Bei der Herstellung einer Stichplatte (oder heute einer Digital-Datei) für eine gedruckte Notenausgabe besteht immer das Risiko, dass der Setzer an manchen Stellen die Vorlage ungenau oder falsch überträgt. Deshalb setzten die Komponisten schon sehr früh durch, dass der betreffende Verlag ihnen vor dem endgültigen Druck einen Fahnenabzug zur Durchsicht und Korrektur überließ. Das war zwar keine Garantie für eine fehlerlose Erstausgabe, da einerseits die Komponisten oft Setzfehler übersahen oder umgekehrt der Setzer Korrekturen des Komponisten übersah oder falsch verstand. Aber es vermittelte dem Autor doch eine gewisse Sicherheit, dass der gedruckte Notentext nicht mit Fehlern übersät erschien. Außerdem bot die Fahnendurchsicht die willkommene Gelegenheit, hier und da gegenüber der ursprünglichen Version Änderungen einzufügen. Weiterlesen
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