Alle Ge­rüch­te haben mit dem heu­ti­gen Tag ein Ende. Ja, es stimmt: Henle Ur­text wird di­gi­tal. Der welt­wei­te Launch in deut­scher, eng­li­scher und chi­ne­si­scher Spra­che der „Henle Li­bra­ry“-App für iPads er­folgt am 3. Fe­bru­ar 2016 (für An­dro­id-Ta­blets ab Mai 2016). Un­se­re App wird Mu­si­kern beim Üben, Pro­ben und Spie­len als wert­vol­les Werk­zeug die­nen.

Im Fol­gen­den ein klei­ner Über­blick und „App-eti­zer“. Ex­klu­siv für un­se­re Blog-Le­ser:

Für uns im Henle Ver­lag war von An­fang an klar, dass es nicht damit getan ist, un­se­re Ur­text­aus­ga­ben als di­gi­ta­le Da­tei­en für PDF-Re­a­der an­zu­bie­ten. Ers­tens brau­chen uns dazu die Mu­si­ker nicht; sie scan­nen oder down­loa­den in­zwi­schen oh­ne­hin alles und jedes und nut­zen die No­ten­bil­der dann bei­spiels­wei­se mit PDF-Re­a­dern wie „For­S­core“ oder „pia­Score“. Zwei­tens wird mit blo­ßen PDFs in kei­ner Weise das fas­zi­nie­ren­de Po­ten­ti­al der di­gi­ta­len Mög­lich­kei­ten ge­nutzt. Und drit­tens: Wir woll­ten von An­fang an keine Mu­sik-„Play-along“-App, mit der man Noten und Sound kom­bi­niert nut­zen kann. Wir woll­ten im Ge­gen­teil eine App ent­wi­ckeln, die ein Op­ti­mum für Mu­si­ker – keine Spie­le­rei­en – bie­tet, die also Ei­gen­schaf­ten hat, die eine Druck­aus­ga­be nicht und nur das di­gi­ta­le Me­di­um bie­ten kann und die au­ßer­dem hoch­wer­tig und schön ist. Nach über 2-jäh­ri­ger Ent­wick­lung mit vie­len „Aufs“ und „Abs“ und einem in der Ver­lags­ge­schich­te bis­her ein­ma­li­gen In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men prä­sen­tie­ren wir nun die „Henle Li­bra­ry“-App. Mu­si­ker dür­fen ein Ma­xi­mum er­war­ten.

Was bie­tet die „Henle Li­bra­ry“-App? Zu­nächst: Sie bie­tet un­ver­fälscht den kor­rek­ten und schö­nen Re­fe­renz­text un­se­rer Ur­text­aus­ga­ben. Das ist nicht wenig, denn viele di­gi­ta­le No­ten­an­ge­bo­te bie­ten einen Neu­satz – mit ent­spre­chen­den Feh­lern und Häss­lich­kei­ten.

Un­se­ren be­kann­ten No­ten­text (je­weils in der ak­tu­ells­ten Auf­la­ge) kann man mit Hilfe der App ex­trem fle­xi­bel in be­lie­big vie­len Fas­sun­gen an seine in­di­vi­du­el­len Be­dürf­nis­se an­pas­sen:

