Während meiner Assistenzzeit als Henlidin durfte ich im vergangenen Jahr im G. Henle Verlag die unterschiedlichsten Aufgaben übernehmen, Neues entdecken, kreativ sein, die schönsten Noten lesen, Feste feiern, viel lernen und eine eigene blaue Urtext-Edition herausgeben: HN 1260. Die Pavane pour une infante défunte ist eine kleine Komposition von Maurice Ravel, die er 1899 für Klavier geschrieben und später für Orchester umgearbeitet hat. Als schöne Ergänzung unseres Ravel-Repertoires und mit einer vermeintlich „einfachen“ Quellenlage sollte dieses Projekt für mich auch ein guter Einstieg in die Arbeit einer Herausgeberin sein, aber mit jedem Lesen der Quellen tauchten neue Fragen auf. Eine davon beschäftigt mich noch jetzt, nach Erscheinen der Ausgabe, denn auf sie habe ich keine endgültige Antwort gefunden: Ab welchem Tempo „stirbt“ Ravels Pavane? Weiterlesen
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Zu den beliebtesten und erfolgreichsten Kompositionen Edvard Griegs gehören zweifellos seine Lyrischen Stücke für Klavier, die er zwischen 1867 und 1901 in zehn Einzelheften veröffentlichte und schließlich 1902 in einem Gesamtband zusammenfasste. Doch obwohl die Ausgaben schon zu seinen Lebzeiten zehntausendfach nachgedruckt wurden, sind manche Fehler und Merkwürdigkeiten bis heute unverändert stehen geblieben…


