In seinem Dankesbrief an die Gratulanten zu seinem 75. Geburtstag äußerte Arnold Schönberg im September 1949, er habe sich damit abgefunden, dass er auf volles Verständnis für sein Werk bei seinen Lebzeiten nicht mehr rechnen darf, und überschrieb seine teils schmerzlich-bitteren, teils selbstbewusst-stolzen Äußerungen mit der schlagzeilenartigen Formel „Erst nach dem Tode anerkannt werden —-!“. Die Prophezeiung des Komponisten ist, wie wir heute wissen, bereits relativ schnell nach seinem Tod 1951 eingetroffen, gilt er doch spätestens seit den 1970er Jahren unbestritten als einer der maßgeblichsten Komponisten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – auch wenn die Zahl der Aufführungen seiner Musik nach wie vor nicht mit dieser weltweiten Anerkennung Schritt hält.
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