  • An­zahl und Größe der No­ten­zei­len pro Bild­schirm­sei­te ver­än­dern;
  • in der Kla­vier­par­ti­tur von Kam­mer­mu­sik die über­leg­ten So­lo­stim­men weg- und    hin­zu­schal­ten;
  • mit einem ei­gens ent­wi­ckel­ten An­no­ta­ti­ons­pro­gramm be­lie­big in den Text hin­ein­schrei­ben (Stift und Text­feld); Per­fek­tio­nis­ten kön­nen sogar mit einem um­fas­sen­den bei­ge­ge­be­nen Hen­le-Zei­chen­font den No­ten­text pro­fes­sio­nell an­no­tie­ren;
  • leuch­ten­de Augen be­ka­men un­se­re Be­ta-Tes­ter vor allem, als sie sahen, dass man alle Fin­gersatz- und Bo­gen­stri­ch­an­ga­ben per Klick ein- und aus­schal­ten oder diese An­ga­ben se­lek­tiv weg­neh­men (und dann ggf. mit ei­ge­nen über­schrei­ben) kann.
  • Und mehr noch: Wir geben zu vie­len Re­per­toire­wer­ken wei­te­re, neue Fin­gersatz- und Bo­gen­strich­ein­rich­tun­gen als zu un­se­rem Ur­text zu­schalt­ba­re „Layer“ mit. So er­hal­ten Käu­fer der „Henle Li­bra­ry“-App be­reits zum Launch bei­spiels­wei­se bei den So­lo­so­na­ten und -Par­ti­ten Bachs den „nack­ten“ Ur­text und zu­sätz­lich frei wähl­ba­re Ein­rich­tun­gen von Igor Ozim, Mi­do­ri Sei­ler und Chris­ti­an Tetzlaff; die Beet­ho­ven-Kla­vier­so­na­ten kann man mit Fin­ger­sät­zen von Eugen d’Al­bert, Con­rad Han­sen oder Mur­ray Pe­r­ahia nut­zen; die Vio­lin­so­na­ten von Brahms mit Fin­ger­sät­zen und Bo­gen­stri­chen von Leo­pold Auer, Igor Ozim, Ossip Schnir­lin, Chris­ti­an Tetzlaff und im Kla­vier­part neben Hans-Mar­tin The­o­pold auch al­ter­na­tiv von Lars Vogt. Und vie­les mehr. Man muss es selbst ge­se­hen haben, wie ele­gant man diese „Layer“ wech­seln kann. Ge­ra­de diese App-Ei­gen­schaft wol­len wir künf­tig Schritt für Schritt aus­bau­en – es gibt so viele groß­ar­ti­ge Künst­ler der Ver­gan­gen­heit, die in heute ver­grif­fe­nen Aus­ga­ben Fin­gersatz­ein­rich­tun­gen ver­öf­fent­lich­ten und die zu Un­recht in Bi­blio­the­ken schlum­mern. Aber auch viele Künst­ler und Päd­ago­gen un­se­rer Zeit wer­den ihre wert­vol­len Ein­rich­tun­gen ex­klu­siv für die App zur Ver­fü­gung stel­len. Ein enor­mer Fun­dus für Leh­ren­de und Stu­die­ren­de.
  • Dass man sich die di­gi­ta­len Hen­le-No­ten na­tür­lich im hoch­auf­lö­sen­den Hoch- und Quer­for­mat an­zei­gen las­sen kann, die Hin­ter­grund­far­be än­dern kann, schnel­ler als mit jeder Hand auf ech­tem Pa­pier sich in den „Sei­ten“ be­we­gen kann, jedes Stan­dard-Blue­tooth-Fuß­pe­dal zum be­que­men Blät­tern be­nut­zen kann, jeden Satz mit einer neuen Noten„seite“ be­gin­nend an­zei­gen las­sen kann, sich neben dem in­di­vi­dua­li­sier­ten auch je­der­zeit den „ori­gi­na­len“ (aus der Druck­aus­ga­be be­kann­ten) Zei­len- und Sei­ten­fall an­zei­gen las­sen kann, sich na­tür­lich auch alles aus­dru­cken und als E-Mai­l­an­hang ver­schi­cken kann …,  das ver­steht sich bei uns von selbst.
  • Be­son­ders stolz sind wir noch auf fol­gen­de wei­te­re Ei­gen­ent­wick­lun­gen, die aus den vie­len Ge­sprä­chen mit Mu­si­kern her­vor­gin­gen: Zum Bei­spiel mit 2-Fin­ger-Tap bei Wie­der­ho­lungs­zei­chen auf der Seite zu­rück zum Be­ginn der Wie­der­ho­lung sprin­gen (das geht in Wim­pern­schlag-Ge­schwin­dig­keit). A-Tei­le (z.B. Scher­zo oder Me­nu­ett) wer­den nach dem B-Teil ein­fach noch­mals wie­der­ge­ge­ben (kein Rück­blät­tern nötig). So­fern man in der Kam­mer­mu­sik neben sei­ner So­lo­stim­me auch die ent­spre­chen­de Par­ti­tur er­wor­ben hat, kann man per Klick be­quem zwi­schen einer Stel­le der Stim­me an die­sel­be Stel­le der Par­ti­tur sprin­gen und zu­rück­sprin­gen. Sämt­li­che (!) Ab­bil­dun­gen und Wort­text­tei­le der ge­druck­ten Hen­le-Ur­text-Aus­ga­ben sind selbst­ver­ständ­lich Be­stand­teil der App-Aus­ga­ben – aber nun mit der un­glaub­li­chen Be­quem­lich­keit, dass man sich jetzt auf Knopf­druck alle No­ten­stel­len far­big mar­kie­ren las­sen kann, zu denen In­for­ma­tio­nen vor­lie­gen (im Druck als Fuß­no­te oder im Kri­ti­schen Be­richt); ein Tap auf diese Mar­kie­run­gen … und wie von Zau­ber­hand er­scheint der Text als „Pop-Up“ di­rekt an der No­ten­stel­le (üb­ri­gens: in­klu­si­ve di­rek­ter Links zu ab­ge­kürz­ten Be­grif­fen, Quel­len­an­ga­ben etc.).
  • Na­tür­lich lie­fern wir auch etwas für den ganz prak­ti­schen App-Ein­satz: Ers­tens ein pro­fes­sio­nel­les Me­tro­nom. Zwei­tens eine aus­ge­feil­te Auf­nah­me- und Ab­spiel­funk­ti­on. Mit die­ser kann man das Auf­ge­nom­me­ne nicht nur im Ori­gi­nal­tem­po ab­hö­ren, son­dern auch schnel­ler oder lang­sa­mer ab­spie­len – immer auf ori­gi­na­ler Ton­hö­he, und, wenn man mag, als Dau­er­schlei­fe. Man male sich gerne ein­mal die vie­len sich dar­aus er­ge­ben­den An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten im Un­ter­richt oder Selbst­un­ter­richt aus.

