Jede Edition ist anders. Oft begeistert einen das Werk an sich, mit dem man sich befasst. Manchmal liegt eine spezielle Quellenlage vor, die das Edieren in methodischer Hinsicht interessant macht. Was mich als Herausgeber an der Urtext-Ausgabe, um die es in diesem Blogbeitrag geht, so gepackt hat, ist nicht nur das Ergebnis, sondern auch der überaus abwechslungsreiche Weg dorthin.
Als es mir zufiel, die 25 Etüden op. 100 von Friedrich Burgmüller (1806–1874) zu edieren, dachte ich mir: „Burg wer“? Rückblickend schwer zu glauben, aber jene klavierpädagogischen Standardwerke, die „Etüden“, „Lehrmeister“ oder „Melodische Übungsstücke“ heißen, kamen in meinem einstigen Klavierunterricht kaum vor, und von den Burgmüllern, Hanons, Diabellis und Czernys blieb ich tatsächlich weitgehend unberührt. An die Burgmüller-Edition ging ich somit ohne eigene Kindheitserinnerungen heran, ohne Verklärung oder schlechte Erfahrungen. Und ich hatte in den kommenden Monaten viele jener kleinen und größeren Erlebnisse, die den Editoren- bzw. Lektorenberuf so schön und abwechslungsreich machen. Weiterlesen



Vor wenigen Tagen jährte sich zum 200. Mal der Todestag Carl Maria von Webers, der in der Nacht vom 4. auf den 5. Juni 1826 im Alter von nur 39 Jahren in London starb. Der G. Henle Verlag würdigt den großen romantischen Komponisten mit einer Urtext-Ausgabe seines wunderschönen Fagottkonzerts, das sich aufs Beste in unseren wachsenden Katalog von Werken Webers einreiht. 




