Will man eine Henle-Ausgabe schnell beschreiben, so reicht ein Satz: Es sind die taubenblauen Notenhefte, auf deren Umschlag ohne jegliches Dekor nur Komponist und Titel stehen. Denn wo andere Verlage eine große Grafik-Abteilung beschäftigen und für verschiedene Komponisten, Epochen oder Besetzungen unterschiedlichste Schrifttypen, Designs und Illustrationen auswählen oder wenigstens die Farbe des Umschlagkartons variieren, herrscht bei Henle das strenge Regiment von B&B: Blauer Karton und der Schrift-Font Bodoni. Kann man über sowas einen Blog-Beitrag schreiben? Na klar! Denn zum einen ist es interessant, woher dieses reduktionistische Design kommt, zum anderen können wir Lektoren ein Lied davon singen, wie schwierig es manchmal ist, in den wenigen Zeilen, die unser strenges Layout vorsieht, auch wirklich alles zu sagen – oder zumindest so viel, dass man den Inhalt auf Anhieb erkennt. Weiterlesen
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