Na­tür­lich konn­ten wir als tra­di­tio­nel­ler Mu­sik­ver­lag solch eine mul­ti­funk­tio­na­le Mu­si­ker-Soft­ware nicht selbst ent­wi­ckeln. Wir wähl­ten nach ei­ni­gen vor­aus­ge­hen­den Ne­ga­ti­ve­r­fah­run­gen die un­se­rer Mei­nung nach ab­so­lut ge­eig­nets­ten App-Ent­wick­ler als Part­ner aus: die in Lon­don an­säs­si­ge Firma Touch­press. Sie ist vie­len Le­sern ver­mut­lich be­kannt durch ihre in­no­va­ti­ven, wun­der­schö­nen und in­halts­rei­chen an­de­ren Apps. Touch­press ist zu­sam­men mit uns über sich hin­aus­ge­wach­sen und hat Enor­mes ge­leis­tet. Wir wer­den die „Henle Li­bra­ry“-App ge­mein­sam wei­ter­ent­wi­ckeln, zum Nut­zen un­se­rer Kun­den. Touch­press und Henle ga­ran­tie­ren üb­ri­gens, dass alle ein­mal er­wor­be­nen App-No­ten für alle Zeit und über­all dank „Cloud“-Tech­no­lo­gie zur Ver­fü­gung ste­hen und nie ver­lo­ren gehen wer­den. Nut­zer kön­nen na­tür­lich zwi­schen ver­schie­de­nen Sys­te­men (iOS und An­dro­id) wech­seln und die er­wor­be­nen Noten immer und über­all und auf jedem Ta­blet-Com­pu­ter ver­lust­frei nut­zen. Re­gel­mä­ßig wer­den wir kos­ten­frei Up­dates der ver­wen­de­ten Be­triebs­sys­te­me (iOS und An­dro­id) vor­neh­men. Damit ist dem so enorm wich­ti­gen Nach­hal­tig­keits­as­pekt Rech­nung ge­tra­gen.

Nun noch ein erst­klas­si­ges Ver­triebs­ar­gu­ment zum Schluss: Ich habe es mir bis zu­letzt auf­ge­ho­ben, denn damit wird es mir end­gül­tig ge­lin­gen, et­wai­ge Zweif­ler (gibt es über­haupt noch sol­che?) vom Mehr­wert un­se­rer di­gi­ta­len Al­ter­na­ti­ve zu über­zeu­gen: Wir bie­ten in der „Henle Li­bra­ry“-App näm­lich neben den üb­li­chen kom­plet­ten Samm­lun­gen (z.B. Bach, Wohl­tem­pe­rier­tes Kla­vier, 1) auch al­ter­na­tiv jedes Stück ein­zeln an (z.B. e i n  Prä­lu­di­um als Ver­kaufs­ein­heit). Und: Sie er­wer­ben (wenn Sie wol­len) nur Ihre ein­zel­ne Stim­me (z.B. die 2. Vio­li­ne eines Streich­quar­tetts) und müs­sen nicht wie bei der Druck­aus­ga­be alle an­de­ren Stim­men mit­kau­fen. Den enor­men Preis­vor­teil muss ich hier nicht ei­gens be­to­nen.

