hui<\/em>, Nr. 361 (1890)<\/p><\/div>\n<p>Aus heutiger Sicht steht seine Instrumentalmusik im Blickpunkt, in der sich sein Klassizismus im Sinne des Strebens nach einer Erneuerung auf Basis der Klassiker \u2013 sowohl der franz\u00f6sischen wie Couperin und Rameau wie auch der deutsch-\u00f6sterreichischen von Bach bis Beethoven \u2013 am deutlichsten zeigt. Die Charakteristik seines Stils ist paradoxerweise dessen Heterogenit\u00e4t, eine \u00e4u\u00dferst breite Palette von Anleihen an vergangene oder zeitgen\u00f6ssische, in- und ausl\u00e4ndische Musik. Nicht von ungef\u00e4hr bezeichnete er sich selbst als Eklektiker. Komponieren war ihm folgerichtig mehr Handwerk als genialer Einfall, mehr Flei\u00df als Warten auf Eingebung. Diese Einstellung, gepaart mit einer bemerkenswerten Unabh\u00e4ngigkeit vom Publikumsgeschmack, zeitigte eine wechselvolle Rezeption w\u00e4hrend seines langen Lebens. Zun\u00e4chst in Frankreich durch seine Fokussierung auf Symphonik, Konzerte und Kammermusik als Revolution\u00e4r verschrien, f\u00fchrte die Begeisterung im Ausland mit zeitlichem Abstand zur Anerkennung auch im Heimatland bis hin zur Bewunderung um 1890 als einer der Klassiker der franz\u00f6sischen Musik. Nach 1900 vollzog sich aber ein Bruch, da seine Musik angesichts der Avantgarde eines Debussy, Ravel oder Strawinsky zusehends ins Abseits geriet. Bei n\u00e4herem Hinsehen h\u00e4lt das bei Biographen nach wie vor beliebte Bonmot \u201eals Revolution\u00e4r begonnen, als Reaktion\u00e4r geendet\u201c nicht stand: Er war weder das eine noch das andere, sondern nahm aktiv teil am Musikgeschehen, jedoch ohne jeden Dogmatismus. Er war einer der Mitbegr\u00fcnder der \u201eSoci\u00e9t\u00e9 nationale de musique\u201c, die ab 1871 unter der Devise \u201ears gallica\u201c ein Forum f\u00fcr neue Werke franz\u00f6sischer Komponisten bot. Und er war einer der ersten Komponisten in Frankreich, der Symphonische Dichtungen oder Filmmusik schrieb, verweigerte sich aber im Gegenzug dem Kult des \u201ewagn\u00e9risme\u201c. Seine Unabh\u00e4ngigkeit belegen auch seine zahlreichen Artikel und Essays, in denen er sich immer wieder f\u00fcr verkannte Werke und Komponisten oder gegen \u00fcbertriebene Moden und Verehrung aussprach.<\/p>\n<div id=\"attachment_9182\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild4.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-9182\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-9182\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild4.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"392\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild4.jpg 555w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild4-300x212.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9182\" class=\"wp-caption-text\">Beginn der autographen Partitur des 2. Klavierkonzerts (1868; Paris, Biblioth\u00e8que nationale de France)<\/p><\/div>\n<p>Gem\u00e4\u00df seinem objektivierten Musikbegriff \u2013 Saint-Sa\u00ebns selbst bezeichnete das Komponieren einmal als f\u00fcr ihn nat\u00fcrlichen Prozess, der genauso ablaufe, wie ein Apfelbaum \u00c4pfel hervorbringe \u2013 weisen seine sehr sauber geschriebenen Manuskripte nur wenig Korrekturen auf und unterscheiden sich nur selten von den sp\u00e4teren Erstausgaben. F\u00fcr Herausgeber und Lektoren also ein Traum, wobei jedoch auch hier der Teufel im Detail steckt, denn Saint-Sa\u00ebns sah Fahnen seiner Drucke h\u00e4ufig nur sehr fl\u00fcchtig durch, so dass so mancher Druckfehler stehen blieb.