Vor genau einem Jahr, als Weihnachten 2023 vor der Tür stand, stand ich (Andreas Pernpeintner) zugleich vor der Entscheidung, ob ich als Lektor zum Henle-Verlag wechsle oder nicht. Beides trat ein, Henle und Weihnachten. Ob denn der musikalische Lektorenberuf durch KI nicht bald überflüssig werde, wurde ich damals aus meinem Umfeld gefragt. Wissen kann man das nicht, aber das Gefühl, alsbald virtuell ersetzbar zu sein, will sich bislang nicht einstellen. Dabei wäre es natürlich unsinnig, sich KI zu verweigern. Online-Übersetzer sind eine segensreiche Unterstützung. Digitaler Notensatz ohne intelligente Scan-Erkennungssoftware wäre ein zeitraubendes Geschäft. ChatGPT kann bei Recherchefragen helfen (Vorsicht beim anschließenden Faktencheck) – oder bei der Vorbereitung der Henle-Weihnachtsfeier. Dort erklingt traditionsgemäß der Henliden-Chor. Das ist kein vokales Schwesterwerk der Hebriden-Ouvertüre, sondern die Summe singender Verlagsmitarbeiter*innen. Eine der lustigsten Spielarten von ChatGPT ist es, nach bestimmten inhaltlichen und stilistischen Vorgaben Literarisches hervorzubringen. So gelangt man schnell zu einem möglichen Henle-Weihnachtsfeierhit 2024: Weiterlesen
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