Wir emp­feh­len üb­ri­gens für den Pra­xis­ein­satz die Ver­wen­dung von Ta­blets mit gro­ßer Bild­schirm­dia­go­na­le, wie z.B. das ge­ra­de er­schie­ne­ne, phä­no­me­na­le iPad Pro von Apple. Das ist un­se­rer Mei­nung nach end­lich ein ul­ti­ma­ti­ves Gerät für Mu­si­ker:

Beet­ho­vens Früh­lings­so­na­te als Hen­le-Druck­aus­ga­be, auf App­les iPad Air und dem iPad Pro

Dazu ein Fuß­pe­dal und Screen-Stift – und die ge­druck­ten Noten be­kom­men erst­mals eine er­heb­li­che Kon­kur­renz.

Seit 3. Fe­bru­ar 2016 für Ihr iPad im App Store. Ab Mai 2016 in den An­dro­id-Stores. Lesen Sie mehr zur Hen­le-App auf un­se­rer ei­gens dafür ein­ge­rich­te­ten Web­sei­te www.​henle-​library.​de, re­gis­trie­ren Sie sich dort und pro­bie­ren Sie die App doch ein­mal (kos­ten­los) aus. Wir be­haup­ten zu­ver­sicht­lich, mit der „Henle Li­bra­ry“-App die Welt der Mu­sik­no­ten neu zu de­fi­nie­ren. Über Feed­back und An­re­gun­gen zur Ver­bes­se­rung freu­en wir uns!

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22 Antworten auf »„Henle Library“-App. Noten neu definiert.«

  1. Thomas Schuch sagt:

    Sehr geehrter Herr Seiffert,

    mit Spannung erwarte ich Ihren professionellen Ansatz der digitalen Aufbereitung von Musiknoten! Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass digitales Arbeiten mit Noten (auch) viele Vorteile mit sich bringt – einige haben Sie in ihrem Artikel ja schon genannt.

    Eine Sache liegt mir besonders am Herzen:
    Obwohl ich HENLE Urtext als kritische Quelle sehr schätze und er in vielen Dingen wohl seinesgleichen sucht, habe ich im Laufe der Zeit aufgrund der etwas mühseligen Zuordnung zu einzelnen Originalquellen immer mehr direkt auf Autographe, Erstausgaben etc. zurückgegriffen.
    Die Werke Chopins mit differierenden Erstausgaben mehrerer Länder sowie einige Werke Schumanns mit Erst- und Zweitfassung zeigen diese Problematik zum Teil sehr deutlich.
    Natürlich kann man im Druck durch die Reduzierung auf eine “Druckversion” dieser Vielfältigkeit nur schwer gerecht werden. In digitaler Form jedoch sollten Querverbindungen und Verknüpfungen dieser Art eigentlich kein größeres Problem sein. Im Idealfall stünden neben einer Herausgeberfassung die Originalquellen im Hintergrund als separate Ebenen zur Verfügung, vielleicht sogar durchweg synchronisiert in der jeweiligen Position.

    Ihre Ankündigungen hinsichtlich mehrerer Ebenen und auch z. B. der On/Off Funktionalität von Fingersätzen lassen in diese Richtung viel versprechen!

    Ich wünsche Ihnen bestes Gelingen für dieses Projekt!

    Thomas Schuch
    Pianist

  2. Wolf-Dieter Seiffert sagt:

    Sehr geehrter Herr Schuch,
    als Wissenschaftler und Editor kann ich Ihren Wunsch sehr gut nachvollziehen, Abbildungen der Originalquellen an Ort und Stelle einer digitalen Edition sichtbar zu machen. Technisch ist das lösbar und es gibt ja bereits erste hervorragende Ergebnisse zu solchen „enhanced“ kritischen Notenausgaben (vgl. das Forschungsprojekt „Edirom“ http://www.edirom.de/das-forschungsprojekt/ oder die digitale Beethoven-Werkstatt http://beethovens-werkstatt.de/ ). Allein, der Arbeitsaufwand ist immens, die Rechtssituation wäre für jede einzelne Quelle zu klären und die Anzahl der Kunden, die für solch ein Angebot einen entsprechend hohen Preis zu zahlen bereit wäre, voraussichtlich gering. Schon die Entwicklung der Henle Library App ist und war sehr herausfordernd.
    Wir planen für 2017 die Veröffentlichung einiger ausgewählter Klavierwerke, die als „premium App“ erscheinen wird und unter anderem ausgewählte, aufführungspraktisch besonders interessante Stellen auch mit Abbildungen der Quelle(n) versieht. Die kann man dann, wie Sie es beschreiben, direkt an Ort und Stelle zu/abschalten. Also, nur noch ein bisschen Geduld bitte!
    Vielen Dank für Ihre guten Wünsche.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolf-Dieter Seiffert

