Bereits in meinem letzten Blogbeitrag berichtete ich von unserer jüngst erschienenen Neuausgabe der Bläserserenade op. 44 von Antonín Dvořák (HN 1234) und stellte vor allem einige Details der Besetzung in den Mittelpunkt, zu denen die autographen Quellen und zeitgenössischen Konzertberichte interessante Aufschlüsse geben. Doch wieso entschied sich Dvořák überhaupt für ein so ungewöhnliches Ensemble von 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotten plus Kontrafagott, 3(!) Hörnern sowie Cello und Kontrabass? Denn im Entstehungsjahr 1878 war die Blütezeit der großbesetzten Harmoniemusiken längst Vergangenheit, und auch wenn insbesondere Böhmen mit Komponisten wie Krommer, Mysliveček, Vanhal, Družecký, Neubauer, Fiala, Dušek u.v.m. zahllose Beiträge zu diesem Repertoire geliefert hatte, ist es unwahrscheinlich, dass Dvořák diese Werke kannte und je gehört hatte. Weiterlesen
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Auch wenn in letzter Zeit Komponisten wie Debussy, Beethoven oder aktuell Saint-Saëns aufgrund ihrer Jubiläen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen und stehen – der geheime Star im Henle-Programm der letzten Jahre scheint mir Antonín Dvořák zu sein. Nicht weniger als elf neue Urtext-Ausgaben seiner Werke sind in unserem Verlag seit 2015 erschienen, darunter viele große und zentrale Werke seines Schaffens wie die späten Streichquartette op. 96, 105 und 106, das Klavierquintett op. 81, das Klaviertrio op. 65 und die Humoresken op. 101 für Klavier. In diesen Tagen wird unsere Neuausgabe der Bläserserenade d-moll op. 44 (
