Eine Szene aus dem Musikunterricht, an die wir uns alle höchst ungern erinnern: Eine bestimmte Stelle misslingt uns immer wieder, und der Lehrer ruft, bereits der Verzweiflung nahe: „Einfach so spielen, wie es in den Noten steht!“
Klingt einfach und selbstverständlich. Wenn es trotzdem nicht klappt, muss es ja wohl an den Fingern liegen, nicht an den Noten. Insbesondere wenn man aus einer Urtext-Ausgabe spielt, aus einer Edition, deren Noten ja kritisch geprüft wurden und daher in Ordnung sein müssen.
Aber ist dies tatsächlich immer der Fall? Kann es nicht doch auch an den Noten liegen, wenn sich Spielprobleme ergeben? Weiterlesen
Zu den beliebtesten und erfolgreichsten Kompositionen Edvard Griegs gehören zweifellos seine Lyrischen Stücke für Klavier, die er zwischen 1867 und 1901 in zehn Einzelheften veröffentlichte und schließlich 1902 in einem Gesamtband zusammenfasste. Doch obwohl die Ausgaben schon zu seinen Lebzeiten zehntausendfach nachgedruckt wurden, sind manche Fehler und Merkwürdigkeiten bis heute unverändert stehen geblieben…