    • Thomas Schuch sagt:

      Sehr geehrter Herr Seiffert,

      vielen Dank für die Info zu EDIROM etc., allerdings denke ich, dass ein Arbeitsaufwand in dieser Form eigentlich nicht nötig ist. Ein hochauflösender Scan (im Idealfall mit Synchronisation der Takte zum Notensatz) wäre vollkommen ausreichend – wichtig ist lediglich eine so direkte wie mögliche Anbindung an den Drucksatz.
      Ein Problem mit dem Urheberrecht dürfte es z. B. bei einem Autograph Mozarts/Beethovens etc. nicht geben, gerade diese “gemeinfreien” Werke wären aber sehr interessant in den Originalquellen!
      Für die Refinanzierung der Digitalisierungskosten (Scan) etc. sollte es doch eigentlich möglich sein, eine vernünftige Lösung zu finden – z.B. in Form einer kleinen Gebühr an die jeweiligen Forschungszentren.

      In Anbetracht der Tatsache, dass lediglich ein Endgerät mit Stylus von Apple existiert und zahlreiche verschiedene Endgeräte mit Stylus unter Windows laufen, wäre eine Variante auf Windows zumindest sehr überlegenswert…

  3. Thomas Giehl sagt:

    Als Notenhändler finde ich es wirklich etwas befremdlich, wenn ein renommierter Verlag wie Henle den Umsatzanteil lieber Apple und Google zuschustert, anstatt bereits existierenden Projekten anzuschließen (NNDW) anzuschließen.

    • Verlag sagt:

      Sehr geehrter Herr Giehl,
      wir können Ihren Standpunkt sehr gut nachvollziehen und sind selbst noch nicht sicher, in welche Richtung der Kundenwunsch der Zukunft gehen wird. Wir bitten aber doch um Verständnis, dass wir uns als weltweit renommierter Verlag der spürbar steigenden Nachfrage nach solchen neuen Medien nicht verschließen können (und wir sind nun auch wahrlich nicht die Vorreiter dieser Entwicklung in der Verlagsbranche). Unsere App hat nichts mit den von Ihnen erwähnten digitalen Download-Notenseiten-Angeboten zu tun, sondern bietet einen erheblichen Mehrwert, der eben nur auf diesem rein digitalen Wege zu programmieren und über Apple und Google anzubieten ist. Seien Sie versichert: Das Papiergeschäft ist und bleibt unser Kerngeschäft.

  4. Herzlichen Glückwunsch zu dieser wirklich bahnbrechenden Entwicklung. Bin schon sehr gespannt. beste Grüße, Ernst Breidenbach

  5. Asteri78 sagt:

    Guten Tag!

    Die Idee, Noten in einer App auszugeben, finde ich wirklich klasse!

    Noch besser fände ich, wenn es zusätzlich möglich wäre, die Noten auch als Desktop-Lösung anzuzeigen.

    Gerade in der heutigen Zeit kommen immer mehr Laptops in Tablet-Form mit Touch-Screen heraus. Beispielsweise Lenovo ThinkPad und neuere Modelle wie Mircrosoft’s Surface.

    Diese Geräte kann man mittlerweile bequem auf den Notenständer stellen.
    Ausserdem kann man die Ausgaben dann an seinem Digital-Piano im “Heim-Studio” verwenden.

    Also, darüber lohnt sich doch auf jeden Fall einmal nachzudenken – oder nicht :-))

    Mit besten Grüße

    • Verlag sagt:

      Sie können versichert sein, dass wir darüber nachgedacht haben. Im Moment ist nur die Veröffentlichung für iPad und Android-Geräte geplant, allerdings werden wir, wenn es die entsprechende Nachfrage gibt, auch eine Veröffentlichung für Windows-Geräte in Erwägung ziehen.