<br \/>\nDa der Originalverlag von diesen Editionen immer wieder Nachdrucke ohne jede Revision veranstaltete, wurde der Ruf nach neuen, kritischen Ausgaben bereits Ende des 20. Jahrhunderts immer lauter. Seit 2016 erscheint im B\u00e4renreiter-Verlag die Kritische Gesamtausgabe der Instrumentalwerke (<em>\u0152uvres instrumentales compl\u00e8tes<\/em>, hrsg. von Michael Stegemann), die vor allem f\u00fcr die Orchesterwerke f\u00fcr Abhilfe sorgt. Bereits wesentlich fr\u00fcher, n\u00e4mlich 2002, begann der Henle-Verlag mit Urtext-Editionen von Saint-Sa\u00ebns-Werken. Seither stieg deren Zahl betr\u00e4chtlich an und umfasst aktuell nicht weniger als 21 Kompositionen aus den Gattungsbereichen der Konzertmusik (in Form von Klavierausz\u00fcgen) und der Kammermusik. Abgesehen von der 3. Symphonie, der sogenannten <em>Orgel-Symphonie<\/em> c-moll op. 78 (1886), und der Symphonischen Dichtung <em>Danse macabre<\/em> op. 40 (1874, beide in der genannten Gesamtausgabe bereits erschienen) liegen damit die wesentlichen Instrumentalwerke als Henle-Urtext-Editionen vor. An erster Stelle seien die Konzerte genannt:<\/p>\n<p>\u2022 Cellokonzert Nr. 1 a-moll op. 33(1872, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Violoncellokonzert+Nr.+1+a-moll+op.+33_711\">HN 711<\/a>)<br \/>\n\u2022 Violinkonzert Nr. 3 h-moll op. 61 (1880, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Violinkonzert+Nr.+3+h-moll+op.+61_712\">HN 712<\/a>)<br \/>\n\u2022 Klavierkonzert Nr. 2 g-moll op. 22 (1868, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Klavierkonzert+Nr.+2+g-moll+op.+22_1355\">HN 1355<\/a>)<br \/>\n\u2022 Klavierkonzert Nr. 4 c-moll op. 44 (1875, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Klavierkonzert+Nr.+4+c-moll+op.+44_1359\">HN 1359<\/a>)<br \/>\n\u2022 Klavierkonzert Nr. 5 F-dur op. 103 (1896, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Klavierkonzert+Nr.+5+F-dur+op.+103+%28%C3%84gyptisches%29_1144\">HN 1144<\/a>)<br \/>\nferner die beiden Konzertst\u00fccke f\u00fcr Violine<br \/>\n\u2022 <em>Introduction et Rondo capriccioso<\/em> op. 28 (1863, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Introduction+et+Rondo+capriccioso+f%C3%BCr+Violine+und+Orchester+op.+28_1238\">HN 1238<\/a>) und<br \/>\n\u2022 <em>Havanaise<\/em> op. 83 (1887, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Havanaise+op.+83_1037\">HN 1037<\/a>)<br \/>\nInnerhalb der Kammermusik behauptet unangefochten die \u201eGro\u00dfe zoologische Fantasie\u201c<br \/>\n\u2022 <em>Le Carnaval des animaux<\/em> (1886, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Le+Carnaval+des+animaux_939\">HN 939<\/a>, Studien-Edition <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Le+Carnaval+des+animaux_9939\">HN 9939<\/a>; bereits zuvor einzeln aus diesem Zyklus <em>Elefant<\/em><a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Elefant+aus+%E2%80%9EDer+Karneval+der+Tiere%E2%80%9C+f%C3%BCr+Kontrabass+und+Klavier_730\"> HN 730<\/a> und <em>Schwan<\/em> <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Der+Schwan+aus+%22Der+Karneval+der+Tiere%22_943\">HN 943<\/a>) als vermutlich popul\u00e4rstes seiner Werke \u00fcberhaupt den Spitzenrang, gefolgt vom<br \/>\n\u2022 Septett Es-dur f\u00fcr Trompete, Klavier und Streichquintett op. 65 (1881, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Septett+Es-dur+op.+65+f%C3%BCr+Trompete%2C+Violine+I%2C+Violine+II%2C+Viola%2C+Violoncello%2C+Kontrabass_584\">HN 584<\/a>)<br \/>\nund einer Reihe von Duosonaten:<br \/>\n\u2022 Cellosonate Nr. 1 c-moll op. 32 (1872, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Violoncellosonate+Nr.+1+c-moll+op.+32_1057\">HN 1057<\/a>)<br \/>\n\u2022 Cellosonate Nr. 2 F-dur op. 123 (1905, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Violoncellosonate+Nr.+2+F-dur+op.+123_1280\">HN 1280<\/a>)<br \/>\n\u2022 Violinsonate Nr. 1 d-moll op. 75 (1885, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Violinsonate+Nr.+1+d-moll+op.+75_572\">HN 572<\/a>)<br \/>\n\u2022 Oboensonate op. 166 (1921, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Oboensonate+op.+166_964\">HN 964<\/a>)<br \/>\n\u2022 Klarinettensonate op. 167 (1921, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Klarinettensonate+op.+167_965\">HN 965<\/a>)<br \/>\n\u2022 Fagottsonate op. 168 (1921, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Fagottsonate+op.