Wenn ein Komponist sich entschließt, eines seiner Werke zu Lebzeiten nicht zu veröffentlichen, gibt es in der Regel gute Gründe dafür: Entweder es handelt sich um ein Jugend- oder Studienwerk, das zu unbedeutend für eine Drucklegung wäre oder eine inzwischen aufgegebene Stilrichtung repräsentiert. Oder es stellt ein Gelegenheitswerk im wahrsten Sinn des Wortes dar, das nur privaten Aufführungszwecken dienen soll. Letzteres trifft auch auf Camille Saint-Saëns’ wohl populärste Komposition zu, auf Le Carnaval des animaux (komponiert 1886, erschienen postum 1922). Weiterlesen
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Artikulation Autograph Bach Bartók Bearbeitung Beethoven Brahms Chopin Debussy Dvořák Dynamik Erstausgabe Fassungen Fauré Fingersatz Gesamtausgabe Haydn Horn Klarinette Klavier Klavierkonzert Klaviersonate Kontrabass Lesart Liszt Mozart Notation Quellen Rachmaninow Ravel Revision Saint-Saëns Satie Schubert Schumann Skrjabin Streichquartett Urtext Variationen Viola Violine Violinkonzert Violinsonate Vorzeichen Weihnachten

Auch wenn in letzter Zeit Komponisten wie Debussy, Beethoven oder aktuell Saint-Saëns aufgrund ihrer Jubiläen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen und stehen – der geheime Star im Henle-Programm der letzten Jahre scheint mir Antonín Dvořák zu sein. Nicht weniger als elf neue Urtext-Ausgaben seiner Werke sind in unserem Verlag seit 2015 erschienen, darunter viele große und zentrale Werke seines Schaffens wie die späten Streichquartette op. 96, 105 und 106, das Klavierquintett op. 81, das Klaviertrio op. 65 und die Humoresken op. 101 für Klavier. In diesen Tagen wird unsere Neuausgabe der Bläserserenade d-moll op. 44 (




Das Klavierquintett ist gewissermaßen die „Superschwergewichtsklasse“ unter den kammermusikalischen Besetzungen: die mächtige Klangfülle des Klaviers trifft auf den ebenbürtigen Partner eines Streichquartetts, das für sich allein genommen schon ein eigenständiges Ensemble bildet. Diese Kombination bietet eine große Palette von Klangfarben und erlaubt eine enorme dynamische Bandbreite, von intimen Duetten bis hin zu Steigerungen von fast symphonischen Ausmaßen. 