  6. Frank sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Frage 1.1
    Kann man auch eigene Noten, die man z.B. mit Finale oder Harmonyassistant geschrieben hat abspielen?
    Frage 1.2
    Wenn ja, welche Format kann die App lesen?

    Frage 2.1
    Bestet auch die Möglichkeit das Spiel mit einem MIDI-Klavier zu kontrollieren so
    dass
    2.2 alle richtig gespielten Noten grün angezeigt werdne
    2.3 alle falsch gespielten Noten rot angezeigt werden
    2.4 alle falschen Noten die zusätzlich gespielt werden blau angezeigt werden

    3.1 die unter 2.x genannten Punkte mit und ohne Metronom (also richtigem Tempo) gespielt werden könnten.

    4.1 Übungsmodus, so dass immer die aktuell gespielte Note z.B. gelb im Cursor erscheint. spielt man dann eine Note Falsch, geht der Cursor nicht weiter.

    Frage 5
    Apple Tablet sind sehr teuer. Deshalb die Frage, ob es auch blad eine App für Windows gibt. Windowstablet oder Notebook kann man auch gut auf dem Klavier plazieren und gibt es meist in größeren Display

    Es wäre schön, wenn Sie diese Fragen beantworten würden.
    Danke

    • Verlag sagt:

      1. Es ist im Moment nur möglich unsere digitalen Henle-Ausgaben in der App zu benützen. Das Angebot in der App wird jedoch ständig erweitert.
      2. Diese Funktionen beinhaltet die App leider nicht. Es gibt jedoch zahlreiche andere hilfreiche Funktionen, die das Üben und Unterrichten unterstützen können.
      3. Die App beinhaltet ein Metronom, jedoch sind die Funktionen Ihrer zweiten Frage wie gesagt nicht gegeben.
      4. Eine solche Funktion ist nicht geplant.
      5. Im Moment ist nur die Veröffentlichung für iPad und Android-Geräte geplant, allerdings werden wir, wenn es die entsprechende Nachfrage gibt, auch eine Veröffentlichung für Windows-Geräte in Erwägung ziehen.

  7. Jacob sagt:

    Wird es möglich sein, digitale Ausgaben von meinen gekauften gedruckten Ausgaben kostenlos oder ermäßigt zu erhalten?

  8. GN sagt:

    Guten Tag,
    mein Lieblingsverlag goes digital. Ich bin begeistert und wage den Einstieg!
    Was mir zur vollkommenen Glückseligkeit momentan noch fehlt, ist die Option, im Querformat eine Doppelseite anzuzeigen. Gerade für Pianisten und in Verbindung mit einem iPad pro wäre dies noch stressfreier, nicht zuletzt dann, wenn man den Notentext eigentlich im Kopf hat, aber auf eine Gedächtnisstütze sicherheitshalber nicht verzichten möchte.
    Ist eine solche Möglichkeit in absehbarer Zukunft zu erwarten?
    Vielen Dank und herzliche Grüsse, GN

    • Verlag sagt:

      Wir arbeiten stetig daran, unsere App weiter zu verbessern, und werden dies auch mit Blick auf das iPad Pro tun. Leider kam die Veröffentlichung des iPad Pros zu einer Zeit, als die erste Entwicklung unserer App schon abgeschlossen war. Eine solche Umprogrammierung erfordert viel Zeit und Arbeit, weshalb wir Sie leider noch etwas um Geduld bitten müssen!

  9. Sehr geehrter Herr Seiffert,

    ich gratuliere herzlich zur App. Ich finden den Einstieg in die digitale Welt für Verlage sehr wichtig und längst überfällig. Das Angebot ist allerdings noch so mager, dass ich meine 100 Credits kaum loswerden kann, aber ich hoffe auf eine baldige Erweiterung. Das Material müsste ja schon vorhanden sein, muss also nur übertragen werden.

    Ein Problem ist mir gerade aufgefallen. Ich wollte eine Version ausdrucken und muss feststellen, dass sowohl Noten als auch die Notenlinien stark verpixelt beim Drucker ankommen und ausgedruckt werden. Das gleiche gilt für die Betitelung. Ausgenommen und in hervorragender (gewohnter) Qualität ist die Copyright-Signatur.
    Vielleicht wird das Notenbild in eine Grafik umgewandelt und verliert so an Qualität? Ich weiß es nicht, allerdings wünsche ich mir gestochen scharfe Noten.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Mathias Johansen

    • Wolfdieter Seiffert sagt:

      Sehr geehrter Herr Johansen,
      vielen herzlichen Dank für Ihr Lob zur App und zu Ihrem hilfreichen Kommentar.
      Das Notenangebot selbst ist in der Tat jetzt zu Beginn noch arg limitiert, tatsächlich steht erst ein Bruchteil des Henle-Katalogs digital zur Verfügung. Wir sind uns dessen sehr wohl bewusst. Leider ist es mit „nur übertragen“ (wie Sie schreiben) nicht getan. Lesen Sie dazu doch bitte den Beitrag unseres Projektleiters im aktuellen Blogbeitrag. Es ist eine SEHR aufwändige Aktion, aus einem traditionellen Notensatz eine multifunktional nutzbare App zu machen. Die gute Nachricht: das Angebot wird zuverlässig rasch wachsen. Jeden Monat um viele Titel. Es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen. Und: wir haben für unsere Kunden in die App eine „wish-list“ eingebaut, so dass wir im Rahmen der Möglichkeiten den Zuwachs der Titel auch durch Kundenwünsche mitsteuern lassen können.
      Wir bieten die Druckfunktion innerhalb der App vornehmlich zur Papierdokumentation gekaufter App-Notenseiten an, nicht zum Ausdrucken und davon Spielen. Scharfe Noten bekommen Sie am Bildschirm und natürlich, wenn Sie unsere gedruckten Noten nutzen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Wolf-Dieter Seiffert

  10. Wieland Hartwich sagt:

    Schon nach kurzem Testen der App ist klar geworden, dass es hier auch für den Nichtprofi große Chancen gibt, seine Arbeit zu erleichtern bzw. zu bereichern. Ich möchte hier besonders die tollen Möglichkeiten herausgreifen, die den Umgang mit den Fingersätzen, die ja auch für den sogenannten Liebhaber ein zentrales Thema darstellen, betreffen. Man kann es drehen und wenden wie man will, Fingersätze sind nicht neutral ohne genaue Vorstellung der Interpretation einer Stelle zu realisieren. Sie stellen also immer einen Eingriff in den gedruckten Urtext dar. Auch die Aufteilung einer Passage auf zwei Hände und andere Einrichtungen, mit denen man nicht immer einverstanden zu sein braucht, führen immer wieder zu Streichungen und Überschreibungen, die zu lästigen Unklarheiten im Notenbild führen. Hier ist die Möglichkeit der App, die Fingersätze auszuschalten, bzw. eigene Fassungen zu erstellen, eine echte Hilfe. Als Fingersatznarr bin ich begeistert, dass es möglich sein wird, sich Fingersätze großer Pianisten oder erfahrener Pädagogen problemlos anzuschauen. Hoffentlich gelingt es HENLE, hier verschüttete Schätze zu bergen, bzw. Pianisten zu Mitarbeit zu begeistern. Wäre es nicht fantastisch, wenn man sich bei der Arbeit an einer Chopin-Etüde, auf Knopfdruck gewissermaßen, bei den Großen der Zunft Rat holen könnte ? Cortot’s Fingersätze zum e-Moll Konzert schlummern unbeachtet in der Bibliothek Gustave Mahler in Paris. Michalowskis oder Bülows Fingersätze in ihren Ausgabe der Chopinetüden sind bei uns schwer zugänglich. Auch die Möglichkeit, sich mit der App verschiedene Ausführungen von Verzierungen zeigen zu lassen, wäre ungemein hilfreich.
    Wie sagte Klaus Mann ? Es bleibt spannend bis zum Schluss. Herzlichen Dank an HENLE und weiterhin gutes Gelingen.

  11. Weller sagt:

    Im Zeitalter digitaler Demenz kann ich dem
    Notenblatt in Papierform nichts entgegensetzen,
    weil es eine Nähe zur Komposition schafft,
    die eine App in ihrem kalten Touchpad-Licht niemals schafft.

  12. Robert Raab sagt:

    Wenn man als Android-Nutzer nur endlich auch teilhaben könnte. Die Veröffentlichung der Android-Version wird Monat für Monat verschoben.

    Kann man den nun davon ausgehen, dass die Ankündigung für Juli Substanz hat?

    • Verlag sagt:

      Sehr geehrter Herr Raab,
      die Veröffentlichung der Android-Version wird am 18. Juli sein. Sie können sich sicher sein, dass Sie die App dann im Google Play Store finden werden.
      Herzliche Grüße
      Ihr Henle-Library-Team

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