+168_966\">HN 966<\/a>)<br \/>\nNicht zu vergessen eine ganze Reihe von kleineren klavierbegleiteten Gelegenheitsst\u00fccken im besten Sinne des Wortes, die vor allem in der Instrumentalausbildung an Musikhochschulen, Konservatorien und Musikschulen eine tragende Rolle spielen:<br \/>\n\u2022 <em>Romance<\/em> f\u00fcr Fl\u00f6te op. 37 (1871, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Romance+Des-dur+op.+37+f%C3%BCr+Fl%C3%B6te+und+Klavier_1354\">HN 1354<\/a>)<br \/>\n\u2022 <em>Romances<\/em> f\u00fcr Horn (oder Cello) op. 36 und op. 67 (1874 und 1885; <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Romanzen+f%C3%BCr+Horn+und+Klavier_1167\">HN 1167<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Romanzen+f%C3%BCr+Horn+und+Klavier_1168\">HN 1168<\/a>)<br \/>\n\u2022 <em>Allegro appassionato<\/em> f\u00fcr Cello op. 43 (1875, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Allegro+appassionato+op.+43+f%C3%BCr+Violoncello+und+Klavier_1227\">HN 1227<\/a>)<br \/>\n\u2022 <em>Morceau de Concert<\/em> f\u00fcr Horn op. 94 (1887, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Morceau+de+Concert+f-moll+op.+94_1284\">HN 1284<\/a>)<br \/>\n\u2022<em> Cavatine<\/em> f\u00fcr Posaune op. 144 (1915, <a href=\"https:\/\/www.henle.de\/de\/detail\/?Titel=Cavatine+f%C3%BCr+Posaune+und+Klavier+op.+144_1119\">HN 1119<\/a>)<\/p>\n<div id=\"attachment_9183\" style=\"width: 408px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild5.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-9183\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-9183\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild5.jpg\" alt=\"\" width=\"398\" height=\"498\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild5.jpg 398w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild5-240x300.jpg 240w\" sizes=\"(max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9183\" class=\"wp-caption-text\">Titel der Partitur-Erstausgabe des 1. Cellokonzerts (1874; Paris, Biblioth\u00e8que nationale de France)<\/p><\/div>\n<p>Nach dem Gesagten wird man von Saint-Sa\u00ebns\u2019 Musik keine umw\u00e4lzenden Neuerungen erwarten. Aber sie ist trotz ihrer stilistischen Anleihen und ihrer handwerklichen Perfektion nie glatt oder akademisch. Davor bewahrt sie Saint-Sa\u00ebns\u2019 Lust an formalen Experimenten und seine \u00fcberall sp\u00fcrbare Musizierfreude, wie auch sein feiner Sinn f\u00fcr harmonisches und klangliches Raffinement. So wird man nach dem ersten H\u00f6ren das Rondo-Thema in <em>Introduction et Rondo capriccioso<\/em> kaum mehr vergessen, genauso wenig wie den Beginn des 3. Violinkonzert mit seinen markanten Akzentnoten im Hauptthema oder das exotische \u201eNil-Lied\u201c im Andante des 5. (\u201e\u00e4gyptischen\u201c) Klavierkonzerts oder \u2026 oder \u2026 aber entdecken Sie selbst die zahlreichen Perlen in Saint-Sa\u00ebns\u2019 Musik.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild6.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-9184 size-full\" src=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild6.jpg\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"137\" srcset=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild6.jpg 440w, https:\/\/blog.henle.de\/de\/files\/2021\/01\/Saint-Saens_Bild6-300x93.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Richtete sich 2020 der Fokus der musikalischen Welt auf Beethoven &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.henle.de\/de\/2021\/01\/04\/camille-saint-saens-ein-portraet-zum-100-todestag\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,90],"tags":[463],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9176"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9176"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9176\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9191,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9176\/revisions\/9191"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.henle.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}